Bundesrechnungshof bemängelt Geldverschwendung bei Digitalisierung
Veröffentlicht
News - Vermischtes - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe
Bundesrechnungshof bemängelt Geldverschwendung bei Digitalisierung
Bonn () – Der Bundesrechnungshof geht in einem aktuellen Bericht an den Haushaltsausschuss kritisch mit den Bemühungen der vorigen Bundesregierungen ins Gericht, die Verwaltung bürgerfreundlicher und effizienter zu gestalten. In ihren „Empfehlungen“ für die neue Bundesregierung weisen die Prüfer darauf hin, dass es seit dem Projekt „Bund Online 2005“ zahlreiche Initiativen gegeben habe, die Digitalisierung der Bundesverwaltung voranzubringen – darunter allein drei sogenannte Digitalstrategien, berichtet der „Spiegel“.
Der anhaltende „Digitalisierungsrückstand in Deutschland“ beruhe jedoch unter anderem auf mangelnden tiefergehenden Analysen der Ausgangssituation. Häufig seien die Ziele der Strategien entweder „vage und abstrakt“ oder „wenig ambitioniert und nicht zukunftsgerichtet“ gewesen. Zudem habe der Bund für die Umsetzung nicht ausreichend bedarfsgerechte zentrale IT-Lösungen entwickelt. Daher sei es zu einem „Wildwuchs“ parallel entwickelter Behördenlösungen gekommen, der unnötige Ausgaben verursacht habe.
Entsprechend nachdrücklich fallen die Wünsche der Prüfer an Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) aus, das Dauerthema in den Griff zu bekommen. Man habe dessen Ministerium aufgefordert, die bestehenden Defizite zu analysieren, „messbare, ambitionierte digitalpolitische Ziele zu formulieren“ und Synergiepotenziale besser zu nutzen.
Wildbergers Haus erklärte in einer Stellungnahme, man werde künftig eine einheitliche IT-Infrastruktur als Baukasten anbieten und könne die beanstandeten Parallelentwicklungen dank des neuen Zustimmungsvorbehalts für IT-Ausgaben unterbinden.
4,1/5(9 Bewertungen)
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Wenn es dir Spaß gemacht hat, könntest du vielleicht noch einen Kommentar abgeben. Danke. 👍
Rechnungshof sieht Bundes-IT nicht ausreichend geschützt 3. Juli 2025 Bonn () - Der Bundesrechnungshof warnt vor eklatanten Sicherheitslücken in den Rechenzentren und Netzen des Bundes. "Die IT des Bundes ist nicht auf die aktuellen…
Digitalverband: Einsparpotenzial in Bundesverwaltung über zehn Prozent 27. Mai 2025 Berlin () - Laut dem Präsidenten des Digitalverbands Bitkom, Ralf Wintergerst, könnte eine umfassende Digitalisierung der Bundesverwaltung viele Stellen überflüssig machen.Der "Rheinischen Post" (Dienstag) sagte…
Bundesrechnungshof wirft Wissing-Ministerium Greenwashing vor 25. Oktober 2024 Bonn () - Der Bundesrechnungshof wirft dem Bundesverkehrsministerium (BMDV) von Volker Wissing (FDP) einen "unseriösen" Umgang mit seinem Mammutprojekt "Digitale Schiene Deutschland" vor. Das berichtet…
Rufe aus Adenauer-Stiftung nach Kürzung der Bundesverwaltung 29. November 2025 Reformbedarf in der Verwaltung Berlin Berlin () - Eine Gruppe von rund 30 leitenden Beamten und Politikern aus Bund und Ländern fordert eine grundlegende Reform…
Holznagel kritisiert Stellenaufbau der Bundesregierung 20. Juni 2025 Berlin () - Der Bund der Steuerzahler hat den geplanten Aufbau von 208 zusätzlichen Stellen bei der Bundesregierung kritisiert. Wenn die Pläne durch den Haushaltausschuss…
Warken will Masken-Bericht dem Haushaltsausschuss vorlegen 20. Juni 2025 Berlin () - In der Debatte um den Untersuchungsbericht zur Masken-Affäre hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) angekündigt, den in Teilen geschwärzten Bericht dem Haushaltsausschuss des…
Bundesrechnungshof kritisiert Gehälter bei Autobahn GmbH 6. Juni 2025 Bonn () - Die privatrechtlich organisierte Autobahn GmbH zahlt Mitarbeitern laut Bundesrechnungshof "signifikant" höhere Gehälter, als vergleichbares Bundespersonal erhält - oft ohne ersichtlichen Grund.Zu diesem…
Rechnungshof wirft Regierung bei Subventionsabbau Wortbruch vor 6. März 2024 Bonn () - Der Bundesrechnungshof wirft der Bundesregierung Wortbruch beim Subventionsabbau vor. "Die Bundesregierung setzt eigene Vorgaben und Ziele nicht um", heißt es in einem…
Rechnungshof könnte "eine komplette Prüfungsabteilung" verlieren 24. November 2025 Haushaltspolitik und Kontrolle in Bonn Bonn () - Der Präsident des Bundesrechnungshofs, Kay Scheller, klagt über eine geplante Stelleneinsparung bei seiner Behörde.In einem Brief an…
Rechnungshof warnt vor Milliardenrisiko bei Masken-Klagen 4. September 2025 Bonn () - Der Bundesrechnungshof kritisiert in einem Schreiben an den Haushaltsausschuss des Bundestags die aus seiner Sicht unzureichende Risikovorsorge des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) mit Blick…
