Politik in Berlin: Streit um Zuckersteuer
Berlin () – Die von der Bundesregierung geplante Zuckersteuer auf süße Getränke bringt dem Staat nach Berechnungen von Verbänden der Lebensmittelindustrie fast zehnmal so hohe Steuermehreinnahmen wie eingeplant. Das berichtet die „Bild“.
Dem Deutschen Brauer-Bund, dem Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) und der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke zufolge taxieren die jährlichen Mehreinnahmen durch die Steuer sowie die zusätzliche Mehrwertsteuer auf insgesamt 3,97 Milliarden Euro. Eingeplant im Bundeshaushalt sind bislang Mehreinnahmen von 450 Millionen Euro pro Jahr.
Je nach Zuckergehalt würden sich beispielsweise Limonaden- und Cola-Kästen zwischen 2,50 Euro und 4,50 Euro je Kasten verteuern, zitiert die „Bild“ weiter aus den Berechnungen. „Vier Euro mehr pro Kiste – da liegt momentan die höchste Verbrauchssteuer für Getränke in Europa auf dem Tisch“, sagte VDM-Geschäftsführer Jürgen Reichle der Zeitung: „Wie beim Benzin werden auch bei Getränken die Menschen in Deutschland die Zeche zahlen.“
Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, sagte der Zeitung: „Nach Jahren massiver Kostensteigerungen brauchen Wirtschaft und Verbraucher wirksame Entlastung statt neuer Steuern. Die Politik kann nicht auf der einen Seite bezahlbare Lebensmittel fordern und auf der anderen Seite eine Sondersteuer auf alle möglichen Getränke einführen. Diese Pläne sind maßlos und das völlig falsche Signal.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Jürgen Reichle, Holger Eichele
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutscher Brauer-Bund, Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM), Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Laut Berechnungen von Verbänden der Lebensmittelindustrie würde die geplante Zuckersteuer auf süße Getränke in Deutschland dem Staat deutlich höhere Einnahmen bringen (3,97 Milliarden Euro statt 450 Millionen Euro jährlich) und Verbraucher sowie Getränkehersteller entsprechend belasten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Die von der Bundesregierung geplante Zuckersteuer auf süße Getränke
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagieren im Artikel nicht in Form konkreter Reaktionen, sondern es werden nur Aussagen von Verbänden der Lebensmittelindustrie zitiert und deren Kritik an der Zuckersteuer wiedergegeben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Steuermehreinnahmen von insgesamt 3,97 Milliarden Euro pro Jahr
- deutlich höhere Einnahmen als bisher im Bundeshaushalt eingeplant mit rund 450 Millionen Euro pro Jahr
- spürbare Verteuerung von Limonaden und Cola je Kasten zwischen 2,50 und 4,50 Euro
- höhere Preise durch zusätzliche Mehrwertsteuerbelastung
- Belastung von Wirtschaft und Verbrauchern durch höhere Kosten für Getränke
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Im Artikel werden Stellungnahmen von Jürgen Reichle (VDM) und Holger Eichele (Deutscher Brauer-Bund) zitiert.
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