Politik: Harte Regeln für Social Media in Berlin
Berlin () – Deutschlands Kinder- und Jugendärzte fordern zum Schutz Jugendlicher „harte Regeln“ gegen soziale Medien. „Dass Social Media gerade junge Menschen krank und dumm macht, ist längst erwiesen. Die Bundesregierung und der neue Gesundheitsminister Linnemann müssen endlich handeln“, sagte Jakob Maske, Bundessprecher des Pädiater-Berufsverbandes BVKJ, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagsausgabe).
„Es gibt längst die Möglichkeit, national Bedingungen für Plattformen zu setzen. Die Engländer machen es vor. Es geht um die Zukunft unserer Kinder und damit unserer Gesellschaft“, so Maske. „Kluge Vorschläge liegen auf dem Tisch. Jetzt müssen sie ohne falsche Rücksichtnahme auf die mächtigen Konzerne beschlossen werden.“
Der Kinderarzt sagte, er merke fast jeden Tag in seiner Praxis, dass sich die Probleme immer weiter verschärfen. Kinder könnten sich der krassen Beeinflussung auf den Plattformen kaum noch entziehen, und Jugendlichen sei es fast nicht mehr möglich, sich eine freie Meinung zu bilden. Die Fälle von risikobehafteter Bildschirmnutzung steigen und steigen.
Schuld daran sei auch „ein gravierendes Elternversagen, was Social Media und Bildschirmnutzung angeht“, so Maske. „Wenn ich ins Wartezimmer schaue, kleben dort Eltern und Kinder an ihren Smartphones. Schon Kleinkinder haben Kopfhörer auf und ein Tablet vor der Nase. Es gibt leider einen enormen Trend, noch kleinere Kinder mit den Geräten abzulenken, damit sie still sind.“
Allerdings könne die Politik die Eltern mit den Problemen auch nicht alleinlassen. „Es gibt Spiele wie Roblox, das ist ab 16, wo die Nutzer ihre eigenen Räume bauen. Da können auch Kinder reingeraten und bekommen Dinge zu sehen, die sie als Erwachsener nicht sehen wollen. Das ist verdammt verstörend“, so Maske.
Für den Schutz der Jugendlichen sei der Verband inzwischen auch „durchaus offen für ein Verbot von Social Media, etwa bis 14 Jahren“, sagte der BVKJ-Sprecher weiter. Das könne ein Baustein sein, aber das reiche nicht. In Australien sei zu beobachten, dass acht von zehn Jugendlichen das Verbot umgehen und die Anwendungen trotzdem nutzen. Auch Voreinstellungen am Handy könne jeder einigermaßen pfiffige Jugendliche rasch umgehen. „Am Ende braucht es schlicht harte Regeln für die Betreiber.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Jakob Maske, Linnemann
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutschlands Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Jakob Maske, Bundesregierung, Linnemann, Neuen Osnabrücker Zeitung, BVKJ, England, Roblox, Australien, Betreiber
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Deutschlands Kinder- und Jugendärzte fordern angesichts zunehmender gesundheitlicher Probleme bei Jugendlichen „harte Regeln“ gegen soziale Medien, notfalls mit einem Verbot bis 14 Jahren, und kritisieren sowohl die Untätigkeit der Politik als auch das Versagen vieler Eltern.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Social Media macht junge Menschen laut Jakob Maske „krank und dumm“
- Probleme verschärfen sich zunehmend in der Praxis
- Jugendliche könnten sich kaum noch entziehen und sich fast nicht mehr frei eine Meinung bilden
- Risikobehaftete Bildschirmnutzung nimmt zu
- gravierendes Elternversagen im Umgang mit Social Media und Bildschirmnutzung
- Trend, auch kleinere Kinder mit Geräten abzulenken und still zu halten
- Inhalte/Plattformen wie Roblox, bei denen Jugendliche in ungewollte, verstörende Inhalte geraten können
- Bundesregierung und der neue Gesundheitsminister Linnemann müssten handeln, es gebe dafür aber noch keine ausreichenden Maßnahmen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- BVKJ fordert von Politik und Bundesregierung harte Regeln gegen Social Media zum Schutz Jugendlicher
- Der Bundessprecher beklagt, dass Bundesregierung und neuer Gesundheitsminister Linnemann bisher nicht ausreichend gehandelt hätten
- Kritik richtet sich außerdem an Eltern wegen angeblichem Versagen im Umgang mit Bildschirmnutzung
- Medienreaktion wird über ein Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung indirekt hergestellt, konkrete weitere Medien- oder Öffentlichkeitsreaktionen werden nicht beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Probleme durch soziale Medien nehmen bei Kindern und Jugendlichen weiter zu
- risikobehaftete Bildschirmnutzung steigt kontinuierlich
- Jugendliche können sich kaum noch einer Beeinflussung auf Plattformen entziehen
- Jugendlichen wird es fast unmöglich, sich eine freie Meinung zu bilden
- es gibt verstörende Inhalte, denen auch Minderjährige trotz Altersgrenzen ausgesetzt sein können
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Jakob Maske, Bundessprecher des Pädiater-Berufsverbandes BVKJ, wird mit seiner Stellungnahme („… müssen endlich handeln“) zitiert.
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