Rheinmetall fürchtet Scheitern von Panzerprojekt mit Frankreich

Rheinmetall fürchtet Scheitern von Panzerprojekt mit Frankreich

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Rüstungsindustrie: Herausforderungen in Europa

Berlin () – Der Vorstandschef von Deutschlands größtem Rüstungskonzern Rheinmetall, Armin Papperger, schließt nicht aus, dass Frankreich nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfflugzeug FCAS auch beim Zukunftspanzer-Projekt MGCS aussteigt.

„Eine Gefahr ist immer da, aber es ist noch nichts entschieden“, sagte Papperger der „Welt am Sonntag“. Nach Informationen des Rheinmetall-Chefs plane Frankreich bereits, das Budget für das MGCS-Projekt drastisch zu kürzen. Im Gespräch sei ein Betrag „von weniger als der Hälfte“ der bisherigen Planungen. „Wir haben null Entscheidungen über das finale Budget“, sagte Papperger.

Die Konsequenz eines gekürzten Budgets wären Streichungen von Leistungsanteilen und dadurch auch weitere Verzögerungen bei dem Vorhaben. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte der Rheinmetall-Chef. Bisher haben die vier beteiligten Unternehmen in dem seit rund zehn Jahren laufenden Programm erst 25 Millionen Euro erhalten. „Das ist natürlich sehr wenig Geld“, erklärte Papperger.

Die beiden Rüstungsprojekte FCAS und MGCS waren praktisch zeitgleich 2017 gestartet worden. Damals kündigten der französische Präsident Emmanuel Macron und die damalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Vorhaben an. Während FCAS als Kernelement die Entwicklung eines Kampfflugzeugs der sechsten Generation als Nachfolger des Eurofighters und der Rafale zum Ziel hatte, stehen bei MGCS (Main Ground Combat System) die Entwicklung eines bodengebundenen Kampfsystems und die gemeinsame Entwicklung eines Zukunftspanzers als Nachfolger des deutschen Leopard 2 und des französischen Leclerc im Mittelpunkt.

Selbst bei einem Scheitern des MGCS-Vorhabens könnte Deutschland trotzdem seine Position als weltweit führender Panzerbauer sichern. Denn als Brückenlösung haben die von deutscher Seite beteiligten Unternehmen – Rheinmetall und KNDS Deutschland – vor gut einem Jahr schon die Entwicklung eines Leopard 3 gestartet. Die ersten Exemplare sollen Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden, während die Einsatzbereitschaft des MGCS-Panzers erst in den 2040er Jahren erwartet wird. „Das ist eine Wahnsinnszeit“, so Papperger. „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“

Der Rheinmetall-Chef sieht außerdem erhebliche Hürden für eine Konsolidierung des europäischen Rüstungsmarkts. Das Scheitern des FCAS-Kampfflugzeugs sei wahrscheinlich eine Mixtur aus staatlichen und industriellen Uneinigkeiten gewesen. Es werde noch immer sehr national gedacht, zum Schutz von Eigeninteressen. „Wenn man eine Konsolidierung in Europa machen möchte, müsste das natürlich auch irgendwie politisch mit unterstützt werden. Aber das sehen wir im Augenblick nicht“, sagte Papperger. Die Konsolidierung müsse über die Firmen erfolgen. „Es wird nur manchmal behindert über Regierungen. Vor allem dann, wenn auch Staatsbetriebe mit dabei sind“, sagte er. „Die Regierungen wollen bei Staatsbetrieben ihren Einfluss haben und natürlich wollen sie die Konsolidierung nicht.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Rheinmetall (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Armin Papperger, Emmanuel Macron, Angela Merkel

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:

Rheinmetall, Frankreich, FCAS, MGCS, Emmanuel Macron, Angela Merkel, CDU, KNDS Deutschland

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Berlin, Frankreich, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Rheinmetall-CEO Armin Papperger warnt, dass Frankreich möglicherweise beim Zukunftspanzerprojekt MGCS aussteigen könnte, da es plant, das Budget drastisch zu kürzen, was zu weiteren Verzögerungen führen würde.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Aus für das deutsch-französische Kampfflugzeug FCAS
  • Geplante drastische Kürzungen im Budget für das MGCS-Projekt
  • Geringe finanzielle Mittel für die bisherigen Entwicklungsarbeiten
  • Zusätzliche Schwierigkeiten durch nationale Interessen und Uneinigkeiten
  • Mangelnde politische Unterstützung für eine Konsolidierung des Rüstungsmarkts

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Der Artikel beschreibt keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Kürzung des Budgets für das MGCS-Projekt
  • Streichungen von Leistungsanteilen
  • Verzögerungen bei dem Vorhaben
  • Langsame Fortschritte aufgrund geringerer finanzieller Mittel
  • Risikobehaftete Planung für das MGCS
  • Deutschland sichert Position als führender Panzerbauer trotz möglichem Scheitern
  • Entwicklung eines Leopard 3 als Brückenlösung
  • Hürden für Konsolidierung des europäischen Rüstungsmarkts
  • Nationale Interessen erschweren Zusammenarbeiten
  • Politische Unterstützung für Konsolidierung nicht erkennbar

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Armin Papperger, dem Vorstandschef von Rheinmetall, zitiert. Er äußerte, dass „eine Gefahr immer da ist, aber es ist noch nichts entschieden“ bezüglich der möglichen Kürzung des Budgets für das MGCS-Projekt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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