Politik: Deutsch-russische Diplomatie in Kiew
Kiew () – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schließt ein Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Rande des G20-Gipfels in den USA nicht aus. Es komme „auf die Umstände dieses Treffens“ an, sagte Merz während seines Besuchs in Kiew im „Bericht aus Berlin“ des ARD-Hauptstadtstudios auf die Frage, ob er beim G20-Gipfel in den USA Ende des Jahres mit dem russischen Präsidenten sprechen würde. Man wisse „ja noch gar nicht, ob Putin an dem G20-Gipfel in Miami im Dezember teilnimmt“, so der Bundeskanzler weiter.
Angesichts des anhaltenden Ukraine-Krieges und der angespannten Beziehungen zu Russland sagte Merz: „Wenn Europa diese Herausforderungen nicht besteht – und ich sage bewusst Europa und nicht nur allein Deutschland – dann hat dieser Kontinent in der Zeit, in der wir leben, keine Chance, seinen Frieden, seine Freiheit und seinen Wohlstand aufrechtzuerhalten.“
Hinsichtlich des Treffens zwischen dem deutschen Außenminister Johann Wadephul (CDU) und seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in New York sagte der Bundeskanzler, „dass schon während des Gespräches sich die russische Propaganda über dieses Gespräch lustig gemacht“ habe. Die Antwort auf diese Reaktion auf diplomatische Bemühungen könne nur sein: „Stärke, Durchhalten und zu zeigen, dass Russland keine Chance hat, diesen Krieg zu gewinnen“, so Merz weiter.
Mit Blick auf Zweifel an der Stabilität der Bundesregierung nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Berlin sagte Merz: „Wenn Regierungen gebildet werden in Sachsen-Anhalt unter der Führung der AfD, wenn eine Regierung in Berlin gebildet wird unter der Führung der Linkspartei mit ihren ganzen Verbindungen in die Clankriminalität, in den Antisemitismus, dann ist das kein Beitrag zur Stabilität der Bundesrepublik Deutschland.“
Sorgen über den Zusammenhalt der Koalition im Zusammenhang mit der Diskussion um die Pflegereform in der vergangenen Woche habe er „nie geteilt“. Er habe „allerdings auch sehr klar und sehr deutlich gemacht“, dass er nicht bereit sei, „noch einmal eine Woche oder gar mehr Zeit“ verstreichen zu lassen. „Ich habe darauf bestanden, dass wir die Verabredung einhalten und diese Verabredung war letzte Woche Mittwoch, 30. September, Kabinettsbeschluss“, sagte Merz im „Bericht aus Berlin“ des ARD-Hauptstadtstudios.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Friedrich Merz, Wladimir Putin, Johann Wadephul, Sergej Lawrow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Friedrich Merz, CDU, Wladimir Putin, ARD-Hauptstadtstudio, Johann Wadephul, Sergej Lawrow, dts Nachrichtenagentur, G20-Gipfel, Ukraine, Russland, Europa, Bundesrepublik Deutschland, AfD, Linkspartei, Sachsen-Anhalt, Berlin, Clankriminalität, Antisemitismus, Pflegereform, Bundesregierung, Kabinettsbeschluss
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Gespräch/der Zeitpunkt wird als „am Rande des G20-Gipfels in den USA“ beschrieben (konkret: „in Miami im Dezember“).
Zusätzlich wird ein Kabinettsbeschluss datiert auf: 30. September („letzte Woche Mittwoch, 30. September“).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Kiew (Ukraine), New York (USA), Miami (USA)
Worum geht es in einem Satz?
Friedrich Merz schließt angesichts des Ukrainekriegs und der unklaren Teilnahme Putins an den G20-Treffen ein Gespräch mit dem russischen Präsidenten nicht aus, betont zugleich Europas Notwendigkeit, diesen Herausforderungen standzuhalten, und stellt in Bezug auf die Bundesregierung klar, dass bestimmte Regierungsbildungen die Stabilität Deutschlands nicht stärken würden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Fortdauer des Ukraine-Kriegs und angespannte Beziehungen zu Russland
- G20-Gipfel in den USA (Frage nach einem möglichen Gespräch von Merz mit Putin)
- Gespräch zwischen dem deutschen Außenminister Johann Wadephul und Sergej Lawrow in New York
- Propaganda-Reaktion der russischen Seite während des Gesprächs
- Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Berlin und daraus resultierende Zweifel an der Stabilität der Bundesregierung
- Diskussion um die Pflegereform in der vergangenen Woche
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Russische Propaganda habe sich über das Treffen des Außenministers mit Lawrow während des Gesprächs lustig gemacht
- Merz fordert als Antwort auf die Propaganda Stärke und Durchhalten, um zu zeigen, dass Russland den Krieg nicht gewinnen kann
- Keine konkreten Reaktionen von Politik Öffentlichkeit oder Medien auf den Artikelinhalt beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Erforderlichkeit, dass Europa die aktuellen Herausforderungen erfolgreich bewältigt
- Sicherung von Frieden, Freiheit und Wohlstand in Europa
- Stärke und Durchhaltevermögen als Antwort auf russische Propaganda
- Aussage, dass Russland keine Chance haben werde, den Krieg zu gewinnen
- Ablehnung von Regierungsbildungen unter Führung der AfD bzw. der Linkspartei mit den genannten Verbindungen
- Betonung von Stabilität der Bundesrepublik Deutschland
- Festlegung darauf, die vereinbarten Termine einzuhalten
- Bezug auf den Kabinettsbeschluss als verbindlichen Zeitrahmen der Pflegereform
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – Bundeskanzler Friedrich Merz wird mit mehreren wörtlichen Aussagen als Reaktion bzw. Stellungnahme im Artikel zitiert.
- Schulze schließt CDU-Zusammenarbeit mit AfD aus - 4. Oktober 2026
- Merz schließt Gespräch mit Putin bei G20 nicht aus - 4. Oktober 2026
- Motorradfahrer stirbt bei Unfall nahe Pfofeld - 4. Oktober 2026

