Politik in Hamburg
Hamburg () – Die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft will in der nächsten Sitzung unter dem Titel „BöllerCiao“ einen Abschied von privaten Feuerwerken beantragen. Die Fraktion teilte mit, der Senat solle sich auf Bundesebene für ein Verbot des Verkaufs an Privatpersonen einsetzen und bis dahin die Verbotszonen deutlich ausdehnen, wie es an der Binnenalster bereits geschehen ist.
Die Niederlande hätten ein solches Verbot zum Jahreswechsel bereits umgesetzt.
Dazu erklärte Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion, ein paar Minuten Knallspaß stünden in keinem Verhältnis zu Tausenden Verletzten, der enormen Feinstaubbelastung und den Tieren in Todesangst. Die Mehrheit der Bundesbürger lehne die jährliche Pulverisierung von zuletzt knapp 200 Millionen Euro mittlerweile ab.
Schon heute bestünden Verbote für Feuerwerk rund um Krankenhäuser, feuergefährdete Gebäude, Bahnhöfe und die Binnenalster. Gleichzeitig werde immer öfter auch im Laufe des Jahres illegal geböllert; zwei verletzte Kinder gerade in dieser Woche in Neuallermöhe bestätigten diesen gefährlichen Trend.
Mit klaren Regeln und alternativen Programmen wie „stilles Feuerwerk“ und Drohnenshows könne Hamburg etwas für Menschen, Tiere und die Umwelt leisten.
Der Antrag sieht zudem vor, dass sich der Senat mit Berlin auf Bundesratsebene für eine Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz einsetzt, um den Verkauf und die Verwendung von Feuerwerk der Kategorie F2 durch Privatpersonen zu verbieten. Außerdem soll sich der Senat dafür einsetzen, dass die Verordnung eine Länderöffnungsklausel erhält, damit Länder und zuständige Behörden das Abbrennen von Feuerwerk der Kategorie F2 für das gesamte Gebiet oder für Teile davon untersagen können.
Weitere Punkte sind Anreize für Betreiber von Feuerwerken zugunsten stiller Feuerwerke, ein Pilotprojekt für ein zentrales lärmarmes Silvesterfeuerwerk 2027/28, die Ausweitung von Verbotszonen, eine Publikation zu Verbotszonen und Gefahren sowie Maßnahmen zur Durchsetzung bestehender Verbote. Der Senat soll der Bürgerschaft bis zum 30. Juni 2027 berichten.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Stephan Jersch
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
dts Nachrichtenagentur, Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Hamburgische Bürgerschaft, Hamburger Senat, Bundesrat
Wann ist das Ereignis passiert?
In der nächsten Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft; ein genaues Datum wird nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Hamburg
Worum geht es in einem Satz?
Die Hamburger Linksfraktion fordert zum Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt ein bundesweites Verbot privater Feuerwerke sowie bis dahin größere Verbotszonen, eine konsequentere Durchsetzung bestehender Regeln und lärmarme Alternativen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Tausende Verletzte durch privates Feuerwerk
- Hohe Feinstaubbelastung und starke Angstbelastung für Tiere
- Zunehmendes illegales Böllern auch außerhalb des Jahreswechsels
- Aktueller Vorfall mit zwei verletzten Kindern in Hamburg-Neuallermöhe
- Nach Angaben der Linksfraktion mehrheitliche Ablehnung privater Feuerwerke angesichts von Ausgaben von zuletzt knapp 200 Millionen Euro
- Das im Text angeführte Verkaufsverbot in den Niederlanden als Vorbild
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die Hamburger Linksfraktion fordert ein bundesweites Verkaufsverbot für privates Feuerwerk und bis dahin deutlich größere Verbotszonen.
- Ihr umweltpolitischer Sprecher Stephan Jersch kritisiert Verletzungen, Feinstaubbelastung und Tierleid durch Feuerwerk und wirbt für lärmarme Alternativen.
- Laut Jersch lehnt mittlerweile eine Mehrheit der Bundesbürger die jährlichen Ausgaben für Feuerwerk ab. Konkrete öffentliche Reaktionen oder Medienreaktionen werden nicht beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Tausende Verletzte, darunter auch Kinder
- Enorme Feinstaubbelastung
- Todesangst bei Tieren
- Ausgaben von zuletzt knapp 200 Millionen Euro für Feuerwerk
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion, erklärt, der kurze Knallspaß stehe in keinem Verhältnis zu den vielen Verletzten, der Feinstaubbelastung und der Todesangst von Tieren.
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