Kulturpolitik in Berlin: Weimer bleibt im Amt
Berlin () – Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sieht keinen Anlass, weitere Konsequenzen aus der Affäre um den von der Weimer Media Group veranstalteten Ludwig-Erhard-Gipfel zu ziehen.
Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte Weimer: „Ich habe als Staatsminister für Kultur und Medien noch viel vor.“ Er habe bei Amtsantritt alle Tätigkeiten im Verlag niedergelegt. „Was das Bundesministergesetz vorschreibt, habe ich erfüllt. Vielleicht werden Quereinsteiger aus der Wirtschaft einfach kritischer beäugt.“
Auf die Frage, ob er über einen Rücktritt nachdenke, antwortete Weimer: „Ich werde mich den rechten Trollen nicht beugen, wenn sie Kampagnen machen gegen einen bürgerlichen Kulturpolitiker, der sie inhaltlich angreift. Die AfD regt sich ja immer wahnsinnig auf beim Thema Kulturpolitik. Ich werde keinen Zentimeter nachgeben, wenn es um unsere kulturelle Vielfalt in Theatern, Museen oder Gedenkstätten geht.“
Er bezeichnete sich außerdem als „Hauptgegner“ einer aggressiven Kampagne der AfD. „Da werden auch Grenzen überschritten. Wir können nicht hinnehmen, dass unser Land in den Rechtsautoritarismus abrutscht. Die politische Mitte darf bei wichtigen Gesellschaftsdiskussionen nicht schulterzuckend zugucken und schweigen. Wir müssen deutlich zeigen, wofür die Mitte steht. Denn die politischen Ränder werden immer lauter und größer.“
Beim von der Weimer Media Group veranstalteten Ludwig-Erhard-Gipfel handelt es sich um ein jährliches Treffen mit Entscheidern aus Politik und Wirtschaft. Das Magazin „Apollo News“ hatte berichtet, dass mit Kontakten zu Spitzenpolitikern gegen Teilnehmerpreise von bis zu 80.000 Euro geworben werde. Weitere Medien haben inzwischen über mögliche Interessenkonflikte bei Wolfram Weimer berichtet. Dieser hatte vergangene Woche entschieden, auch seine Geschäftsanteile an der Media Group während seiner Amtszeit in der Bundesregierung treuhänderisch verwalten zu lassen.
Die AfD-Fraktion im Bundestag fordert Weimers Rücktritt, Grüne und Linke sehen weiteren Aufklärungsbedarf.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wolfram Weimer am 25.11.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Wolfram Weimer
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Wolfram Weimer, Weimer Media Group, Ludwig-Erhard-Gipfel, Neue Osnabrücker Zeitung, AfD, Apollo News, Grüne, Linke.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der 25. November 2025.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sieht keinen Anlass für Konsequenzen aus der Affäre um den Ludwig-Erhard-Gipfel und betont seinen Willen, gegen die AfD und deren Kampagnen für kulturelle Vielfalt einzutreten, während er gleichzeitig seine Tätigkeiten im Verlag eingestellt hat und seine Anteile treuhänderisch verwalten lässt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Veranstaltung des Ludwig-Erhard-Gipfels durch die Weimer Media Group
- Vorwurf von Interessenkonflikten bezüglich Wolfram Weimer
- Berichte über eine Werbung mit Kontakten zu Spitzenpolitikern gegen hohe Teilnehmerpreise
- Politische Reaktionen von AfD, Grünen und Linken auf die Situation
- Weimer's Entscheidung, Geschäftsanteile treuhänderisch zu verwalten
- Weimer's Ablehnung der Kritik und Abgrenzung von linken und rechten politischen Randgruppen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Wolfram Weimer sieht keinen Anlass für weitere Konsequenzen aus der Affäre
- Weimer betont, er habe bei Amtsantritt alle Verlagstätigkeiten niedergelegt
- Er erfüllt die Vorgaben des Bundesministergesetzes
- Weimer will sich nicht von Kritikern beeinflussen lassen
- Er bezeichnet sich als Hauptgegner der AfD-Kampagne
- Weimer kritisiert den potenziellen Rechtsautoritarismus in Deutschland
- AfD fordert Weimers Rücktritt
- Grüne und Linke sehen weiteren Aufklärungsbedarf
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Kein Anlass für weitere Konsequenzen
- Keine Rücktrittsabsicht
- Erfüllung der Vorgaben des Bundesministergesetzes
- Kritische Betrachtung von Quereinsteigern aus der Wirtschaft
- Haltung gegen politische Druckkampagnen
- Festhalten an kultureller Vielfalt
- Ablehnung des Rechtsautoritarismus
- Forderung nach aktiver Rolle der politischen Mitte
- Treuhänderische Verwaltung der Geschäftsanteile
- Rücktrittsforderung durch AfD
- Aufklärungsbedarf von Grünen und Linken
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer zitiert, in der er betont, dass er sich den rechten Trollen nicht beugen und keinen Rücktritt in Erwägung ziehen wird.
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