Gesundheitspolitik in Berlin: Online-Krankschreibungen im Fokus
Berlin () – In der Debatte um Online-Krankschreibungen gegen Geld haben Gesundheitspolitiker der Koalition die Forderung der Hausärzte nach strengeren Regeln unterstützt.
Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Simone Borchardt (CDU), sagte der „Rheinischen Post“ (Donnerstag): „Krankschreibungen per Telefon oder Videosprechstunde sollten nur dann möglich sein, wenn der Patient der Ärztin oder dem Arzt bekannt ist, also für Bestandspatienten. So können wir Missbrauch begrenzen, der insbesondere durch anonyme Online-Plattformen deutlich zugenommen hat, ohne die notwendige Versorgung abzuschneiden.“
Auch der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, kritisierte private Plattformen, „bei denen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ohne ausreichende ärztliche Prüfung oder ohne eine belastbare Arzt-Patienten-Beziehung ausgestellt werden. Solche Modelle untergraben das Vertrauen in die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und sind mit den Anforderungen an eine gute medizinische Versorgung nicht vereinbar“, sagte Pantazis. Solche schwarzen Schafe müssten „konsequent sanktioniert werden“, so der Politiker. Zugleich ergänzte er: „Krankschreibungen im Rahmen ärztlich verantworteter telefonischer Beratungen oder qualifizierter Videosprechstunden bleiben davon ausdrücklich unberührt.“
Zuvor hatte der Hausärztinnen- und Hausärzteverband schärfere Regeln für Online-Krankschreibungen gefordert. „Die Bundesregierung muss kommerziellen Online-Anbietern von Krankschreibungen endlich einen Riegel vorschieben“, sagte der Verbandsvorsitzende Markus Beier der „Rheinischen Post“. Auch der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) unterstützt den Vorstoß.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Simone Borchardt, Christos Pantazis, Markus Beier, Karl Lauterbach
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Unionsfraktion, Rheinische Post, SPD-Bundestagsfraktion, Hausärztinnen- und Hausärzteverband, Bundesregierung, Karl Lauterbach (SPD)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
In der Debatte um Online-Krankschreibungen unterstützen Gesundheitspolitiker der Koalition die Forderung nach strengeren Regeln für solche Bescheinigungen, um Missbrauch durch anonyme Plattformen zu verhindern und das Vertrauen in die ärztliche Versorgung zu stärken.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Zunahme von Missbrauch bei Online-Krankschreibungen
- Nutzung anonymer Online-Plattformen
- Mangelnde ärztliche Prüfung bei Ausstellungen von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen
- Fehlen einer belastbaren Arzt-Patienten-Beziehung
- Forderungen der Hausärzte nach strengeren Regeln
- Unterstützung durch Gesundheitspolitiker der Koalition
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Gesundheitspolitiker der Koalition unterstützen Hausärzte in Forderung nach strengeren Regeln für Online-Krankschreibungen
- Simone Borchardt (CDU) betont, Krankschreibungen per Telefon oder Video nur für Bestandspatienten zu erlauben
- Borchardt nennt Missbrauch durch anonyme Online-Plattformen als Problem
- Christos Pantazis (SPD) kritisiert private Plattformen für unzureichende ärztliche Prüfung
- Pantazis fordert konsequente Sanktionen für dubiose Anbieter
- Konstrukte, die Vertrauen in Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen untergraben, werden abgelehnt
- Alte Praxis bei ärztlich verantworteten Beratungen und Videosprechstunden bleibt unberührt
- Hausärzteverband fordert schärfere Regeln und Riegel für kommerzielle Anbieter
- Karl Lauterbach (SPD) unterstützt die Forderungen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Unterstützung strengerer Regeln für Online-Krankschreibungen
- Begrenzung von Missbrauch durch anonyme Online-Plattformen
- Schutz der Arzt-Patienten-Beziehung
- Erhalt des Vertrauens in Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen
- Notwendigkeit von Konsequenzen für private Plattformen ohne ausreichende Prüfung
- Unberührtheit von ärztlich verantworteten telefonischen Beratungen und Videosprechstunden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von mehreren Personen zitiert, unter anderem von Simone Borchardt, die die Forderung der Hausärzte nach strengeren Regeln unterstützt, und Christos Pantazis, der private Plattformen kritisiert.
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