Gesundheitspolitik: MD-Prüfungen in Düsseldorf
Düsseldorf () – Die Krankenhäuser in Deutschland beklagen die zunehmenden Prüfungen durch den Medizinischen Dienst (MD) der Krankenkassen. Bundesweit sind rund 4.000 Vollkräfte überwiegend mit der Bearbeitung von MD-Prüfungen befasst, heißt es in der Auswertung einer Umfrage des Deutschen Krankenhaus-Instituts, aus der die „Rheinische Post“ berichtet.
Die dadurch entstehenden Personalkosten belaufen sich auf rund 245 Millionen Euro.
Pro Haus sind im Durchschnitt rund vier Vollkräfte überwiegend mit der Bearbeitung von MD-Prüfungen beschäftigt. Die hierdurch entstehenden jährlichen Personalkosten taxieren die Teilnehmer auf durchschnittlich gut 236.000 Euro pro Haus.
Die Branche fürchtet, dass die Prüfungen wegen der Krankenkassen-Reform (Beitragssatzstabilisierungsgesetz) zunehmen.
98 Prozent aller deutschen Krankenhäuser erwarten, dass ihre Prüfquoten ab dem 1. Januar 2027 steigen werden, ergab die Umfrage weiter. Gut die Hälfte der Krankenhäuser (53 Prozent) hat bereits im Jahr 2026 zusätzliches Personal für die Bearbeitung der MD-Prüfungen eingestellt oder plant dies zukünftig.
Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, kritisiert die Entwicklung.
Die Zahlen seien erschreckend, sagte Gaß der Redaktion. Sie zeigten, in welchem Ausmaß die Misstrauenskultur der Krankenkassen das Gesundheitswesen dominiere.
Der Medizinische Dienst werde von den Krankenkassen immer stärker als Instrument zur Kostenoptimierung missbraucht. Wer tatsächlich betrüge, müsse bestraft werden, so Gaß, aber massive und kleinteilige Regulierung und die daraus resultierenden Prüfungsorgien seien zwei Seiten der gleichen Medaille.
Deshalb müssten wir deregulieren, wenn wir Bürokratie und Prüfungsaufwand wirksam abbauen wollen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Gerald Gaß
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Medizinischer Dienst (MD), Krankenkassen, Deutsches Krankenhaus-Institut, Rheinische Post, Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, Beitragssatzstabilisierungsgesetz, Gesundheitswesen, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Ereignisdatum: Die beschriebenen Umstände beziehen sich auf eine Umfrage, die in der Meldung so dargestellt wird, dass im Jahr 2026 bereits Personal eingestellt oder geplant wurde und dass ab dem 1. Januar 2027 eine Zunahme der Prüfquoten erwartet wird.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Deutschland, Düsseldorf
Worum geht es in einem Satz?
Laut einer Umfrage des Deutschen Krankenhaus-Instituts klagen Krankenhäuser in Deutschland über zunehmende MD-Prüfungen der Krankenkassen, die bundesweit rund 245 Millionen Euro Personalkosten verursachen und wegen der Reform ab dem 1. Januar 2027 weiter steigen könnten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Zunehmende Prüfungen durch den Medizinischen Dienst (MD) der Krankenkassen
- Zusätzliche Regulierung und kleinteilige Prüfungen infolge der Krankenkassen-Reform (Beitragssatzstabilisierungsgesetz)
- Befürchtete Steigerung der Prüfquoten ab dem 1. Januar 2027
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Krankenhäuser beklagen zunehmende Prüfungen durch den Medizinischen Dienst
- Die Branche befürchtet einen Anstieg der Prüfquoten wegen der Krankenkassen-Reform
- 98 Prozent der Krankenhäuser erwarten steigende Prüfquoten ab 1. Januar 2027
- Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft kritisiert die Entwicklung und spricht von Misstrauenskultur der Krankenkassen
- Der Medizinische Dienst werde aus seiner Sicht als Instrument zur Kostenoptimierung missbraucht
- Forderung nach Deregulierung zum Abbau von Bürokratie und Prüfungsaufwand
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zusatzbelastung für Krankenhäuser durch zunehmende MD-Prüfungen
- Mehr Personaleinsatz zur Bearbeitung von MD-Prüfungen
- Höhere jährliche Personalkosten für Krankenhäuser
- Erwartete steigende Prüfquoten ab dem 1. Januar 2027
- Einstellung von zusätzlichem Personal im Jahr 2026 oder geplanter Ausbau für die Bearbeitung der MD-Prüfungen
- Befürchtung, dass die Entwicklung durch die Krankenkassen-Reform verstärkt wird
- Zunahme von Bürokratie und Prüfungsaufwand im Gesundheitswesen
- Forderung nach Deregulierung zum Abbau von Bürokratie und Prüfungsaufwand
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, kritisiert die Entwicklung in einer zitierten Stellungnahme („Die Zahlen seien erschreckend…“).
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