Merz wirbt für "neuen Konsens der Gerechtigkeit"

Sozialstaat und Gerechtigkeit in Berlin

Berlin () – Bundeskanzler Friedrich (CDU) wirbt in der Debatte über Reformen des Sozialstaats für einen „neuen Konsens der Gerechtigkeit“.

Es gehe in der Reformdebatte „um nichts weniger als um Gerechtigkeit“, sagte der Kanzler am Mittwoch in der Generaldebatte im Bundestag. „Und um einen neuen Konsens darüber, was Gerechtigkeit in unserer Zeit heute eigentlich heißt.“ Bei der Rente heiße das, dass der Generationenvertrag „neu gedacht“ werden müsse. „Diese Reform unseres Sozialstaates steht uns bevor, und wir haben versprochen, diese Reform beherzt anzugehen.“

Die jungen dürften nicht zusätzlich belastet werden, nur weil sie in der Unterzahl seien. Zugleich müsse die ältere Generation für die harte , die sie ihr Leben lang geleistet habe, ihren „verdienten Ruhestand in wirtschaftlicher genießen“ können. „Wir müssen auch unser Rentensystem neu aufstellen“, sagte der CDU-Politiker. „Denn wenn die Gesellschaft sich ändert, dann muss sich die ändern.“

Zugleich verteidigte er seinen außenpolitischen Ansatz in den ersten Regierungsmonaten. „Die neue Außen- und Sicherheitspolitik seit Antritt dieser Regierung – sie ist Reformpolitik“, sagte Merz am Mittwoch. Und sie sei zugleich Innenpolitik. „Die Trennung von Innen und Außen ist einfach überholt“, so Merz. Denn das Engagement der Bundesregierung im Äußeren diene der Bewahrung von Freiheit, Frieden und Wohlstand im Inneren.

Der Kanzler sagte, dass es „Mode geworden“ sei, „die Machtlosigkeit der Politik angesichts einer zunehmend komplexen Welt zu beklagen“. Er mache sich diesen Befund nicht zu eigen. Als ein Gegenbeispiel nannte er die Migrationspolitik. „Die Kurskorrektur in der Migrationspolitik, die wir angekündigt haben, ist erfolgreich eingeleitet. Im Vergleich der Monate August 2024 zum August 2025 haben wir einen Rückgang der Asylzugangszahlen um 60 Prozent“, so Merz.

Die Generalaussprache zum Kanzleretat ist üblicherweise der Höhepunkt der Haushaltswoche. Dabei kommt es traditionell zum Schlagabtausch zwischen Regierung und Opposition. Üblicherweise geht es nicht nur um den Bundeshaushalt, sondern um die gesamte Bundespolitik. Als größte Oppositionsfraktion hatte die AfD am Mittwoch die Debatte begonnen. Merz war der erste Redner nach AfD-Chefin Alice Weidel. Diese hatte dem Kanzler unter anderem „Selbstgefälligkeit“ und „linksgrüne Realitätsverweigerung“ vorgeworfen.

4,8/5 (22 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Friedrich Merz am 17.09.2025

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

CDU, Bundesregierung, Bundestag, AfD, Alice Weidel

Wann ist das Ereignis passiert?

17.09.2025

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Bundestag.

Worum geht es in einem Satz?

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) plädiert für einen "neuen Konsens der Gerechtigkeit" in der Sozialstaat-Reform und betont die Notwendigkeit, das Rentensystem neu zu gestalten, um sowohl die jüngere als auch die ältere Generation gerecht zu behandeln.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Debatte über Reformen des Sozialstaats
  • Suche nach einem neuen Konsens der Gerechtigkeit
  • Notwendigkeit der Neugestaltung des Generationenvertrags
  • Fokus auf Rentensystem und Altersgerechtigkeit
  • Anstieg der Belastungen für junge Menschen
  • Sicherstellung des wirtschaftlichen Ruhestands für die ältere Generation
  • Verbindung von Innen- und Außenpolitik
  • Kritik an der Politik der Machtlosigkeit
  • Kurskorrektur in der Migrationspolitik
  • Rückgang der Asylzugangszahlen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Friedrich Merz wirbt für "neuen Konsens der Gerechtigkeit"
  • Reformdebatte um Gerechtigkeit im Sozialstaat
  • Generationenvertrag soll neu gedacht werden
  • Jüngere Generation nicht zusätzlich belasten
  • Ältere Generation soll wirtschaftliche Sicherheit im Ruhestand genießen
  • Rentensystem muss neu aufgestellt werden
  • Außenpolitischer Ansatz verteidigt, Verbindung zu Innenpolitik betont
  • Kritik an beklagter Machtlosigkeit der Politik
  • Erfolgreiche Kurskorrektur in der Migrationspolitik festgestellt
  • Debatte als Höhepunkt der Haushaltswoche
  • Traditioneller Schlagabtausch zwischen Regierung und Opposition
  • AfD-Chefin Alice Weidel kritisiert Merz als "selbstgefällig" und "realitätsverweigernd"

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Neuer Konsens der Gerechtigkeit erforderlich
  • Neudefinition des Generationenvertrags
  • Reform des Sozialstaats angekündigt
  • Entlastung junger Menschen
  • Sicherstellung des wirtschaftlichen Ruhestands für ältere Generation
  • Neugestaltung des Rentensystems notwendig
  • Politische Anpassung an gesellschaftliche Veränderungen
  • Reformpolitik in Außen- und Sicherheitspolitik
  • Änderung in der Migrationspolitik erfolgreich eingeleitet
  • Rückgang der Asylzugangszahlen um 60 Prozent
  • Politische Macht gegenüber komplexen Herausforderungen betont
  • Traditioneller Schlagabtausch zwischen Regierung und Opposition

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zitiert, in der er für einen "neuen Konsens der Gerechtigkeit" in der Reformdebatte über den Sozialstaat plädiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert