Wirtschaftskrieg gegen Ukraine in Kiew
Kiew () – Im Krieg gegen die Ukraine nimmt Russland offenbar zunehmend neuralgische Punkte der ukrainischen Wirtschaft ins Visier. „Russland hat begonnen, alle für die Ukraine relevanten Branchen systematisch zu zerstören“, sagte Robert Kirchner, Ökonom und Ukrainekenner des Beratungsunternehmens Berlin Economics, dem „Spiegel“. Dabei gehe es „schon längst nicht mehr nur um einzelne Häfen, Kraftwerke oder Lager. Es entwickelt sich ein umfassender Wirtschaftskrieg“, so Kirchner.
Das Ziel dürfte sein, die ukrainische Bevölkerung zu zermürben und die ukrainische Wirtschaft massiv zu schwächen. Während der Kreml das erste Ziel in den vergangenen Jahren nicht erreicht hat, werden die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Ukraine tatsächlich größer.
Experten rechnen mit einem nur noch schwachen Wirtschaftswachstum von gerade einmal 1,1 Prozent. Die ökonomische Lage verschärfe sich, warnte Kirchner: Das Wachstum dürfte geringer ausfallen und werde hauptsächlich von der starken Militärproduktion getrieben.
Hintergrund sind Russlands jüngste Angriffswellen gegen Lagerhäuser, Medikamenten-Depots, Supermärkte und insbesondere Stahlwerke. So wurden die Anlagen von Zaporizhstal im Südosten der Ukraine seit Mitte August gleich vier Mal gezielt angegriffen, zuletzt am 17. September. Bereits im August brach die Stahlproduktion in der Ukraine deshalb um mehr als 57 Prozent zum Vorjahresmonat ein.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Flagge der Ukraine (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Robert Kirchner
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Berlin Economics, Der Spiegel, Russland, Ukraine, Kreml
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: Seit Mitte August, zuletzt am 17. September (in diesem Kontext: seit Mitte August mehrfache Angriffe; zuletzt am 17. September).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Kiew, Ukraine (Kiew (dts Nachrichtenagentur)); Südosten der Ukraine (Zaporizhstal)
Worum geht es in einem Satz?
Laut Robert Kirchner (Berlin Economics) zielt Russland im Ukrainekrieg zunehmend auf systematische Zerstörung zentraler ukrainischer Wirtschaftsbranchen, um die Bevölkerung zu zermürben und die Wirtschaft massiv zu schwächen—mit der Folge schwachen Wachstums (nur etwa 1,1%) und besonders starken Angriffen auf Stahlwerke wie Zaporizhstal.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Russische Angriffswellen gegen Lagerhäuser, Medikamenten-Depots, Supermärkte und insbesondere Stahlwerke
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Experten sehen eine Reaktion mit zunehmenden Sorgen über einen umfassenden Wirtschaftskrieg Russlands gegen die Ukraine
- Es werden keine konkreten Aussagen zur Reaktion von Politik Öffentlichkeit oder Medien im Text genannt
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Schwächung des ukrainischen Wirtschaftswachstums
- Erwartung eines nur noch schwachen Wirtschaftswachstums von rund 1,1 Prozent
- Zunahme der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Ukraine
- Wachstum fällt geringer aus und wird überwiegend durch die Militärproduktion getragen
- Rückgang der Stahlproduktion in der Ukraine um mehr als 57 Prozent zum Vorjahresmonat
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Im Artikel wird eine Stellungnahme von Robert Kirchner (Berlin Economics) zitiert („Russland hat begonnen, alle für die Ukraine relevanten Branchen systematisch zu zerstören“ sowie weitere Aussagen).
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