Bundesrechnungshof rügt hohe Gehälter bei der Autobahn 4. Juni 2025 Bonn () - Die Prüfer des Bundesrechnungshofs haben erneut die Autobahn-Gesellschaft gerügt. Die bundeseigene Autobahn zahle den 14.500 Mitarbeitern deutlich höhere Gehälter und Sonderzahlungen als…
Bonn erlaubt verkaufsoffene Sonntage zu zwei Festen 10. Juli 2025 Bonn () - Der Bonner Stadtrat hat zwei verkaufsoffene Sonntage für dieses Jahr beschlossen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Anlass sind die Veranstaltungen "Bonn-Fest" und…
Rechnungshof rügt Preissprung bei Panzer-Deal 17. Februar 2024 Berlin () - Der Bundesrechnungshof warnt die Haushälter des Bundestags davor, grünes Licht zu geben für ein milliardenschweres Rüstungsvorhaben des Verteidigungsministeriums.In einem vertraulichen Bericht kritisieren…
Rechnungshof rügt geplanten Milliardendeal für Soldaten-Kopfhörer 8. Februar 2024 Bonn () - Der Bundesrechnungshof hat die Haushälter des Bundestags vor einem Großvorhaben des Verteidigungsministeriums gewarnt. In einem als Verschlusssache eingestuften Bericht fordern die Prüfer,…
Probleme bei Einführung von Bundeswehr-Digitalfunk 27. September 2025 Verteidigung und Digitalisierung der Bundeswehr Berlin () - Bei der Einführung eines neuen Digitalfunk-Systems für die Bundeswehr gibt es offenbar neue Probleme.Einem "Spiegel"-Bericht zufolge wurde…
Rechnungshof kritisiert Wirtschaftsministerium für Northvolt-Kredit 17. Juni 2025 Bonn () - Im Streit um einen Staatskredit für den Batteriehersteller Northvolt wirft der Bundesrechnungshof (BRH) dem Wirtschaftsministerium unter der Leitung des damaligen Ministers Robert…
Schwimmer im Rhein bei Bonn lösen Großeinsatz aus 22. Juni 2025 Bonn () - Ein Großeinsatz von Feuerwehr, DLRG und Wasserschutzpolizei hat sich am Sonntagabend auf dem Rhein bei Bonn ereignet. Gegen 19:00 Uhr waren mehrere…
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der im Artikel erwähnten Personen sind: Karsten Wildberger.
Der Bundesrechnungshof kritisiert in einem aktuellen Bericht die unzureichenden Fortschritte der vorigen Bundesregierungen in der Digitalisierung der Bundesverwaltung und fordert die neue Regierung auf, klare und ambitionierte Ziele zu setzen sowie eine einheitliche IT-Infrastruktur zu entwickeln, um den bestehenden Digitalisierungsrückstand zu beseitigen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Auslöser für das kritische Feedback des Bundesrechnungshofs war der anhaltende Digitalisierungsrückstand in Deutschland, der auf unzureichende Analysen, vage Ziele und mangelnde zentrale IT-Lösungen zurückzuführen ist. Dies führte zu ineffizienten, parallel entwickelten Behördenlösungen und unnötigen Ausgaben.
Der Bundesrechnungshof kritisiert in seinem Bericht die unzureichenden Fortschritte der vorherigen Bundesregierungen in der Digitalisierung der Verwaltung und fordert die neue Regierung auf, klare und ambitionierte Ziele zu setzen. Digitalminister Karsten Wildberger hat darauf reagiert, indem er eine einheitliche IT-Infrastruktur verspricht, um die vorhandenen Defizite zu beheben und Parallelentwicklungen zu vermeiden.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: anhaltender Digitalisierungsrückstand in Deutschland, mangelnde tiefergehende Analysen der Ausgangssituation, vage und abstrakte Ziele der Strategien, wenig ambitionierte und nicht zukunftsgerichtete Ziele, unzureichende bedarfsgerechte zentrale IT-Lösungen, Wildwuchs parallel entwickelter Behördenlösungen, unnötige Ausgaben.
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Digitalminister Karsten Wildberger zitiert. Er teilte mit, dass sein Ministerium künftig eine einheitliche IT-Infrastruktur als Baukasten anbieten werde, um parallel entwickelte Lösungen zu verhindern. Zudem wurde angekündigt, dass der neue Zustimmungsvorbehalt für IT-Ausgaben dazu beitragen soll, diese Probleme zu beheben.
Bonn: Ein Überblick über die Bundesstadt
Bonn, einstige Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, ist heute eine bedeutende Stadt mit einer reichen Geschichte. Sie liegt am Rhein und bietet eine malerische Landschaft sowie zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten. Die Stadt ist bekannt als Standort vieler internationaler Organisationen und hat sich als Zentrum für Wissenschaft und Forschung etabliert. Bonn trägt den Titel einer UNESCO-Weltkulturerbestätte mit beeindruckenden historischen Gebäuden und Museen. Darüber hinaus ist die Stadt Heimat der renommierten Universität Bonn, die national sowie international geschätzt wird.