Wirtschaft: Arbeitszeit und Handwerksdruck in Berlin
Berlin () – Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Jörg Dittrich, erwartet vom neuen Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD), dass er die im Koalitionsvertrag vereinbarte flexible Arbeitszeit zeitnah umsetzt. Schweitzer müsse endlich den Arbeitsmarkt flexibler machen und Betrieben wie Beschäftigten mehr Spielraum bei der Arbeitszeitgestaltung geben, sagte Dittrich der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Das Arbeitsministerium sei seit Monaten Entwürfe schuldig, die bisherigen Skizzen entsprächen „überhaupt nicht der Koalitionsvereinbarung“.
Im Handwerk brauche man Vertrauen und Flexibilisierung, so Dittrich. Er wolle den Sozialstaat ganz sicher nicht abbauen, aber solidarisch müsse man nicht nur mit Menschen sein, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, sondern auch mit Betrieben, deren Geschäftsmodell unmittelbar unter größtem Druck stehe. Wenn flexiblere Arbeitszeiten ihnen helfen könnten, dann solle man die Betriebe das doch endlich einfach mal ausprobieren lassen, appellierte er an die Bundesregierung. Der Geschäftsklimaindex im Handwerk habe im ersten Halbjahr nahezu auf dem Niveau der Corona-Pandemie gelegen. „Die Stimmung ist mies“, sagte Dittrich.
Der Handwerkspräsident hofft zudem darauf, dass es im Verfahren über die Erbschaftsteuer vor dem Bundesverfassungsgericht bei der Verschonung des Betriebsvermögens bleibt. In den kommenden Jahren stünden im Handwerk weit über 100.000 Betriebsnachfolgen an, sagte er. Diese dürften nicht zusätzlich erschwert oder gar unmöglich gemacht werden.
Die Debatte über die Erbschaftsteuer werde leider sehr emotional und neidgeprägt geführt. Es werde immer das Beispiel des Milliardärs bemüht, getroffen werde am Ende aber der Mittelstand. Wer einen Betrieb erbe, übernehme nicht nur Vermögenswerte, sondern auch Verantwortung für die Beschäftigten und Verpflichtungen wie deren Kündigungsschutz. Dittrich warnte: „Wenn Erbschaftsteuer auf Vermögenswerte fällig wird, die in Maschinen, Kränen und Werkstätten gebunden sind und nicht auf dem Konto liegen, kann das gesunde Familienunternehmen in existenzielle Schwierigkeiten bringen.“ Die Erbschaftsteuer sei nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern eine harte wirtschaftspolitische Standortfrage im globalen Wettbewerb.
Das Bundesverfassungsgericht beschäftigt sich derzeit mit der Frage, ob die Verschonungsregeln für Betriebsvermögen im Vergleich zu Privatvermögen rechtmäßig sind. Ein Urteil wird im kommenden Jahr erwartet.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
Bildhinweis: |
Zentralverband des Deutschen Handwerks (Archiv)
|
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Alexander Schweitzer, Jörg Dittrich
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Bundesarbeitsministerium, Bundesverfassungsgericht, Bundesregierung, SPD, Alexander Schweitzer, Jörg Dittrich, Koalitionsvertrag, "Neuen Osnabrücker Zeitung"
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Jörg Dittrich, fordert von Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer eine zeitnahe Umsetzung flexibler Arbeitszeiten nach dem Koalitionsvertrag sowie eine verlässliche Verschonung von Betriebsvermögen bei der Erbschaftsteuer, um Betriebe und Betriebsnachfolgen nicht weiter zu belasten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Entwürfe des Bundesarbeitsministeriums zur flexibleren Arbeitszeit entsprächen „überhaupt nicht“ der Koalitionsvereinbarung und seien seit Monaten schuldig
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Zentralverband des Deutschen Handwerks fordert vom neuen Arbeitsminister Alexander Schweitzer die zeitnahe Umsetzung der flexiblen Arbeitszeit aus dem Koalitionsvertrag
- Das Handwerk kritisiert, dass das Arbeitsministerium seit Monaten Entwürfe vorenthalte, die nicht der Koalitionsvereinbarung entsprächen
- Dittrich appelliert an die Bundesregierung, Betrieben flexiblere Arbeitszeiten zur Probe zu ermöglichen
- Öffentliche Debatte zur Erbschaftsteuer wird als emotional und neidgeprägt beschrieben, mit Fokus auf Milliardärsbeispielen statt Mittelstand
- Erwartung, dass im Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht die Verschonung des Betriebsvermögens erhalten bleibt
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Umsetzung flexibler Arbeitszeiten zeitnah durch das Arbeitsministerium
- Mehr Flexibilität für Betriebe und Beschäftigte bei der Arbeitszeitgestaltung
- Handwerk profitiert von einem flexibleren Arbeitsmarkt
- Verbesserungen im Geschäftsklima könnten zumindest teilweise verhindert oder abgemildert werden
- Fortbestand der Verschonung des Betriebsvermögens bei der Erbschaftsteuer
- Keine zusätzlichen Erschwernisse für die Betriebsnachfolgen im Handwerk
- Vermeidung existenzieller Schwierigkeiten für Familienunternehmen durch fällige Erbschaftsteuern auf gebundenes Betriebsvermögen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – Jörg Dittrich (Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks) wird mit Aussagen/Apellen in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zitiert.
- Deutsche Flughäfen verlieren 300.000 Flüge seit 2019 - 17. Oktober 2026
- Schnieder verurteilt Drohung gegen Synagoge in Speyer - 17. Oktober 2026
- Klöckner warnt vor Drohnenangriffen auf Reichstagsgebäude - 17. Oktober 2026

