Bildung und Medienpolitik in Berlin
Berlin () – In einer Mitgliederbefragung der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk bewerten rund 90 Prozent der Medienpädagogen die Medienbildung an deutschen Schulen als „sehr schlecht“. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagausgabe).
Nach Angaben der Befragten fehlt es nicht an ausreichender Technik in den Schulen, sondern an verbindlichen Strukturen. Bemängelt werden unzureichende medienpädagogische Qualifikation und Fortbildung, fehlende Verankerung von Medienbildung im Lehrplan und fehlendes qualifiziertes Personal. Ob Medienbildung an einer Schule stattfindet und gelingt, hänge bislang vom Engagement einzelner Lehrer und der Schulleitung ab, so das Ergebnis der Befragung.
Das Kinderhilfswerk knüpft damit an Forderungen einer Expertenkommission für besseren Jugendschutz im Auftrag der Bundesregierung an. Kai Hanke, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, fordert, dass Bund und Länder sich nicht allein in politischen Absichtserklärungen erschöpfen dürfen, sondern konsequenterweise die notwendigen Bedingungen dafür schaffen müssen, dass gute Medienbildung in der Schulpraxis gelingt. An jeder Schule müsse es mindestens eine medienpädagogisch qualifizierte Ansprechperson geben, an die sich Schüler mit belastenden medienbezogenen Fragen wenden können.
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Kinder in einer Schule (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Kai Hanke
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur, Deutsches Kinderhilfswerk, Neue Osnabrücker Zeitung, Bundesregierung
Wann ist das Ereignis passiert?
Donnerstagausgabe.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Laut einer Mitgliederbefragung bewerten rund 90 % der Medienpädagogen die Medienbildung an deutschen Schulen als „sehr schlecht“, weil es vor allem an verbindlichen Strukturen, qualifizierter Aus- und Fortbildung sowie verankerter Umsetzung im Lehrplan fehlt und damit der Erfolg oft vom Engagement einzelner Lehrkräfte abhängt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Fehlende verbindliche Strukturen für Medienbildung in den Schulen
- Unzureichende medienpädagogische Qualifikation und Fortbildung
- Fehlende Verankerung von Medienbildung im Lehrplan
- Fehlendes qualifiziertes Personal
- Abhängigkeit davon, ob Medienbildung an einer Schule stattfindet und gelingt, vom Engagement einzelner Lehrer und der Schulleitung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Unzureichende medienpädagogische Qualifikation und Fortbildung für Lehrkräfte
- Fehlende verbindliche Strukturen für Medienbildung an Schulen
- Keine ausreichende Verankerung von Medienbildung im Lehrplan
- Mangel an qualifiziertem Personal für Medienbildung
- Medienbildung hängt stärker vom Engagement einzelner Lehrkräfte und Schulleitungen ab
- Erhöhter Bedarf an Bund und Ländern, entsprechende Bedingungen verbindlich umzusetzen
- Forderung nach mindestens einer medienpädagogisch qualifizierten Ansprechperson pro Schule
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Kai Hanke (Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes) fordert in der Mitgliederbefragung konkrete Maßnahmen von Bund und Ländern für bessere Medienbildung.
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