Sicherheitspolitik in Leipzig nach Drohnenvorfall
Leipzig () – Nach dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig hat der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Marc Henrichmann (CDU), sich dafür ausgesprochen, die Betreiber von kritischer Infrastruktur (KRITIS) stärken.
Man müsse das Konzept zur Drohnenabwehr bundesweit denken und die Sicherheitsbehörden befähigen, Drohnen frühzeitig detektieren zu können, sagte er der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Wo rechtlich zulässig und erforderlich, sollten Drohnen abgewehrt werden dürfen, notfalls auch durch Betreiber von KRITIS-Einrichtungen. Dazu gehöre auch, offensichtliche Aufklärungsmöglichkeiten zu reduzieren: Wenn wichtige Flugzeuge oder militärisch relevante Luftfahrzeuge auf Flughäfen von außerhalb des Geländes ungehindert eingesehen und ausgespäht werden könnten, bestehe Handlungsbedarf.
Der Vorfall am Frachtflughafen Leipzig/Halle sei ein ernst zu nehmender Sicherheitsvorfall, der nun von den zuständigen Sicherheitsbehörden umfassend aufgeklärt werden müsse, sagte Henrichmann. „Nach den bislang bekannten Informationen soll die Drohne mit einem Sprengsatz in der Nähe eines ukrainischen Antonov-Flugzeugs gefunden worden sein. Sollten sich diese Erkenntnisse bestätigen, spricht vieles dafür, dass hier versucht wurde, ein für die Ukraine bedeutendes Unternehmen gezielt zu treffen.“ Der Vorfall passe in das bekannte Muster hybrider Angriffe, stelle aber eine neue Eskalationsstufe solcher Angriffe dar.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Marc Henrichmann (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Marc Henrichmann
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, Parlamentarisches Kontrollgremium, Flughafen Leipzig, Sicherheitsbehörden, KRITIS, Rheinische Post
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Flughafen Leipzig, Flughafen Leipzig/Halle
Worum geht es in einem Satz?
Der CDU-Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Marc Henrichmann, fordert nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig die Stärkung der KRITIS-Sicherheitsstrukturen, eine bundesweit ausgerichtete Drohnenabwehr sowie eine gründliche Aufklärung des Vorfalls, der – falls sich die bisherigen Hinweise bestätigen – möglicherweise als gezielter Angriff auf ein für die Ukraine bedeutendes Unternehmen zu werten ist.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig, bei dem die Drohne mit einem Sprengsatz in der Nähe eines ukrainischen Antonov-Flugzeugs gefunden worden sein soll
- Verdacht, dass versucht wurde, ein für die Ukraine bedeutendes Unternehmen gezielt zu treffen
- Einordnung als Versuch im Rahmen hybrider Angriffe mit neuer Eskalationsstufe
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Henrichmann sprach sich dafür aus, Betreiber kritischer Infrastruktur zu stärken und die Sicherheitsbehörden zur frühzeitigen Detektion von Drohnen zu befähigen
- Er forderte, wo rechtlich zulässig und erforderlich, Drohnenabwehr auch durch KRITIS-Betreiber zu ermöglichen
- Er verwies darauf, dass Aufklärungsmöglichkeiten reduziert werden müssten, etwa wenn Luftfahrzeuge von außerhalb des Geländes ungehindert eingesehen werden könnten
- Der Vorfall wurde als ernstzunehmender Sicherheitsvorfall bewertet, der von den zuständigen Sicherheitsbehörden umfassend aufgeklärt werden müsse
- Er ordnete den Vorfall als Teil eines Musters hybrider Angriffe ein und beschrieb ihn als neue Eskalationsstufe
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Sicherheitsbehörden sollen befähigt werden, Drohnen frühzeitig zu detektieren
- Drohnenabwehr soll bundesweit konsequent konzipiert und umgesetzt werden
- Wo rechtlich zulässig und erforderlich, sollen Drohnen abgewehrt werden dürfen, auch durch Betreiber von KRITIS-Einrichtungen
- Aufklärungsmöglichkeiten sollen reduziert werden, insbesondere durch eingeschränkte Einsicht auf wichtige bzw militärisch relevante Luftfahrzeuge auf Flughäfen
- Die zuständigen Sicherheitsbehörden sollen umfassend aufklären, was geschehen ist
- Es soll Handlungsbedarf bestehen, wenn wichtige oder militärisch relevante Luftfahrzeuge außerhalb des Geländes ungehindert eingesehen oder ausgespäht werden können
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, es wird eine Stellungnahme von Marc Henrichmann (CDU) zitiert.
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