BUND kritisiert Niedrigwasserkonferenz ohne Umweltverbände

BUND kritisiert Niedrigwasserkonferenz ohne Umweltverbände

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Umweltpolitik in Berlin: Niedrigwasser und Schifffahrt

Berlin () – Der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Olaf Bandt, hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) dafür kritisiert, dass er keine Umweltverbände zu seiner „Niedrigwasserkonferenz“ eingeladen hat.

„Was wir brauchen, sind langfristige und nachhaltige Lösungen“, sagte Bandt. „Dass bei der Niedrigwasserkonferenz keine einzige Umweltorganisation dabei ist, zeigt, dass sich die Bundesregierung nur auf die akuten wirtschaftlichen Folgen der niedrigen Pegelstände konzentriert.“

Die Bundesregierung verkenne die eigentlichen Probleme. „Wir müssen mehr Wasser in den Flächen halten, Wasserentnahmen reduzieren und unsere Flüsse klimaresilient machen. Nur so können die Folgen der Trockenheit begrenzt werden“, sagte er.

„Die niedrigen Flusspegel sind kein kurzfristiges Wetterphänomen, sondern Symptom der Klimakrise. Deutschland handelt beim Schutz seines Wasser viel zu zögerlich und spät“, kritisierte der BUND-Vorsitzende. „Dabei gibt die Nationale Wasserstrategie vor, wie es geht. Intakte Flusslandschaften sind natürliche Wasserspeicher, die ökologisch gestärkt werden müssen. Die Binnenschifffahrt muss an die Flüsse angepasst werden und nicht umgekehrt. Niedrige Pegel können nicht einfach weggebaggert werden.“

Primäres Ziel gemäß der Nationalen Wasserstrategie sollte der Schutz von Oberflächen- und Grundwasserreserven sein, sowie die ökologischen Funktionen der Flüsse aufrechtzuerhalten, forderte der BUND. Statt die Flüsse für immer größere Schiffe zu vertiefen, sollten neue, für Niedrigwasser geeignete Schiffstypen eingesetzt werden. Dazu sollten entsprechende Anreize geschaffen und bestehende Förderprogramme aufgestockt werden.

Zudem müsse Lagerhaltung wieder zum Standard werden, um Lieferengpässe auszugleichen. Denn mit derartigen niedrigen Wasserständen sei in Zukunft auch am Rhein vermehrt zu rechnen. Um Transporteinschränkungen bei extremem Niedrigwasser vorzubeugen, müsse daher der Transport auf der Schiene zu einer finanziell attraktiven Alternative werden. Entsprechende Investitionen ins Schienennetz speziell für den Güterverkehr seien somit unumgänglich.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wasser (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Olaf Bandt, Steffen Bilger

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

BUND, Olaf Bandt, Steffen Bilger, CDU

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt kritisiert Verkehrsminister Steffen Bilger dafür, bei seiner Niedrigwasserkonferenz keine Umweltverbände einzuladen, und fordert stattdessen nachhaltige Klimaschutz- und Wassermaßnahmen wie weniger Entnahmen, mehr Wasser in der Fläche, klimaresiliente Flüsse sowie angepasste Logistik (u. a. für Niedrigwasser und mehr Bahn statt Schifffahrt).

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Keine Einladung von Umweltverbänden zur Niedrigwasserkonferenz durch Bundesverkehrsminister Steffen Bilger

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Olaf Bandt (BUND-Vorsitzender) kritisiert Steffen Bilger dafür, dass bei der „Niedrigwasserkonferenz“ keine Umweltverbände eingeladen waren
  • Bandt wirft der Bundesregierung vor, sich vor allem auf akute wirtschaftliche Folgen der niedrigen Pegelstände zu konzentrieren
  • Bandt kritisiert, dass die niedrigen Flusspegel als Symptom der Klimakrise zu spät und zu zögerlich angegangen würden
  • Bandt fordert mehr Wasser in den Flächen zu halten, Wasserentnahmen zu reduzieren und Flüsse klimaresilient zu machen
  • Er fordert den Schutz von Oberflächen- und Grundwasserreserven sowie den Erhalt der ökologischen Funktionen der Flüsse
  • Bandt fordert Anpassungen bei der Binnenschifffahrt und statt fortgesetzten Vertiefungen neue, für Niedrigwasser geeignete Schiffstypen sowie passende Anreize und Förderprogramme
  • Er fordert wieder mehr Lagerhaltung als Standard und Investitionen in den Güterverkehr auf der Schiene als Alternative bei extremem Niedrigwasser

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Langfristige und nachhaltige Lösungen statt kurzfristiger, rein wirtschaftlicher Betrachtung
  • Mehr Wasser in den Flächen halten
  • Wasserentnahmen reduzieren
  • Flüsse klimaresilient machen
  • Trockenheitsfolgen begrenzen durch entschlossenes Handeln
  • Ökologische Funktionen der Flüsse aufrechterhalten
  • Oberflächen- und Grundwasserreserven schützen
  • Binnenschifffahrt an niedrigwassergeeignete Bedingungen anpassen statt Flüsse weiter auszubauen
  • Einsatz neuer, für Niedrigwasser geeigneter Schiffstypen fördern
  • Lagerhaltung als Standard etablieren, um Lieferengpässe auszugleichen
  • Schiene als finanziell attraktive Alternative stärken, um Transporteinschränkungen bei extremem Niedrigwasser vorzubeugen
  • Investitionen ins Schienennetz für den Güterverkehr ausweiten

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja—Olaf Bandt (BUND-Vorsitzender) wird mit mehreren wörtlichen Zitaten zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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