Rüstungsindustrie unterstützt Wadephul bei Ukraine-Forderung

Rüstungsindustrie unterstützt Wadephul bei Ukraine-Forderung

News - Politik - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Wirtschaft & Rüstung in Berlin

() – Außenminister Johann Wadephul (CDU) erhält von der Rüstungsindustrie Zuspruch in der Debatte über die von Deutschland und der EU finanzierten Waffenbestellungen der .

„Der Außenminister hat recht: Wenn Deutschland die Ukraine finanziell unterstützt, sollten mit diesem Steuergeld auch vorrangig und europäische Systeme beschafft werden“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), Armin Papperger, dem „Spiegel“.

Der Vorstandschef des Rüstungskonzerns Rheinmetall bezog sich dabei auf Artilleriemunition und Luftverteidigung, aber auch auf Satellitenaufklärung. „Damit stärken wir unmittelbar die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine und bauen zugleich die industriellen Kapazitäten in Deutschland aus“, sagte Papperger. „Diese werden für unsere eigene Sicherheit und die Verteidigung Europas dringend benötigt.“

Damit reagiert der Konzernboss auf eine Aussage von Minister Wadephul im Podcast des „Bild“-Redakteurs Paul Ronzheimer. „Wir sind mittlerweile der stärkste Unterstützer der Ukraine, was finanzielle und militärische Unterstützung angeht.“ Es müsse „naturgemäß“ so sein, dass die deutsche Rüstungsindustrie davon profitiert.

Die Bemerkungen des Unionspolitikers spiegeln laut „Spiegel“ eine wachsende Frustration innerhalb der wider. So beobachtet man nicht nur im Ukraine-Stab im Wehrressort, sondern auch im Kanzleramt eine Verschiebung bei den Waffenwünschen der Ukrainer.

„Seit dem früheren Verteidigungsminister Fedorow gibt es einen Trend, dass Kiew von unserem fast nur noch Systeme aus der eigenen Produktion finanzieren will“, sagte ein Insider dem „Spiegel“. Der Trend gehe mittlerweile so weit, dass sich selbst Drohnen aus deutsch-ukrainischer Produktion nicht mehr auf den Waffen-Wunschlisten aus Kiew wiederfänden. Das Thema spielte auch eine Rolle auf der Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt diese Woche. In einem der nicht öffentlichen Teile erwähnte der deutsche Ukraine-Botschafter Boris Ruge, man könne einen neuen Trend erkennen.

Laut „Spiegel“ berichtete Ruge, zu Beginn des Kriegs habe es bei den Waffenlieferungen eine Einbahnstraße in die Ukraine gegeben. Vor allem im Bereich Drohnen aber gebe es mittlerweile die Tendenz, mit dem westlichen Geld die eigene Produktion anzukurbeln und die verschiedenen Systeme später auch im Ausland anzubieten. Der Botschafter kündigte an, das Thema in den kommenden Monaten intensiv mit der ukrainischen Seite zu besprechen und dabei auch deutsche Interessen zu vertreten.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Johann Wadephul am 09.09.2026

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Johann Wadephul, Armin Papperger, Paul Ronzheimer, Fedorow, Boris Ruge

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Johann Wadephul, CDU, Armin Papperger, Bundesverband der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), Rheinmetall, Deutschland, EU, Ukraine, Bundeswehrressort (Wehrressort), Kanzleramt, Bild, Spiegel, Auswärtigen Amt, Ukraine-Stab im Wehrressort, Fedorow, Boris Ruge

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand am 09.09.2026 statt (im Text: „Johann Wadephul am 09.09.2026“; außerdem wird gesagt, dass das Thema diese Woche auf einer Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt eine Rolle spielte).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Außenminister Johann Wadephul erhält Zuspruch von der Rüstungsindustrie, weil bei Ukraine-Waffenhilfe vorrangig deutsche und europäische Systeme beschafft werden sollten, während zugleich laut „Spiegel“ innerhalb der Bundesregierung eine wachsende Frustration über den Trend besteht, dass Kiew zunehmend eigene Produktionen statt westliche (deutsche) Systeme mit dem deutschen Geld priorisiert.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Auslöser war eine Aussage von Außenminister Johann Wadephul im Podcast des „Bild“-Redakteurs Paul Ronzheimer, wonach Deutschland die Ukraine finanziell unterstützt und dabei auch vorrangig deutsche und europäische Systeme beschafft werden sollten
  • Hintergrund war eine laut „Spiegel“ wachsende Frustration innerhalb der Bundesregierung über die Verschiebung der Waffenwünsche der Ukrainer hin zu Systemen aus ukrainischer Produktion, finanziert mit westlichem Geld
  • Hintergrund war der Trend, dass Kiew „seit dem früheren Verteidigungsminister Fedorow“ mit dem eigenen Geld fast nur noch Systeme aus der eigenen Produktion finanzieren bzw. auf den Waffen-Wunschlisten westliche Systeme zunehmend seltener auftauchen, unter anderem auch bei Drohnen
  • Hintergrund war, dass das Thema auf der Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt diese Woche aufgegriffen wurde, nachdem der deutsche Ukraine-Botschafter Boris Ruge einen neuen Trend bei der Nutzung des westlichen Geldes für ukrainische Produktion beschrieben hatte

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Wadephul erhält von der Rüstungsindustrie Zuspruch in der Debatte über Waffenbestellungen für die Ukraine
  • Armin Papperger (BDSV) sagt, Deutschland solle vorrangig deutsche und europäische Systeme mit dem Steuergeld beschaffen
  • Rheinmetall- Vorstandschef unterstützt die Linie und nennt Artilleriemunition Luftverteidigung und Satellitenaufklärung als Bereiche
  • Laut Spiegel spiegelt dies eine wachsende Frustration innerhalb der Bundesregierung
  • Im Ukraine-Stab und im Kanzleramt werde eine Verschiebung bei den Waffenwünschen der Ukrainer beobachtet
  • Auf der Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt wurde der neue Trend aufgegriffen und Wadephul indirekt dadurch flankiert
  • Der deutsche Ukraine-Botschafter Boris Ruge kündigt an, das Thema in den kommenden Monaten intensiv mit der ukrainischen Seite zu besprechen und dabei deutsche Interessen zu vertreten

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Verstärkung der Position der deutschen und europäischen Rüstungsindustrie in der Debatte über Waffenfinanzierungen
  • Ausbau industrieller Kapazitäten in Deutschland mit Bezug auf Luftverteidigung und Artilleriemunition
  • Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine durch bevorzugte Beschaffung eigener und europäischer Systeme
  • Geplante Intensivierung der Gespräche mit der ukrainischen Seite über künftige Beschaffungs- und Produktionsschwerpunkte
  • Unterstützung deutscher Interessen im Rahmen der Waffenwünsche aus der Ukraine
  • Entstehen oder Verschärfung eines innenpolitischen Drucks innerhalb der Bundesregierung wegen wechselnder Waffenpräferenzen
  • Verlagerung hin zu einer stärkeren Finanzierung ukrainischer Eigenproduktionen mit möglicher Folge veränderter Beschaffungslisten

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Armin Papperger (BDSV) wird mit einer Stellungnahme zitiert, in der er Minister Johann Wadephul zustimmt („Der Außenminister hat recht…“).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert