Politik: EU-Verteidigungslücken in Brüssel
Brüssel () – Die EU-Staaten wenden zwar viel Geld für ihre Verteidigung auf, schaffen es aber offenbar nicht, zentrale Fähigkeitslücken zu schließen.
Das ist die Quintessenz eines Zwischenberichts zum angestrebten Ziel der EU, sich bis 2030 selbst gegen einen russischen Angriff konventionell verteidigen zu können. Der als vertraulich eingestufte Bericht wurde unter Federführung der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA) erstellt; die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet über ihn in der Entwurfsfassung, die an die Mitgliedstaaten verschickt worden ist. Wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Zeitung bestätigt haben sollen, sei sie mit der Schlussversion nahezu identisch.
„Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen über die aktuellen Trends hinausgehen und einen grundlegenden Wandel hinsichtlich des Umfangs und des Tempos der Verteidigungsinvestitionen, der Fähigkeitsentwicklung und der industriellen Kapazitäten herbeiführen“, zitiert die FAZ aus dem Bericht. Als Hauptgrund für die Defizite werde die nicht untereinander abgestimmte Beschaffung von Rüstungsgütern genannt. So lag der Anteil gemeinsamer Beschaffungen von EU-Staaten an den Rüstungsinvestitionen 2025 bei lediglich 13 Prozent. Das ist nicht nur niedriger als 2022 (18 Prozent), sondern vom selbst gesetzten Zielwert für 2030 (40 Prozent) weit entfernt.
In dem Bericht wird nach FAZ-Angaben die fortdauernde Abhängigkeit von den USA bemängelt, insbesondere bei strategischen Befähigern wie der Luftbetankung, der Gefechtsfeldaufklärung und der Weltraumüberwachung sowie beim Luftverteidigungssystem Patriot. Große Lücken bestehen darüber hinaus bei Kampfpanzern und Infanteriefahrzeugen, bei Marinefähigkeiten, bei Munition, Bomben und Raketen sowie modernen Technologien. Gemischt ist das Bild bei Artilleriesystemen, Drohnen und militärischer Mobilität.
„Das Schließen bestehender Lücken und die Erfüllung aller Fähigkeitsanforderungen bis 2030 wird sich aufgrund fragmentierter Investitionen sowie langer und komplexer Entwicklungszyklen als äußerst schwierig erweisen“, zitiert die FAZ aus dem Bericht, den die Staats- und Regierungschefs vor einem Jahr in Auftrag gegeben hatten. „Die Einsatzbereitschaft wird von keinem Mitgliedstaat im Alleingang erreicht werden.“
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
Bildhinweis: |
Bundeswehrsoldat in Flecktarnuniform (Archiv)
|
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
In dem bereitgestellten Artikeltext werden keine vollständigen Namen von Personen genannt.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Europäische Verteidigungsagentur (EDA), Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), Europäische Union (EU), USA, Brüssel, Patriot
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Brüssel, Europäische Union (EU) / Mitgliedstaaten
Worum geht es in einem Satz?
Laut einem (vertraulichen) Zwischenbericht der Europäischen Verteidigungsagentur können die EU-Staaten trotz hoher Verteidigungsbudgets die zentralen Fähigkeitslücken bis 2030 offenbar nicht schließen, weil Beschaffungen zu wenig abgestimmt sind, Investitionen fragmentiert bleiben und zudem große Abhängigkeiten – etwa von den USA – sowie Defizite in mehreren strategischen Bereichen bestehen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Nicht untereinander abgestimmte Beschaffung von Rüstungsgütern
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien wird beschrieben, nur Inhalte aus einem Zwischenbericht und dessen Bewertung der EU-Fähigkeitslücken.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Langfristig unzureichende Umsetzung der bis 2030 angestrebten konventionellen Verteidigungsfähigkeit
- Fortbestehende Fähigkeitslücken in mehreren zentralen Bereichen wie Luftbetankung Gefechtsfeldaufklärung und Weltraumüberwachung
- Weiterhin bestehende Abhängigkeit von den USA bei strategischen Befähigern
- Unzureichende Abdeckung und Leistungsfähigkeit bei Luftverteidigungssystemen
- Mangelnde Fortschritte bei Kampfpanzern und Infanteriefahrzeugen
- Defizite bei Marinefähigkeiten
- Lücken bei Munition Bomben und Raketen
- Rückstand bei modernen Technologien
- Schwierigere Schließung bestehender Lücken durch fragmentierte Investitionen
- Verzögerte Entwicklung und nur schwer planbare Erhöhung der Einsatzbereitschaft aufgrund langer und komplexer Entwicklungszyklen
- Keine einzelne Nation kann die geforderten Fähigkeiten allein vollständig erreichen
- Unterschreitung der Ziele für gemeinsame Beschaffungen von 2022 bis 2030
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Im Text wird die Aussage aus dem Zwischenbericht zitiert („Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen…“), und zudem wird eine weitere Einschätzung daraus zitiert („Das Schließen bestehender Lücken…“).
- Zwei Schwerverletzte nach Unfall bei Borken - 29. September 2026
- Autofahrer bei schwerem Verkehrsunfall auf der A 2 bei Castrop-Rauxel lebensgefährlich verletzt - 29. September 2026
- Widerstand gegen Polizeibeamte bei Haftbefehl in Apolda - 29. September 2026

