Warken will Gesundheitssystem auf Kriegsszenarien vorbereiten

Gesundheitssystem-Anpassungen für Krisenszenarien in Berlin

() – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will das Gesundheitssystem auf Kriegsszenarien einstellen. „Darauf sind wir bislang zu wenig vorbereitet“, sagte Warken der „Welt am Sonntag“.

Es gehe darum, die Gesundheitsversorgung für die sicherzustellen – und zugleich Verletzte der oder von unseren -Partnern zu versorgen. Dafür brauche man klare Zuständigkeiten, funktionierende Kommunikationswege, ausreichende Behandlungskapazitäten und gegebenenfalls auch Bevorratung von Arzneimitteln und Medizinprodukten. „Dazu legen wir im den Entwurf zu einem Gesundheitssicherstellungsgesetz vor, mit dem wir diese Flanke schließen wollen.“

Offen ist der Ministerin zufolge, welches Regierungsressort künftig die Verantwortung für diese Aufgabe tragen soll. „Das klären wir mit dem Verteidigungs- und dem Innenministerium“, sagte Warken weiter. „Für die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung werden wir mit dem Gesetz zuständig und arbeiten eng mit der Bundeswehr zusammen“. Wichtig sei es, keine Doppelstrukturen zu schaffen. Die neue Gemeinschaftsaufgabe sei eine große Herausforderung – „dafür braucht es personelle und finanzielle Ressourcen“.

Die größten Schwachstellen sieht Warken „beim Lagebild, bei der Datenlage und bei der Qualifikation“. Die Ausbildung müsse stärker auf Krisenlagen ausgerichtet werden: „Wo gibt es Kapazitäten? Wer hat Know-how für Kriegsverletzungen? Wie kann man Freiwillige gewinnen? Das ist eine neue Aufgabe.“ Unklar sei bislang zum Beispiel, „wie viele Beschäftigte im Gesundheitssystem auf Kriegslagen passende Kenntnisse haben“. Bislang werde das nicht zentral zusammengeführt. Jetzt müsse man es speziell erfassen.

Eine besondere Rolle spielen im Verteidigungsfall Krankenhäuser. Angesprochen auf die geplante Schließung zahlreicher kleiner Kliniken auf dem Land im Zuge der Krankenhausreform sagte Warken: „Wir können nicht Strukturen offenhalten, nur weil vielleicht ein Verteidigungsszenario eintritt. Aber wir müssen bei der Krankenhausreform mitdenken, welche Kapazitäten im Krisenfall gerade in der Fläche gebraucht werden.“

4,2/5 (26 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Krankenhaus (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

CDU, Welt am Sonntag, Bundeswehr, Nato, Verteidigungsministerium, Innenministerium, Bundesgesundheitsministerium

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant, das Gesundheitssystem auf Kriegsszenarien vorzubereiten, um die Gesundheitsversorgung und die Behandlung von Verletzten im Verteidigungsfall sicherzustellen, und kündigt ein Gesundheitssicherstellungsgesetz an, das klare Zuständigkeiten und Ressourcenmanagement erfordert.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Bedarf an besserer Gesundheitsversorgung in Krisensituationen
  • Vorbereitung auf mögliche Kriegsszenarien
  • Sicherstellung der Versorgung für Zivilbevölkerung und Militär
  • Notwendigkeit klarer Zuständigkeiten im Gesundheitssystem
  • Mangels an Kommunikationswegen und Behandlungskapazitäten
  • Bedarf an Vorräten für Arzneimittel und Medizinprodukte
  • Schwächen im Lagebild und der Datenlage
  • Unklare Qualifikation und Ausbildung im Gesundheitssektor für Krisensituationen
  • Schließung kleiner Kliniken im Rahmen von Reformen
  • Erforderliche Ressourcen für neue Aufgaben im Gesundheitssystem

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Politik reagiert durch Gesetzesvorhaben zur Gesundheitssicherung bei Kriegsszenarien
Öffentlichkeit nicht konkret erwähnt
Medienbericht über Stellungnahme von Nina Warken
Zusammenarbeit mit Verteidigungs- und Innenministerium angestrebt
Zuständigkeiten und Ressourcen müssen geklärt werden
Identifizierung von Schwachstellen im Gesundheitssystem betont
Berücksichtigung von Kapazitäten und Know-how für Krisenfälle erforderlich
Kritik an Schließungen kleiner Kliniken im Rahmen der Krankenhausreform

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Sicherstellung der Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung
  • Versorgung von Verletzten der Bundeswehr und NATO-Partner
  • Notwendigkeit klarer Zuständigkeiten
  • Funktionierende Kommunikationswege erforderlich
  • Ausreichende Behandlungskapazitäten notwendig
  • Bevorratung von Arzneimitteln und Medizinprodukten
  • Entwurf zu einem Gesundheitssicherstellungsgesetz geplant
  • Klärung der Zuständigkeiten zwischen Ministerien
  • Vermeidung von Doppelstrukturen
  • Notwendigkeit personeller und finanzieller Ressourcen
  • Schwachstellen bei Lagebild, Datenlage und Qualifikation
  • Ausbildung stärker auf Krisenlagen ausrichten
  • Erfassung von gesundheitlichem Know-how für Kriegsverletzungen
  • Notwendigkeit zur Erfassung von Beschäftigten mit passenden Kenntnissen
  • Berücksichtigung von Kapazitäten im Krisenfall bei Krankenhausreform

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zitiert, in der sie betont, dass das Gesundheitssystem besser auf Kriegsszenarien vorbereitet werden muss.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert