Körzell warnt vor sozialem Umbau auf Kosten der Beschäftigten

Gesellschaftliche Debatte über Steuerreformen in Berlin

Berlin () – Der Deutsche Gewerkschaftsbund wirft der Union vor, sich der Debatte über die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer und einer Erbschaftssteuerreform zu verweigern.

„Die verschleppt eine verfassungsgemäß ausgestaltete Vermögenssteuer, und die CDU gibt sich als Schutzmacht der Vermögenden“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz). Viele Arbeitnehmer müssten den Gürtel inzwischen so eng schnallen, dass sie kaum noch Luft bekämen. Da müsse man doch über jene reden dürfen, „die auf der Sonnenseite stehen, also Höchstverdiener und Erben“.

Stattdessen aber würden ständig soziale Errungenschaften infrage gestellt, sagte Körzell. „Das bringt den aber keinen einzigen neuen Auftrag.“ Er forderte die SPD auf, gegenzusteuern: „Wir brauchen eine starke Stimme, die dagegenhält und sagt: Lasst uns die in die Pflicht nehmen“. Weiter sagte der DGB-Vorstand: „Die Ausnahmen für Unternehmen bei der Erbschaftsteuer sind der größte Posten im Subventionsbericht der Bundesregierung – weg damit.“

Würde die 1997 ausgesetzte Vermögenssteuer wieder erhoben, brächte das jährlich rund 28 Milliarden Euro mehr in die Haushalte der Länder. „, das sie in Schulen, Kindergärten und Straßen investieren könnten“, so Körzell. Vorwürfe, die Gewerkschaften agierten nur noch als sozialpolitische Besitzstandswahrer, wies der DGB-Vorstand zurück. „Die Beschäftigten arbeiten in den Betrieben aktiv daran mit, den Wandel zu gestalten. Wir wehren uns aber ganz klar gegen die Erzählung, man könne die Krise lösen, indem man Arbeitnehmerschutzgesetze angreift oder die Renten kürzt.“

4,7/5 (21 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bauarbeiter auf (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Deutscher Gewerkschaftsbund, Union, CDU, SPD, Bundesregierung

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert die Union dafür, sich nicht mit der Wiedereinführung von Vermögens- und Erbschaftssteuern auseinanderzusetzen, während die Arbeitnehmer unter finanziellen Belastungen leiden und fordert stärkere Maßnahmen zur finanziellen Verantwortung von Unternehmen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Vorwurf des DGB an die Union über Versäumnisse bei Vermögenssteuer und Erbschaftssteuerreform
  • Politik hält an Gesetzen fest, die als ungerecht empfunden werden
  • Steigende finanzielle Belastungen für Arbeitnehmer
  • Forderung nach fairer Besteuerung von Reichen und Erben
  • Diskussion über soziale Leistungen und deren Bedrohung
  • Ausnahmen für Unternehmen bei der Erbschaftsteuer im Fokus
  • Potenzial zur Generierung von Steuereinnahmen durch Wiedereinführung der Vermögenssteuer

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • DGB wirft der Union vor, sich der Debatte über Vermögenssteuer und Erbschaftssteuerreform zu verweigern
  • Stefan Körzell kritisiert CDU als Schutzmacht der Reichen
  • Arbeitnehmer müssen Gürtel eng schnallen, Fokus auf Höchstverdiener und Erben nötig
  • Soziale Errungenschaften werden infrage gestellt
  • Körzell fordert SPD auf, aktiv zu werden und Arbeitgeber in die Pflicht zu nehmen
  • Ausnahmen bei Erbschaftsteuer als großer Posten im Subventionsbericht der Bundesregierung
  • Wiedereinführung der Vermögenssteuer könnte jährlich 28 Milliarden Euro für Länderhaushalte bringen
  • DGB weist Vorwurf zurück, nur als sozialpolitische Besitzstandswahrer zu agieren
  • Beschäftigte aktiv am Wandel beteiligt, wehren sich gegen Angriffe auf Arbeitnehmerschutz und Renten

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Vorwurf der Verschleppung einer verfassungsgemäßen Vermögenssteuer
  • Starker Druck auf Arbeitnehmer durch finanzielle Engpässe
  • Infragestellung sozialer Errungenschaften
  • Keine neuen Aufträge für Unternehmen durch die aktuelle Politik
  • Forderung nach einer starken Stimme für Arbeitnehmerinteressen
  • Kritische Haltung zu Erbschaftsteuer-Ausnahmen für Unternehmen
  • Möglicher jährlicher Haushaltszuwachs von 28 Milliarden Euro durch Wiedereinführung der Vermögenssteuer
  • Potenzial für Investitionen in Schulen, Kindergärten und Straßen
  • Widerstand gegen Angriffe auf Arbeitnehmerschutzgesetze und Rentenkürzungen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Stefan Körzell, DGB-Vorstandsmitglied, kritisiert die Union für ihre Weigerung, sich mit der Wiedereinführung einer Vermögenssteuer auseinanderzusetzen, und fordert eine stärkere Stimme für die Arbeitnehmer.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert