Handwerksverband drängt auf Senkung der Lohnnebenkosten

Handwerksverband drängt auf Senkung der Lohnnebenkosten

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Wirtschaft: Reformdruck im Handwerk in Berlin

() – Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Jörg Dittrich, hat Reformen zur Entlastung der im gefordert. Die Bundesregierung habe vor der Sommerpause richtige Dinge angestoßen, sagte Dittrich der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Sie müssten nun schnell umgesetzt werden.

Das allein werde aber nicht reichen, um die erforderliche Wirkung zu erzielen. Deshalb müssten im Herbst dringend weitere Reformen nachgelegt werden.

An erster Stelle steht für den Handwerkspräsidenten eine Senkung der Lohnnebenkosten. Sie träfen das Handwerk besonders hart, weil der Lohnanteil dort mit durchschnittlich 60 Prozent deutlich höher sei als in anderen Sektoren, sagte Dittrich. Jeder Prozentpunkt mehr bei den Sozialversicherungsbeiträgen entspreche rund 20 Milliarden Euro, die den Beschäftigten und den Betrieben fehlten. Man liege inzwischen drei Prozentpunkte über der Marke von 40 Prozent, die seiner Ansicht nach lange als rote Linie gegolten habe. Dahin müsse man zurück.

Der ZDH veröffentlichte am Freitag die Ergebnisse seiner jüngsten Konjunkturumfrage unter 6.000 Handwerksbetrieben. Demnach hat sich die Stimmung im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verschlechtert. Der Geschäftsklimaindex für das Handwerk, der die Lage und die Erwartungen der Betriebe widerspiegelt, rutschte gegenüber dem zweiten Quartal 2025 so stark ab wie zuletzt im -Jahr 2020. Das stehe sinnbildlich für eine insgesamt besorgniserregende Lage im Handwerk, sagte Dittrich.

Die schlechte Stimmung steht im Kontrast zur verbesserten Laune in den Chefetagen anderer deutscher Unternehmen. Der am Dienstag veröffentlichte Geschäftsklimaindex, für den das Münchner Ifo-Institut die Stimmung bei rund 9.000 Führungskräften erhebt, stieg im August den vierten Monat in Folge.

Die bisherigen Entlastungsversuche der Bundesregierung, etwa die geplante Senkung der Körperschaftssteuer, würden am Handwerk vorbeigehen, sagte Dittrich. Drei von vier Handwerksbetrieben profitierten davon nicht, weil sie als Personenunternehmen der Einkommenssteuer unterlägen. Der Entwurf zur Reform der Einkommenssteuer bleibe ebenfalls hinter den Erwartungen des Handwerks zurück. Die geplanten Änderungen entlasteten die Betriebe nicht spürbar, im Gegenteil würden manche dadurch sogar zusätzlich belastet.

Der ZDH vertritt die Interessen von rund einer Million Handwerksbetrieben mit knapp sechs Millionen Beschäftigten in Deutschland. Dittrich, der einen Dachdeckerbetrieb in führt, ist seit 2023 Präsident und wurde im Dezember von der Vollversammlung des ZDH für eine zweite Amtszeit gewählt.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Haus des Deutschen Handwerks (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Jörg Dittrich

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Bundesregierung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Münchner Ifo-Institut, ZDH, Vollversammlung des ZDH, Haus des Deutschen Handwerks

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis (Forderung von Reformen im Herbst; ZDH-Konjunkturumfrageergebnisse; „Der ZDH veröffentlichte am Freitag…“) fand im Herbst statt bzw. wurde für den Herbst gefordert.

Als konkreter Zeitraum im Text zusätzlich genannt:

  • 2. Quartal (Stimmungsverschlechterung; Vergleich zum Vorjahr)
  • Freitag (Veröffentlichung der Konjunkturumfrageergebnisse)
  • August (Ifo-Geschäftsklimaindex: stieg im August den vierten Monat in Folge)

Nicht erwähnt: ein exaktes Datum (Tag/Monat/Jahr) dafür, wann genau das „Herbst“-Ereignis stattfinden sollte.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Jörg Dittrich, fordert angesichts einer deutlich schlechteren Stimmung im Handwerk für den Herbst weitere Reformen vor allem zur Senkung der Lohnnebenkosten, da bisherige Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung das Handwerk kaum bzw. teils sogar stärker belasten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Herbst geforderte Reformen zur Entlastung der Unternehmen vor dem Hintergrund der schlechteren Stimmung und des abgerutschten Geschäftsklimaindex im Handwerk.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Jörg Dittrich fordert als Reaktion auf die bisherige Politik vor der Sommerpause weitere schnelle Reformen im Herbst
  • Er kritisiert, dass die bisherigen Entlastungsversuche der Bundesregierung am Handwerk vorbeigingen
  • Öffentlichkeitswirksam betont er die angespannte Lage im Handwerk, gestützt durch die ZDH-Konjunkturumfrage und den gesunkenen Geschäftsklimaindex
  • Er stellt der schlechteren Handwerksstimmung die verbesserte Stimmung in anderen Unternehmen gegenüber

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Erhöhte finanzielle Belastung der Handwerksbetriebe durch hohe Lohnnebenkosten und gestiegene Sozialversicherungsbeiträge
  • Fehlende Entlastungswirkung für Beschäftigte und Betriebe aufgrund zusätzlicher Sozialabgaben
  • Weitere Verschlechterung der Stimmung im Handwerk, sichtbar in einem stark gesunkenen Geschäftsklimaindex
  • Eine insgesamt besorgniserregende Lage im Handwerk und damit verbundene Risiken für Betriebe und Beschäftigungsperspektiven
  • Wahrnehmung, dass bestehende Reformansätze der Bundesregierung nicht ausreichen und nachgebessert werden müssen
  • Benachteiligung des Handwerks, weil geplante steuerliche Entlastungen an vielen Betrieben vorbeigehen
  • Zusätzliche Belastungen für manche Betriebe durch Reformen, die eigentlich entlasten sollten
  • Notwendigkeit beschleunigter Umsetzung weiterer Reformen im Herbst, um eine spürbare Wirkung zu erzielen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja—Jörg Dittrich, Präsident des ZDH, wird mit Stellungnahmen/Äußerungen zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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