Breite Kritik an Spritpreis-Maßnahmen der Bundesregierung

Breite Kritik an Spritpreis-Maßnahmen der Bundesregierung

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Politik: Spritpreise in Berlin

() – Die Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner kritisiert die Beschlüsse der für Spritpreis-Entlastungen als unzureichend. „Ein Preisdeckel und niedrigere Steuern können kurzfristig helfen“, sagte Schwerdtner der Funke-Mediengruppe. „Aber ein Pflaster heilt noch keine Wunde. Was weiterhin fehlt, ist ein Plan, wie Energie langfristig bezahlbar wird und nicht zum Luxusgut wird.“



Erntopia spielen

Solange bei Öl und Gas von internationalen Krisen und Konflikten abhängig bleibe, sei der nächste Preisschock nur eine Frage der Zeit, fügte die Linken-Vorsitzende hinzu. Die Bundesregierung müsse deshalb endlich beides angehen: mehr Druck für diplomatische Lösungen und deutlich mehr Tempo beim Umstieg auf erneuerbare Energien. Man brauche nicht nur Hilfe bis zur nächsten Krise, sondern eine Strategie für dauerhaft bezahlbare Energie.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) bewertet die Beschlüsse der Bundesregierung zur Entlastung bei den Spritkosten als zweischneidig. Gut sei, dass die Bundesregierung jetzt handelt, denn die brauchten schnelle Entlastung, sagte die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Allerdings halte der Verband Gießkannenlösungen wie den Tankrabatt nicht für die richtige Lösung. Sie kosteten den Staat und die Steuerzahler Millionen oder gar Milliarden, entlasteten aber auch diejenigen, die keine Unterstützung benötigten. Das sei unsolidarisch.

Den Spritpreisdeckel hingegen begrüßte Engelmeier als sinnvolle Maßnahme, um die Bürger vor weiteren Preissprüngen zu schützen. Es sei allerdings enttäuschend und absolut nicht nachvollziehbar, dass krisenbedingte Übergewinne nicht konsequenter abgeschöpft würden.

Die Verbandsvorsitzende forderte die Koalition zudem auf, bereits an die nächsten Schritte zu denken. Bei den Entlastungen dürfe man sich nicht nur auf die Zapfsäulen beziehen, die Bundesregierung müsse gerade jetzt mit Blick auf und Winter auch hohe Heiz- und Stromkosten in den Fokus nehmen.

Die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV), Ramona Pop, kritisiert die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zur Absenkung der Spritpreise als zu wenig zielgerichtet. „Die Bundesregierung greift erneut zur Gießkanne. Das ist teuer, kurzsichtig und wenig zielgenau“, sagte Pop der „Rheinischen Post“. Stattdessen brauche es jetzt Entlastungsmaßnahmen, die vor allem Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen erreichten und zugleich die beginnende Heizperiode in den Blick nähmen, forderte Deutschlands oberste Verbraucherschützerin.

Eine kurzfristige Reaktion an der Zapfsäule ersetze kein durchdachtes Entlastungskonzept für steigende Energiekosten, mahnte Pop. Zur notwendigen Weitsicht gehöre auch, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern konsequent zu verringern. Denn es müsse verhindert werden, dass jede weltpolitische Krise unmittelbar an der Zapfsäule oder im Heizkeller teuer zu Buche schlage, sagte die VZBV-Vorständin.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Tankstelle am 18.09.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Ines Schwerdtner, Michaela Engelmeier, Ramona Pop

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die Linken, Ines Schwerdtner, Funke-Mediengruppe, Sozialverband Deutschland (SoVD), Michaela Engelmeier, Bundesregierung, Funke-Mediengruppe, Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Ramona Pop, „Rheinische Post“

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis (bzw. die Berichterstattung/Äußerungen in dem Text) fand am 18.09.2026 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

In dem Artikel kritisieren Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner sowie der SoVD und der Verbraucherzentrale Bundesverband die von der Bundesregierung beschlossenen Spritpreis-Entlastungen als zu kurzsichtig bzw. „Gießkanne“, und fordern stattdessen einen langfristigen Plan für dauerhaft bezahlbare Energie sowie stärkere Maßnahmen auch bei Heiz- und Stromkosten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Abhängigkeit Deutschlands von Öl und Gas aus internationalen Krisen und Konflikten
  • unzureichende bzw. nicht zielgerichtete Beschlüsse der Bundesregierung für Spritpreis-Entlastungen (u.a. zu wenig Tempo beim Umstieg auf erneuerbare Energien)
  • fehlender langfristiger Plan für dauerhaft bezahlbare Energie

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Ines Schwerdtner (Die Linke) kritisiert die Beschlüsse der Bundesregierung als unzureichend
  • Schwerdtner sagt, ein Preisdeckel und niedrigere Steuern könnten kurzfristig helfen, ein langfristiger Plan fehle aber
  • SoVD bewertet die Entlastungen als zweischneidig
  • SoVD begrüßt schnelle Entlastung und kritisiert den Tankrabatt als Gießkannenlösung wegen Kosten und fehlender Solidarität
  • SoVD fordert konsequentere Abschöpfung krisenbedingter Übergewinne
  • SoVD fordert weitere Schritte auch mit Blick auf hohe Heiz- und Stromkosten im Herbst und Winter
  • Ramona Pop (VZBV) kritisiert die Maßnahmen als zu wenig zielgerichtet und als teure Gießkanne
  • Pop fordert Entlastungen, die vor allem Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen erreichen und die Heizperiode berücksichtigen
  • Pop warnt, dass kurzfristige Reaktionen an der Zapfsäule kein durchdachtes Gesamtkonzept für steigende Energiekosten ersetzen
  • Pop fordert, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern konsequent zu verringern

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • kurzfristige Entlastung für Bürger und Schutz vor weiteren Sprüngen bei Spritpreisen
  • langfristiger Bedarf an einem Plan für dauerhaft bezahlbare Energie
  • Kritik an Maßnahmen, die nicht zielgenau sind, darunter Gießkannenlösungen
  • Kostenbelastung für Staat und Steuerzahler durch unsolidarische Unterstützung
  • Forderung nach konsequenter Abschöpfung krisenbedingter Übergewinne
  • Notwendigkeit, neben Sprit auch hohe Heiz- und Stromkosten in Herbst und Winter stärker zu berücksichtigen
  • mehr zielgerichtete Entlastung für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen
  • Vermeidung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, um Wiederholung von Preisschocks zu verhindern

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja: Es werden Stellungnahmen von Ines Schwerdtner (Die Linken), Michaela Engelmeier (SoVD), und Ramona Pop (VZBV) zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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