Bildung und Leistungsorientierung in Deutschland
Berlin () – Der Deutsche Philologenverband fordert, den Leistungsgedanken an deutschen Schulen zu forcieren.
„Wenn wir unseren gesellschaftlichen Wohlstand halten wollen und Kinder und Jugendliche bestmögliche Entwicklungschancen haben sollen, brauchen wir mehr Leistungsorientierung“, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing der „Welt“. Aus ihrer Sicht sei die Politik aber „zu zögerlich, das auch einzufordern oder umzusetzen“.
Sie sei „dankbar für den dramatischen Appell“ von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU), die die Verbesserung der Leistungen zur „Überlebensfrage“ für Volkswirtschaft und Demokratie erklärt hatte. Es gehe jetzt vor allem darum, die seit Langem anstehenden Aufgaben nachhaltig und ohne ideologische Scheuklappen anzugehen, forderte Lin-Klitzing.
Dazu gehörten unter anderem die vorschulische Förderung, ein höherer Grundwortschatz in der Grundschule, die Stärkung der Bildungssprache Deutsch und eine „bessere Passung von Leistung und Leistungsbewertung“. Sie sehe hier inzwischen aber auch „mehr als resigniertes Schulterzucken“, so Lin-Klitzing weiter. „Das Institut der deutschen Wirtschaft zum Beispiel ist ähnlich alarmiert wie wir. Gesellschaftlicher Wohlstand bedarf einer höheren gesellschaftlichen Leistungsorientierung.“
Gegenüber dem Jahr 2001, dem Jahr des ersten Pisa-Schocks, herrsche an den Schulen eine „dramatisch schlechtere Ausgangssituation“: „Hinter uns liegen die Erfahrungen mit Covid. Wir haben mehr konstatierte psychische Belastungen der jungen Generation, die auch die Freude an der eigenen Leistung hemmen“, so Lin-Klitzing.
„Wir haben einen Anstieg der Migration und damit eine geringere Vertrautheit mit der Bildungssprache Deutsch. Wir haben eine stärkere Abhängigkeit von Smartphones und damit unter anderem auch eine geringere Aufmerksamkeitsspanne für komplexe Bildungsprozesse, die so notwendig wären. Und angesichts der Multikrisen-Weltlage, die wir ja eben haben, wird oft vergessen, welche Herausforderungen wir an den Schulen bewältigen müssen.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kinder in einer Schule (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind:
Susanne Lin-Klitzing, Karin Prien
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutscher Philologenverband, Welt, Bundesbildungsministerium, Karin Prien, CDU, Institut der deutschen Wirtschaft
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Deutsche Philologenverband fordert eine verstärkte Leistungsorientierung in deutschen Schulen, um die Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und dem drohenden gesellschaftlichen Wohlstandsverlust entgegenzuwirken.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung nach mehr Leistungsorientierung
- Zögerliches Handeln der Politik
- Dramatischer Appell von Bundesbildungsministerin
- Langfristige anstehende Aufgaben im Bildungsbereich
- Vorschulische Förderung notwendig
- Höherer Grundwortschatz gefordert
- Stärkung der Bildungssprache Deutsch
- Mangelnde Passung von Leistung und Bewertung
- Schlechtere Ausgangssituation seit dem ersten Pisa-Schock 2001
- Psychische Belastungen der jungen Generation
- Anstieg der Migration und Sprachprobleme
- Abhängigkeit von Smartphones und geringere Aufmerksamkeitsspanne
- Herausforderungen durch die multikrisen Weltlage
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Die Politik wird als zögerlich kritisiert, Bildungspolitik aktiv umzusetzen
Der Deutsche Philologenverband fordert mehr Leistungsorientierung
Bundesbildungsministerin sieht Verbesserung der Leistungen als Überlebensfrage
Appell wird als dramatisch wahrgenommen
Wichtige Themen sind vorschulische Förderung und Stärkung der Bildungssprache
Gesellschaftlicher Wohlstand hängt von höherer Leistungsorientierung ab
Situationsbeschreibung: dramatisch schlechtere Ausgangssituation seit 2001
Erfahrungen mit Covid beeinträchtigen Schülerleistungen
Anstieg der Migration und weniger Vertrautheit mit Bildungssprache Deutsch
Zunehmende Abhängigkeit von Smartphones beeinflusst Aufmerksamkeitsspanne
Multikrisen-Weltlage stellt zusätzliche Herausforderungen an Schulen dar
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Forderung nach verstärkter Leistungsorientierung an Schulen
- Gesellschaftlicher Wohlstand gefährdet
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- Verbesserungsbedarf bei vorschulischer Förderung
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- bessere Passung von Leistung und Leistungsbewertung notwendig
- Alarmierende Situation laut Institut der deutschen Wirtschaft
- Anstieg psychischer Belastungen bei Jugendlichen
- Geringere Vertrautheit mit der Bildungssprache Deutsch durch Migration
- Abhängigkeit von Smartphones beeinträchtigt Aufmerksamkeitsspanne
- Herausforderungen an Schulen durch Multikrisen-Weltlage
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing fordert mehr Leistungsorientierung und beschreibt die aktuellen Herausforderungen an deutschen Schulen.
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