Politik in Berlin: Wochenarbeitszeit im Fokus
Berlin () – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert von der Bundesregierung, die geplante Einführung einer Wochenarbeitszeit zwingend an Tarifverträge zu koppeln. „Vereinbarungen über Wochenarbeitszeitmodelle gehören in Tarifverträge – dort wird auf Augenhöhe das passende Modell für den Betrieb verhandelt“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Die bisherige gesetzliche Festlegung auf einen Acht-Stunden-Tag müsse erhalten bleiben, weil eine Wochenhöchstgrenze tägliche Schichten von 13 Stunden am Stück legalisiere, für alle, in jedem Job. Das Arbeitszeitgesetz sei kein Hindernis für Flexibilität, sondern schütze 43 Millionen Beschäftigte vor Überlastung und Unfällen.
Die Bundesregierung ringt um die Einführung einer Wochenarbeitszeit. Einen ersten Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), der vorsieht, die Einführung einer Wochenarbeitszeit per Tarifvertrag zu ermöglichen, haben Union und Wirtschaft als zu restriktiv abgelehnt. Im Koalitionsvertrag heißt es, man wolle „die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer täglichen Höchstarbeitszeit schaffen“.
Piel wies darauf hin, dass das Arbeitszeitgesetz schon jetzt Arbeitszeiten von zehn Stunden täglich an sechs Tagen in der Woche ermögliche. „Was Beschäftigte brauchen, ist ganz sicher kein Arbeitsende, das jeden Tag auf Zuruf nach hinten verschoben wird“, sagte sie. Echte Vereinbarkeit entstehe mit Tarifverträgen, guten Kindertagesstätten und Ganztagsschulen – nicht durch den gesetzlichen 13-Stunden-Tag.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Anja Piel, Bärbel Bas
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesregierung, Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), Union, Wirtschaft, SPD, Arbeitszeitgesetz, Koalitionsvertrag, Redaktionsnetzwerk Deutschland
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der DGB fordert die Bundesregierung auf, jede geplante Einführung einer Wochenarbeitszeit zwingend an Tarifverträge zu koppeln und betont, dass das Arbeitszeitgesetz mit einem Acht-Stunden-Tag Beschäftigte vor Überlastung schützt, während die Wochenhöchstgrenze sonst tägliche 13-Stunden-Schichten legalisieren könnte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Geplante Einführung einer Wochenarbeitszeit durch die Bundesregierung
- Vorschlag, Wochenarbeitszeit per Tarifvertrag zu ermöglichen (Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Bärbel Bas)
- Ablehnung durch Union und Wirtschaft wegen als zu restriktiv bewerteter Regelung
- Koalitionsvertrag: Schaffung der Möglichkeit einer wöchentlichen statt einer täglichen Höchstarbeitszeit
- Sorge, dass die Wochenhöchstgrenze tägliche Schichten von 13 Stunden am Stück legalisieren würde
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Der DGB fordert, dass die Einführung von Wochenarbeitszeit zwingend an Tarifverträge gekoppelt wird
- Es wird die bisherige gesetzliche Festlegung auf einen Acht-Stunden-Tag verteidigt
- Hintergrund ist, dass Union und Wirtschaft einen ersten Gesetzentwurf zur Wochenarbeitszeit per Tarifvertrag als zu restriktiv ablehnten
- Im Koalitionsvertrag wird die Schaffung einer wöchentlichen statt täglichen Höchstarbeitszeit betont
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Kopplung der Wochenarbeitszeit an Tarifverträge als notwendige Voraussetzung
- Erhalt der bisherigen gesetzlichen Festlegung auf einen Acht-Stunden-Tag
- Vermeidung der Legalisierung täglicher Schichten von 13 Stunden am Stück
- Schutz von Beschäftigten vor Überlastung und Unfällen durch das Arbeitszeitgesetz
- Arbeitszeitregelungen sollen den Schutzgedanken des Arbeitszeitgesetzes nicht unterlaufen
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll durch Tarifverträge sowie gute Betreuungs- und Bildungsangebote erreicht werden
- Kritik an einer täglichen Höchstarbeitszeit, die nur durch Flexibilisierung auf Zuruf nach hinten verschoben wird
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel wird mit einer Stellungnahme im Artikel zitiert.
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