Wirtschaft: Frankfurter Börse unter Druck
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Mittwoch nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag weiter in den roten Bereich abgerutscht. Gegen 12:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 25.645 Punkten berechnet, ein Minus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Schlussniveau des vorherigen Handelstags. An der Spitze der Kursliste rangierten RWE, SAP und Eon, am Ende Rheinmetall, Siemens und Heidelberg Materials.
„Die Anleger in Frankfurt blicken mit großer Sorge auf die weiter steigenden Energiepreise“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Insbesondere die Nordseesorte Brent hat das Stressniveau von 100 US-Dollar wieder überschritten. Mit Blick auf die anstehenden Notenbanksitzungen werden die Investoren nervös.“
„Außerdem schiebt sich so langsam ein weiteres Megaevent in die Wahrnehmung der Börsianer. Am großen Verfallstermin an den Terminbörsen am Freitag kommender Woche wird allein in den USA mit einem Volumen im Optionsbereich von rund sechs Billionen US-Dollar gerechnet.“ Das entspricht in etwa 35 Prozent aller ausstehenden Optionsgeschäfte und setzt die Rekordserie aus dem Juni fort. H“istorisch betrachtet liegt das durchschnittliche Nominalvolumen im September im Bereich zwischen vier und fünf Billionen US-Dollar“, so Lipkow.
Die Investoren bleiben auch deshalb an den Seitenlinien und überließen den Verkäufern das Feld, sagte der Analyst. „Die erneute Eskalation im Nahen Osten und die damit verbundenen Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus ergeben derzeit kein angenehmes Investitionsumfeld.“ Daher verwundere es nicht weiter, dass auch der Dax den Rückwärtsgang eingelegt habe und trotz der positiveren Konjunkturperspektiven für Deutschland keine Fans finde.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmittag kaum verändert: Ein Euro kostete 1,1627 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8601 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 100,60 US-Dollar; das waren 2,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Frankfurt/Main, dts Nachrichtenagentur, Dax, CMC Markets, Andreas Lipkow, RWE, SAP, Eon, Rheinmetall, Siemens, Heidelberg Materials, Brent, US-Dollar, Euro, Europäische Gemeinschaftswährung, Terminbörsen, Optionen (Optionsbereich), Juni, September, Straße von Hormus
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: Mittwoch (am Mittwoch im Artikel), gegen 12:30 Uhr bzw. gegen 12 Uhr deutscher Zeit.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main (Frankfurter Börse)
Worum geht es in einem Satz?
Der Dax rutschte am Mittwochmittag nach einem schwachen Start weiter ins Minus, belastet vor allem durch steigende Energie- und Ölpreise (Brent über 100 US-Dollar) sowie erhöhte Unsicherheit wegen möglicher Notenbankentscheidungen, Nahost-Spannungen und dem großen Options-Verfall mit sehr hohem Volumen in den USA, während der Euro kaum verändert bei 1,1627 US-Dollar lag und der Ölpreis deutlich zulegte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Weiter steigende Energiepreise, insbesondere das Überschreiten der 100-US-Dollar-Marke bei Nordseesorte Brent
- Nervosität der Investoren mit Blick auf anstehende Notenbanksitzungen
- Megaevent am großen Verfallstermin an den Terminbörsen am Freitag kommender Woche mit sehr hohem erwarteten Optionsvolumen in den USA
- Erneute Eskalation im Nahen Osten und damit verbundene Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Sorge der Anleger wegen weiter steigender Energiepreise, insbesondere wieder über 100 US-Dollar liegender Brent-Preis
- Investoren nervös wegen anstehender Notenbanksitzungen
- Unsicherheiten durch erneute Eskalation im Nahen Osten und mögliche Auswirkungen rund um die Straße von Hormus als Belastungsfaktor für das Investitionsumfeld
- Keine positive Reaktion der Anleger, Dax bleibt wegen Verkäufen im Rückwärtsgang trotz positiverer Konjunkturperspektiven
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Weiter schwacher Verlauf des Dax bis in den roten Bereich
- Größere Verunsicherung der Anleger durch weiter steigende Energiepreise
- Zusätzlicher Druck durch das erneute Überschreiten der Marke von 100 US-Dollar bei Brent
- Nervosität der Investoren vor bevorstehenden Notenbanksitzungen
- Erwartung eines sehr hohen Volumens am großen Verfallstermin an den Terminbörsen
- Fortsetzung der Rekordserie bei Optionsgeschäften im September
- Investoren bleiben häufiger an der Seitenlinie und überlassen den Verkäufern das Feld
- Insgesamt unvorteilhaftes Investitionsumfeld durch Unsicherheiten im Nahen Osten und rund um die Straße von Hormus
- Rückwärtsgang beim Dax trotz positiver Konjunkturperspektiven für Deutschland
- Anstieg des Ölpreises, insbesondere bei Brent
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, es wird eine Stellungnahme zitiert: Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, sagt, dass die Anleger in Frankfurt mit großer Sorge auf die steigenden Energiepreise blicken.
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