Wirtschaft: Neue US-Zölle weltweit
Washington () – Die US-Regierung hat neue Zölle auf Importe aus 60 Ländern angekündigt, die bereits ab Freitag in Kraft treten sollen. Wie aus einer Mitteilung des US-Handelsbeauftragten vom Donnerstag hervorgeht, sollen die Zölle im nominalen Bereich von 10 bis 12,5 Prozent liegen und die allermeisten US-Importe betreffen.
Nachdem frühere Maßnahmen vom Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten abgelehnt wurden, hat die US-Regierung sich nun alle Mühe gegeben, eine Begründung zu finden: Sie beruft sich auf angeblich mangelnden Einsatz der entsprechenden Länder gegen Zwangsarbeit.
Denn das US-Handelsgesetz von 1974 erlaubt, gegen unfaire ausländische Praktiken vorzugehen, die den US-Handel beeinträchtigen. Und solche will die US-Regierung nach „monatelanger Untersuchung“ in Sachen Zwangsarbeit bei der Produktion von Gütern, die in die USA exportiert werden, gefunden haben.
Mit 10 Prozent sollen künftig den niedrigeren Satz Länder zahlen, die nach Ansicht der US-Regierung selbst immerhin ein Einfuhrverbot für Waren aus Zwangsarbeit erlassen haben oder sich im Rahmen eines Abkommens über den gegenseitigen Handel zur Einführung und Durchsetzung eines solchen Verbots verpflichtet haben. Konkret benannt werden Argentinien, Bangladesch, Kambodscha, Kanada, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Honduras, Indien, Indonesien, Jordanien, Malaysia, Mexiko, Pakistan, Sri Lanka, Trinidad und Tobago sowie das Vereinigte Königreich.
„10 Prozent oder 12,5 Prozent“ sollen für die Europäische Union, Taiwan, Japan, Korea und die Schweiz gelten, „sofern für diese keine anderweitige Ausnahme gilt“. Alle anderen betroffenen Länder müssen 12,5 Prozent zahlen.
Ausnahmen soll es für Rohstoffe geben, die bei Zollerhebung zu einem Mangel an inländischem Angebot führen könnten, sowie für Produkte, die wirtschaftliche Störungen verursachen, wie es hieß.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Industrieanlagen in den USA (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Es kommen im Artikel keine namentlich genannten Personen vor; es werden nur Institutionen/Organisationen erwähnt (z. B. US-Handelsbeauftragter, Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten).
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
United States, US-Regierung, US-Handelsbeauftragter, Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten, US-Handelsgesetz (von 1974), Europäische Union, Taiwan, Japan, Korea, Schweiz.
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitbereich:Donnerstag (im Artikelkontext: Ankündigung der Zölle, die ab Freitag in Kraft treten sollen).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Washington, Vereinigte Staaten
Worum geht es in einem Satz?
Die US-Regierung kündigte neue Zölle auf Importe aus 60 Ländern an, die bereits ab Freitag gelten sollen, mit Sätzen von 10 bis 12,5 Prozent, begründet mit angeblich unzureichenden Maßnahmen dieser Länder gegen Zwangsarbeit bei der Produktion von Waren für den US-Export.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Monatelange Untersuchung durch die US-Regierung zur Zwangsarbeit bei der Produktion von Gütern, die in die USA exportiert werden sollen
- Behaupteter mangelnder Einsatz der betroffenen Länder gegen Zwangsarbeit
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Erhöhte Kosten für Importeure und potenziell höhere Preise für Verbraucher
- Mögliche Beeinträchtigung von Lieferketten durch zusätzliche Handelshemmnisse
- Verschärfung von Handelskonflikten mit den betroffenen Ländern und Regionen
- Reaktionen der Handelspartner durch Gegenmaßnahmen oder veränderte Handelsstrategien
- Belastung der betroffenen Branchen und Unternehmen durch geringere Wettbewerbsfähigkeit
- Unsicherheit für Investitionen und Geschäftsplanung aufgrund kurzfristiger Zolländerungen
- Potenzieller Rückgang des Handelsvolumens zwischen den USA und den betroffenen Ländern
- Erhöhte administrative und Compliance-Aufwände für Unternehmen zur Einhaltung der neuen Zollregelungen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein.
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