Hubig sieht Politiker-Beleidigungs-Paragrafen kritisch

Politische Diskussion über Beleidigungen in Berlin

() – Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) äußert sich skeptisch zum Paragrafen 188 im Strafgesetzbuch, der Beleidigungen gegen Politiker unter höhere Strafen als andere Beleidigungen stellt.

Die Ausweitung des Paragrafen im Jahr 2021 sei eine „direkte Reaktion“ auf den Mord an Walter Lübcke gewesen, sagte Hubig dem Nachrichtenportal T-Online. „Aber natürlich müssen wir uns fortwährend fragen, ob wir damit das Richtige erreichen, oder ob es einer Korrektur bedarf.“

Die Verurteilungen auf der Grundlage von Paragraf 188 hätten „insgesamt deutlich zugenommen“, so Hubig weiter. Im Jahr 2024 seien es „gut 300 Fälle“ gewesen. Ob Spitzen- oder Kommunalpolitiker betroffen seien, werde dabei nicht erfasst. „Öffentlich diskutiert werden vor allem Fälle, die in der Regel grenzwertig erscheinen, manche lassen sich von der Ferne kaum nachvollziehen“, sagte Hubig. Auch hier gelte allerdings: „Der Rechtsstaat funktioniert und gewährleistet, dass solche Entscheidungen korrigiert werden können.“

Hubig selbst macht nach eigener Aussage keinen Gebrauch von dem Paragrafen. „Seit ich Bundesjustizministerin bin, habe ich noch nie jemanden angezeigt“, sagte sie. In ihrer Zeit als Bildungsministerin in , in die auch die -Pandemie fiel, habe sie „ein einziges Mal“ Anzeige erstattet. „Sie können sich vorstellen, dass ich da einiges abbekommen habe“, so Hubig.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stefanie Hubig am 05.03.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

SPD, T-Online, Rheinland-Pfalz.

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Datum des Ereignisses ist der 5. März 2026.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Rheinland-Pfalz

Worum geht es in einem Satz?

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig äußert Bedenken zur Wirksamkeit des Paragrafen 188 des Strafgesetzbuchs, der Beleidigungen gegen Politiker härter bestraft, und hinterfragt dessen Notwendigkeit, trotz einer gestiegenen Zahl an Verurteilungen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Mord an Walter Lübcke als Auslöser
  • Änderung des Paragrafen 188 im Jahr 2021
  • Ziel: erhöhte Strafen für Beleidigungen von Politikern
  • Zunahme der Verurteilungen aufgrund dieses Paragrafen
  • Diskussion über die Wirksamkeit und Angemessenheit des Paragrafen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Stefanie Hubig äußert Skepsis zu Paragraf 188 im Strafgesetzbuch
  • Paragraf wurde 2021 als Reaktion auf Mord an Walter Lübcke ausgeweitet
  • Diskussion über die Wirksamkeit und mögliche Korrekturen des Paragrafen
  • Zunahme der Verurteilungen auf Grundlage des Paragrafen, 2024 "gut 300 Fälle"
  • Öffentlich diskutierte Fälle erscheinen oft grenzwertig
  • Hubig macht keinen Gebrauch von Paragraf 188, hat seit Amtsantritt keine Anzeigen erstattet

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Skepsis gegenüber Paragraf 188 im Strafgesetzbuch
  • Notwendigkeit zur fortwährenden Überprüfung der Regelung
  • Zunahme der Verurteilungen auf Grundlage des Paragrafen
  • Öffentliches Interesse an grenzwertigen Fällen
  • Funktion des Rechtsstaats zur Korrektur von Entscheidungen
  • Keine persönliche Anwendung des Paragrafen durch Hubig

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zitiert, in der sie ihre Skepsis gegenüber dem Paragrafen 188 im Strafgesetzbuch zum Ausdruck bringt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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