Handwerkspräsident fordert Umdenken bei beruflicher Bildung

Handwerkspräsident fordert Umdenken bei beruflicher Bildung

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Berufliche Bildung im deutschen Handwerk in Berlin

Berlin () – Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Jörg Dittrich, fordert ein gesellschaftliches und politisches Umdenken bei der Bewertung beruflicher Bildung. „Wohlstand kann nicht nur über Abitur und Studium erreicht werden, sondern auch über berufliche Bildung“, sagte Dittrich den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Nötig sei „das klare politische Bekenntnis zur gleichwertigen Betrachtung von akademischer und beruflicher Bildung“. Dieses müsse auch rechtlich abgesichert werden. Deshalb fordere das Handwerk weiterhin ein Qualifikationsrahmengesetz. Zugleich mahnte Dittrich deutlich höhere Investitionen in die Bildungsstätten des Handwerks an. Der Sanierungsstau bei den Bildungszentren des Handwerks liege inzwischen bei mehr als vier Milliarden Euro. Die Förderung müsse verlässlich erhöht werden, wie es im Koalitionsvertrag vereinbart worden sei. „Denn wir stehen im Wettbewerb mit den Hightech-Hörsälen der Universitäten: Da können wir nicht mit einer Werkstatt antreten, die ausgestattet ist wie in den 70er-Jahren des vorherigen Jahrhunderts.“

Trotz des demografischen Wandels sieht Dittrich das Handwerk bei der Ausbildung auf einem vergleichsweise stabilen Kurs. Anders als in vielen anderen Wirtschaftsbereichen verzeichne das Handwerk seit drei Jahren leicht steigende Zahlen bei neuen Ausbildungsverträgen. „Vor allem die Berufe des sozialen Miteinanders und solche der Transformation entwickeln sich mittelfristig positiv“, sagte Dittrich. Beispielhaft nannte er Berufe wie Elektroniker, Dachdecker, Schornsteinfeger oder Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung und Klima. „Insgesamt spricht der Trend jedoch für das Handwerk. Und immer noch gilt: Wer Sicherheit und Sinnstiftendes will, sollte ins Handwerk gehen“, so Dittrich.

Zugleich räumte der ZDH-Präsident ein, dass die Ausbildung weiter attraktiver werden müsse. „Selbstverständlich. Das sehe ich sportlich“, sagte Dittrich. Berufe veränderten sich ebenso wie die Erwartungen junger Menschen. „Deshalb muss man ständig daran arbeiten, das beste Ergebnis hinzubekommen. Das ist ein permanenter Wettbewerb.“

Scharfe Kritik übte Dittrich an Ausbildungsplatzumlagen, wie sie bereits in Bremen existieren und in Berlin geplant sind. Dabei sollen Betriebe zahlen, die nicht ausbilden. „Da geht mir der Bluthochdruck durch die Decke“, sagte Dittrich. Er kritisierte, dass damit auch Unternehmen belastet würden, die trotz Ausbildungsbereitschaft keine Bewerber fänden. Zugleich verwies Dittrich auf die hohe Ausbildungsleistung des Handwerks. „Etwa jede dritte Ausbildung bundesweit wird im Handwerk absolviert, knapp 30 Prozent, und das, wo das Handwerk etwas mehr als 12 Prozent aller Beschäftigten bundesweit hat“, sagte er. „Eine großartige überproportionale Leistung des Handwerks.“ Deshalb sei es aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar, warum gerade das Handwerk zusätzlich belastet werden solle. „Das halte ich für völlig falsch und bin echt empört.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Jörg Dittrich

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Funke-Mediengruppe, Bremen, Berlin.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Jörg Dittrich, Präsident des ZDH, fordert eine gleichwertige Anerkennung von beruflicher und akademischer Bildung, höhere Investitionen in die Bildungsinfrastruktur des Handwerks sowie Kritik an geplanten Ausbildungsplatzumlagen, und betont die wichtige Rolle des Handwerks in der Ausbildung trotz demografischer Herausforderungen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Forderung nach gesellschaftlichem Umdenken zur beruflichen Bildung
  • Gleichwertige Betrachtung von akademischer und beruflicher Bildung gefordert
  • Notwendigkeit eines Qualifikationsrahmengesetzes
  • Sanierungsstau bei Bildungsstätten des Handwerks über vier Milliarden Euro
  • Notwendigkeit höherer Investitionen in Bildungsstätten
  • Vergleich zwischen Handwerkswerkstätten und Universitäts-Hochschulen
  • Leicht steigende Zahlen neuer Ausbildungsverträge im Handwerk
  • Notwendigkeit zur Attraktivitätssteigerung der Ausbildung
  • Kritik an Ausbildungsplatzumlagen in Bremen und Berlin
  • Hohe Ausbildungsleistung des Handwerks im nationalen Kontext

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

* Jörg Dittrich fordert ein Umdenken bei beruflicher Bildung
* Wohlstand auch durch berufliche Bildung erreichbar
* Notwendigkeit eines politischen Bekenntnisses zur Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung
* Forderung nach einem Qualifikationsrahmengesetz
* Höhere Investitionen in Bildungsstätten des Handwerks gefordert
* Sanierungsstau in Bildungszentren über vier Milliarden Euro
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* Handwerk verzeichnet steigende Ausbildungszahlen
* Positive Entwicklung in sozialen Berufen und Transformationsberufen
* Ausbildung im Handwerk muss attraktiver werden
* Kritik an Ausbildungsplatzumlagen in Bremen und Berlin
* Belastung für Unternehmen ohne Bewerber wird kritisiert
* Hohe Ausbildungsleistung des Handwerks hervorgehoben
* Empörung über zusätzliche Belastungen des Handwerks

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Forderung nach gesellschaftlichem und politischem Umdenken
  • Notwendigkeit eines klaren politischen Bekenntnisses zur gleichwertigen Betrachtung beider Bildungssysteme
  • Forderung nach einem Qualifikationsrahmengesetz
  • Mahnung zu höheren Investitionen in Bildungsstätten des Handwerks
  • Sanierungsstau bei den Bildungszentren von über vier Milliarden Euro
  • Notwendigkeit einer verlässlichen Erhöhung der Förderung
  • Stabiler Kurs bei neuen Ausbildungsverträgen im Handwerk
  • Positive Entwicklung in Berufen des sozialen Miteinanders und der Transformation
  • Notwendigkeit, Ausbildung attraktiver zu gestalten
  • Permanenter Wettbewerb um die besten Ausbildungsergebnisse
  • Kritik an Ausbildungsplatzumlagen und deren negative Auswirkungen auf Unternehmen
  • Überproportionale Leistung des Handwerks bei den Ausbildungszahlen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Jörg Dittrich, dem Präsidenten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), zitiert. Er fordert ein Umdenken bei der Bewertung beruflicher Bildung und kritisiert Ausbildungsplatzumlagen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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