Röwekamp kritisiert Berliner Pläne zu Jugendoffizieren

Röwekamp kritisiert Berliner Pläne zu Jugendoffizieren

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Politik in Berlin: Sicherheitspolitische Debatte

Berlin () – Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestags, Thomas Röwekamp (CDU), kritisiert die drohende Abschaffung von Jugendoffizieren an Berliner Schulen scharf. Schon die entsprechende Ankündigung der Berliner Linken, SPD und Grünen im Sondierungspapier für eine mögliche Hauptstadtkoalition sei „sicherheitspolitisch fatal und geht in der weit über Berlin hinaus“, sagte Röwekamp am Montag dem Nachrichtensender „Welt“.

Röwekamp sagte, man müsse in den Schulen in darüber „aufklären“, welche „Rolle“ die Bundeswehr habe und wie „wichtig die Landesverteidigung und Bündnisverteidigung“ sei. Es müsse allen klar sein, dass Deutschland „militärisch bedroht“ werde, mahnte er. Es gehe insbesondere auch darum, „die Gesellschaft resilient zu machen“ und sie darauf vorzubereiten, dass es eine „solche Bedrohung“ gebe und das Land „nur verteidigt werden“ könne, wenn „jeder bereit“ sei, dafür „Verantwortung“ zu übernehmen. Einen solchen „Bildungsauftrag“ hätten Schulen. Wenn dieser in Berlin nicht mehr stattfinde, sei das Signal, dass man nicht brauche. Das sei „genau das falsche Signal“. Man brauche das „Engagement“ der Menschen, damit man „in Frieden leben“ könne.

Der Vorstoß sei ein „weiteres Beispiel“ dafür, dass „dieser Koalitionsvertrag für Berlin ein fatales Signal in die Gesellschaft“ sende, sagte Röwekamp. Es müsse eigentlich darum gehen, wie die Gesellschaft „solidarisch und gerecht“ gegen eine mögliche militärische Bedrohung aufgestellt werde. Insofern sei das rot-rot- Ansinnen eigentlich eine „Absage an Solidarität“. An Schulen gehe es auch nicht primär um Rekrutierung, sondern in erster Linie darum, das „Bewusstsein dafür zu schärfen, dass das Leben in Frieden, Freiheit und Demokratie nur möglich“ sei, wenn man es „gegen Bedrohung verteidigen“ könne, so Röwekamp. Er selbst nehme auch durchaus ein „ernsthaftes Interesse“ von Jugendlichen an der Rolle der Bundeswehr wahr.

Röwekamp sagte, immer wenn er selbst an Schulen sei und über die Frage von Wehrdienst und Wehrpflicht spreche, merke er, dass die jungen Menschen daran „interessiert“ seien, „über dieses Thema zu reden“. Und genau das sei das, was man auch in der Gesellschaft brauche. Eigentlich müsse über die Frage, wofür man die Bundeswehr habe, wie man bedroht sei und wie man „das Land verteidigen“ könne, „in jeder Schulklasse, aber auch an jedem Küchentisch und in jedem Sportverein geredet werden“. Man rede über eine Frage, die in anderen Ländern „völlig selbstverständlich“ sei, nämlich dass die Gesellschaft sich „darauf einrichten“ müsse, sich „gegen eine militärische Bedrohung auch zusammen und gemeinsam zu verteidigen“. Und das gehöre „in die Schulen“.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Bundeswehrsoldat in Flecktarnuniform (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Thomas Röwekamp

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundestags, Verteidigungsausschusses, CDU, Berliner Linken, SPD, Grünen, Bundeswehr, Berlin

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum/Datum: Montag (genaueres Datum nicht erwähnt).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Thomas Röwekamp (CDU), Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, kritisiert die angekündigte Abschaffung von Jugendoffizieren an Berliner Schulen als „sicherheitspolitisch fatal“, weil Schulen seiner Ansicht nach über die Rolle der Bundeswehr, Landes- und Bündnisverteidigung sowie die Notwendigkeit von Resilienz und Verteidigungsbereitschaft aufklären müssten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ankündigung im Sondierungspapier der Berliner Linken, SPD und Grünen zur möglichen Abschaffung von Jugendoffizieren an Berliner Schulen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Röwekamp kritisiert die drohende Abschaffung von Jugendoffizieren an Berliner Schulen scharf und nennt sie sicherheitspolitisch fatal
  • Die Ankündigung wird als Signal gedeutet, dass die Menschen nicht gebraucht würden
  • Der Vorstoß wird als fatales Signal in die Gesellschaft im Kontext des rot-rot-grünen Koalitionsvertrags beschrieben
  • Es wird betont, man müsse in Schulen und in der Gesellschaft über die Rolle der Bundeswehr und die Landes- sowie Bündnisverteidigung aufklären
  • Röwekamp sieht Interesse von Jugendlichen an dem Thema und fordert, dass darüber in jeder Schulklasse gesprochen wird

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Aufklärung über die Rolle der Bundeswehr an Schulen
  • Stärkung des Bewusstseins für Landesverteidigung und Bündnisverteidigung
  • Signalwirkung in Richtung, dass die Menschen nicht gebraucht würden
  • Förderung der Resilienz der Gesellschaft gegenüber militärischen Bedrohungen
  • Vorbereitung auf die Möglichkeit einer Bedrohung und Verantwortungsübernahme
  • Unterminierung eines sicherheitspolitischen Bildungsauftrags
  • Schwächung des Aufbaus von Solidarität in der Gesellschaft
  • Einschränkung der gesellschaftlichen Diskussion über Wehrpflicht und Wehrdienst
  • Forderung, dass das Thema Verteidigung in allen gesellschaftlichen Bereichen vermittelt wird

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Thomas Röwekamp (CDU), Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Bundestags, äußert eine scharfe Kritik und wird mit seinen Aussagen im Artikel direkt zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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