Politik: Linnemann und Gesundheitsreform in Berlin
Berlin () – Der designierte Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat Zweifel an seiner Eignung für das Amt zurückgewiesen und begründet, warum er sich vor einem Jahr noch gegen den Gesundheitsministerposten ausgesprochen hatte.
„Wenn die Uhr auf die Zeit kurz nach der Bundestagswahl zurückgedreht würde, würde ich wieder so antworten“, sagte Linnemann der „Bild“. „Die Ausgangslage war damals eine andere. Ich hatte im Wahlkampf immer wieder für die Abschaffung des Bürgergelds geworben. Das war ein zentrales Versprechen der Union. Das wollte ich unbedingt einlösen.“ Daher habe er sich für eine Doppelfunktion entschieden: „Ich machte als Generalsekretär weiter, um im Koalitionsausschuss mitreden zu können, und ich übernahm das Amt des Fraktionsvize für Arbeit und Soziales, um die Reform im Bereich der Grundsicherung voranzutreiben und dramatische Fehlentwicklungen zu stoppen und umzukehren.“
Jetzt sei das Bürgergeld Geschichte, so Linnemann, und die neue Grundsicherung eingeführt. „Gleichzeitig verhandle ich jetzt seit über einem Jahr auch die Gesundheitsthemen im Koalitionsausschuss und sehe, dass auch im Gesundheitswesen ein erheblicher Reformdruck vorliegt.“ Das Gesundheitsministerium sei „zu einem der zentralen Reformressorts der Regierung geworden“, so der CDU-Politiker weiter. „Das war auch der Grund, warum mich der Bundeskanzler gebeten hat, das Ressort zu übernehmen. Wir müssen einfach wissen: Wir haben eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt, aber eben nicht eines der besten. Weder sind die Menschen in Deutschland im Durchschnitt gesünder als anderswo, noch haben wir eine höhere Lebenserwartung.“ Er habe „großen Respekt vor der neuen Aufgabe“, so Linnemann. „Ich weiß, dass ich mich noch tiefer werde einarbeiten müssen. Aber ich traue mir das zu.“
Dem Sender Phoenix hatte Linnemann im Mai 2025 gesagt, es sei nicht „sein Ding“, Minister zu sein, nur damit das irgendwo in Wikipedia stehe. „Wenn sie mich jetzt aufgestellt hätten, weiß ich nicht, als Gesundheitsminister, wäre ich wahrscheinlich nicht erfolgreich gewesen. Die Leute hätten gesagt: Warum wird der Gesundheitsminister, was hat der damit zu tun? Und deswegen: Schuster, bleib` bei deinen Leisten, mach das, was du kannst.“
Linnemann kündigte an, im neuen Amt die Zahl der Krankenkassen reduzieren zu wollen und die Beiträge zu stabilisieren: „Für die Reduzierung der Zahl der Krankenkassen setze ich mich ja seit Langem ein. Und dass die Sozialbeiträge stabilisiert, ja eigentlich sinken müssten, steht außer Frage. Aber es wird nicht einfach werden. Da mache ich mir nichts vor.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Carsten Linnemann am 24.07.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Carsten Linnemann
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
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Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am 24.07.2026 statt (Foto/Bezug: „Carsten Linnemann am 24.07.2026, via dts Nachrichtenagentur“).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der designierte Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) äußert Zweifel an seiner ursprünglichen Ablehnung des Ministerpostens vor einem Jahr mit veränderten politischen Ausgangsbedingungen und erklärt, nun die Gesundheitspolitik im Koalitionsausschuss sowie im neuen Amt reformieren zu wollen, u.a. durch weniger Krankenkassen und stabilere Beiträge.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
im Wahlkampf immer wieder für die Abschaffung des Bürgergelds geworben und das zentrale Unionsversprechen unbedingt einlösen wollen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Im Artikel wird keine konkrete Reaktion von Politik Öffentlichkeit oder Medien beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Reformdruck im Gesundheitswesen durch den Wechsel in zentrale Regierungsthemen
- Einführung neuer Grundsicherung als Voraussetzung für nachfolgende politische Arbeit
- Gesundheitspolitische Verhandlungen im Koalitionsausschuss über längere Zeit als Grundlage für Reformen
- Reduzierung der Zahl der Krankenkassen
- Stabilisierung der Beiträge in der Krankenversicherung trotz erwartetem Aufwand
- Notwendigkeit einer intensiven Einarbeitung in das neue Aufgabengebiet
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Carsten Linnemann äußert sich in Zitaten direkt zu seiner Eignung und seinem früheren Standpunkt sowie zu seinen Zielen als designierter Gesundheitsminister.
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