Gesellschaft und KI in Berlin
Berlin () – Mehr als jeder vierte junge Nutzer von Künstlicher Intelligenz (KI) wendet sich bei Sorgen oder persönlichen Fragen auch an Chatbots. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), über die die „Rheinische Post“ in ihrer Montagausgabe berichtet.
Demnach führen 28 Prozent der befragten Chatbot-Nutzer mit KI persönliche Gespräche über Sorgen, gesundheitliche oder therapeutische Fragen und emotionale Unterstützung. Die Daten basieren auf einer repräsentativen Onlinebefragung, die im Vorfeld des Deutschen Verbrauchertags an diesem Montag unter 574 Befragten im Alter von 14 bis 25 Jahren durchgeführt wurde.
Unter denjenigen, die mit Chatbots persönliche Anliegen thematisieren, sprachen 55 Prozent über Gesundheitsfragen. 48 Prozent führten Gespräche über Fragen zu Ernährung und Essverhalten, 47 Prozent über Sorgen oder Probleme und 40 Prozent über Beziehungs- und Freundschaftsthemen. 30 Prozent nutzten einen Chatbot, wenn sie sich einsam fühlen oder gerade niemanden zum Reden haben.
Die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Ramona Pop, sagte, es sei kritisch zu betrachten, wenn sich KI vermenschliche und problematische Verhaltensweisen bestärke. „Ein Chatbot darf sich nicht als bester Freund ausgeben, riskante Ratschläge bei Einsamkeit geben und erst recht keine ungesunden Schlankheitsziele befeuern“, sagte Pop der „Rheinischen Post“. Pop führte aus: „Es braucht dringend verbindliche Regeln, die Anbieter verpflichten, ihre KI-Systeme sicher zu gestalten.“
Generell ist die Nutzung von KI unter jungen Menschen weit verbreitet. 93 Prozent der Befragten haben in den vergangenen zwölf Monaten KI-Chatbots genutzt. Zugleich trifft die Forderung nach Schutzvorgaben bei jungen Menschen auf breite Zustimmung. 91 Prozent der Befragten fänden es gut oder sogar sehr gut, wenn besondere gesetzliche Regeln zum Schutz vor gefährlichen Ratschlägen oder einer unangemessenen Beeinflussung durch Chatbots gelten würden. 80 Prozent der Befragten sind zudem dafür, dass für KI-Chatbots ein Mindestalter von 13 Jahren gelten soll.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ramona Pop
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
dts Nachrichtenagentur, Forsa, Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Rheinische Post
Wann ist das Ereignis passiert?
Im Vorfeld des Deutschen Verbrauchertags an diesem Montag.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Laut einer Forsa-Umfrage besprechen 28 Prozent der jungen KI-Chatbot-Nutzer persönliche Sorgen und Gesundheitsfragen mit der KI, während Verbraucherschützer verbindliche Sicherheitsregeln fordern und eine große Mehrheit der Befragten gesetzliche Schutzvorgaben unterstützt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Persönliche Sorgen und Probleme sowie das Bedürfnis nach emotionaler Unterstützung
- Fragen zu Gesundheit, Therapie, Ernährung und Essverhalten
- Klärungsbedarf bei Beziehungs- und Freundschaftsthemen
- Einsamkeit oder fehlende Gesprächspartner
- Weite Verbreitung von KI-Chatbots unter jungen Menschen
- Repräsentative Forsa-Onlinebefragung im Auftrag des VZBV im Vorfeld des Deutschen Verbrauchertags unter 574 Personen zwischen 14 und 25 Jahren
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- VZBV-Vorständin Ramona Pop warnt vor Chatbots, die sich als Freunde ausgeben oder problematische Verhaltensweisen bestärken, und fordert verbindliche Sicherheitsregeln für Anbieter.
- 91 Prozent der befragten jungen Menschen befürworten gesetzliche Schutzregeln gegen gefährliche Ratschläge und unangemessene Beeinflussung durch Chatbots.
- 80 Prozent der Befragten sprechen sich für ein Mindestalter von 13 Jahren für die Nutzung von KI-Chatbots aus.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Mögliche Bestärkung problematischer Verhaltensweisen und ungesunder Schlankheitsziele
- Gefahr riskanter Ratschläge und unangemessener Beeinflussung durch Chatbots
- Forderung nach verbindlichen Regeln, die Anbieter zur sicheren Gestaltung ihrer KI-Systeme verpflichten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, VZBV-Vorständin Ramona Pop warnt vor vermenschlichten Chatbots und riskanten Ratschlägen und fordert verbindliche Regeln für sichere KI-Systeme.
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