Politik in Berlin: Lohntransparenz im Fokus
Berlin () – Die Bundestagsvizepräsidentin Josephine Ortleb (SPD) hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) für die verpasste Umsetzung der neuen EU-Regeln für mehr Lohntransparenz kritisiert.
„Das große Problem ist, dass weiter kein Gesetzesentwurf vorliegt, obwohl wir den schon vor Monaten eingefordert haben“, sagte Ortleb dem Tagesspiegel. Nun müsse man zügig in die Umsetzung. „Der Ball liegt im Haus der zuständigen Ministerin Karin Prien.“
Deutschland hat am Montag eine Frist zur Umsetzung neuer EU-Regeln für mehr Lohntransparenz verpasst. „Dass wir das nicht geschafft haben, ist bitter“, sagte Ortleb. Prien habe angekündigt, den Entwurf „sehr bald“ im Kabinett vorzulegen. Die SPD-Politikerin zeigte sich zuversichtlich, dass Prien etwaige Zweifler in den eigenen Reihen überzeugen werde.
Trotz scharfer Kritik von Arbeitgebern und Teilen der Union ist Ortleb davon überzeugt, dass die Richtlinie in Deutschland umgesetzt wird. „Sie wird auf jeden Fall kommen“, sagte sie. Die Argumente dagegen kann sie nicht nachvollziehen. „Die Sorge über angeblich neue Bürokratie finde ich problematisch.“
Das Argument werde besonders häufig angeführt, wenn es um die Rechte von Frauen gehe. Vergleichbares habe man in der Diskussion um Regeln für mehr Frauen in Führungspositionen erlebt. „Und die Wirtschaft ist daran auch nicht kaputtgegangen“, sagte Ortleb. Sie sei fest davon überzeugt, dass sich auch Lohntransparenz bürokratiearm umsetzen lasse.
Die EU-Richtlinie gehe aus ihrer Sicht auf die Belange kleiner und großer Unternehmen ein. „Wir sollten sie eins zu eins umsetzen, also weder darüber hinausgehen noch unter dem Scheinargument Bürokratie die Rechte von Frauen schwächen“, sagte Ortleb. Nur wenn man die Lohnunterschiede sehe, könne man sie auch beheben. „Es geht darum, dass Millionen Frauen endlich bekommen, was ihnen zusteht.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Josephine Ortleb (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Josephine Ortleb, Karin Prien
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Josephine Ortleb, SPD, Bundesfamilienministerin Karin Prien, CDU, Tagesspiegel, Deutschland, EU, Union.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Bundestagsvizepräsidentin Josephine Ortleb kritisiert Bundesfamilienministerin Karin Prien für die verzögerte Umsetzung neuer EU-Regeln zur Lohntransparenz und fordert eine zügige Gesetzesvorlage, um die Rechte von Frauen zu stärken.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Verpasste Frist zur Umsetzung neuer EU-Regeln für Lohntransparenz
- Fehlender Gesetzesentwurf trotz früherer Forderung
- Kritik an der Bundesfamilienministerin Karin Prien
- Sorgen um vermeintliche Bürokratie als häufiges Gegenargument
- Notwendigkeit, Lohnunterschiede zu erkennen und zu beheben
- Verbindung zwischen Lohntransparenz und Frauenrechten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Josephine Ortleb kritisiert Karin Prien für fehlenden Gesetzesentwurf
- Frist zur Umsetzung neuer EU-Regeln für Lohntransparenz verpasst
- Ortleb fordert zügige Umsetzung der Regelungen
- Prien plant, Entwurf "sehr bald" im Kabinett vorzulegen
- Ortleb zeigt Zuversicht bezüglich Überzeugung der Zweifler in Prien's Reihen
- Trotz Kritik von Arbeitgebern und Union bleibt Ortleb optimistisch für Umsetzung
- Ablehnung von Bürokratieargumenten in Bezug auf Frauenrechte
- Vergleich zu Regelungen für mehr Frauen in Führungspositionen
- Forderung nach eins zu eins Umsetzung der EU-Richtlinie
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Kritik an der Umsetzung der EU-Regeln für Lohntransparenz
- Fehlender Gesetzesentwurf trotz früherer Forderungen
- Notwendigkeit zügiger Umsetzung
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- Zuversicht hinsichtlich der baldigen Vorlage des Entwurfs
- Überzeugung, dass die Richtlinie umgesetzt wird
- Ablehnung der Argumente gegen die Umsetzung
- Problematik der Bürokratie bei Frauenrechten
- Glaube an bürokratiearme Umsetzung der Lohntransparenz
- Betonung der Bedeutung der Lohnunterschiede für Frauenrechte
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Josephine Ortleb zitiert. Sie kritisiert die verpasste Umsetzung der neuen EU-Regeln für mehr Lohntransparenz und betont, dass "der Ball liegt im Haus der zuständigen Ministerin Karin Prien."
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