Wohnungswirtschaft warnt vor Minusrekord am Bau

Wohnungswirtschaft warnt vor Minusrekord am Bau

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Wohnungsbaukrise in Deutschland: Alarm schlagen

Berlin () – Der Spitzenverband der deutschen Wohnungswirtschaft schlägt Alarm: Deutschland droht in diesem Jahr ein weiterer Minusrekord am Bau.

„Deutschland erlebt eine historische Wohnraumkrise“, sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Irankrieg, steigende Baukosten, Inflation und Zinsen, aber auch Koalitionsstreitigkeiten drohten, den „Aufschwung abzuwürgen“, bevor er begonnen habe. Im vergangenen Jahr wurden laut GdW-Zahlen noch 206.000 neue Wohnungen fertiggestellt – und das war schon ein Rekordtief. Gedaschko fürchtet, dass man dieses Jahr „sogar unter die Marke von 200.000 rutschen könnte. Und das, obwohl im sozialen Wohnungsbau quasi alle neuen Zusatzkosten bislang `weggefördert` werden. Das kann nicht mehr lange gut gehen für den Steuerzahler.“

Auch die Regierung treffe eine Mitverantwortung dafür, dass nicht wenigstens die Kosten gesenkt würden: „Wir bewegen uns in einem furchtbaren Bürokratie-Dschungel – nicht nur, weil bislang alle teuren DIN-Normen eingehalten werden müssen und immer neue, kostenträchtige erfunden werden“, sagte Gedaschko dem „Focus“. Dem müsse man einen neuen, bezahlbaren, rechtssicheren Basisstandard entgegensetzen, den man auch im Mietrecht gut gebrauchen könnte. Der neue Standard entspräche etwa dem Bauen des Jahres 2006. „Die beiden SPD-regierten Ministerien Bau und Justiz wollen leider etwas ganz anderes: eine jeweils individuell vertraglich völlig neu zu vereinbarende Regelung.“ Das werde noch teurer und sei „nicht die Deutschland-Geschwindigkeit, die wir dringend bräuchten“.

Fazit des Verbands-Präsidenten, dessen Mitgliedsunternehmen für rund sechs Millionen Wohnungen im Land stehen: „Wenn wir wenigstens den einfacheren Gebäudetyp E mit dem Basisstandard endlich hätten, könnten wir 15 Prozent günstiger bauen. Wir könnten dadurch mindestens zehn Prozent mehr Sozialwohnungen fürs gleiche Geld bauen. Will nur in Berlin irgendwie niemand hören.“ Gedaschkos Prognose fürs laufende Jahr: „Für Mieter wird sich auch mittelfristig an den akuten Notlagen nichts ändern. Der Markt wird weiterhin von Mangelverwaltung dominiert. Bauherren müssen mit erneut steigenden Kosten rechnen. Es wird also schlicht noch weniger gebaut als eh schon.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bauarbeiter auf Baustelle (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Axel Gedaschko

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

GdW, Focus, SPD

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Deutschland, Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Der GdW-Präsident warnt vor einem drohenden Rekordtief im Wohnungsbau in Deutschland, bedingt durch hohe Baukosten, Inflation und Bürokratie, und befürchtet, dass die Zahl neuer Wohnungen 2023 unter 200.000 fallen könnte, was die bereits angespannte Wohnraumkrise weiter verschärfen würde.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Historische Wohnraumkrise in Deutschland
  • Irankrieg
  • Steigende Baukosten
  • Inflation
  • Zinsen
  • Koalitionsstreitigkeiten
  • Bürokratie-Dschungel
  • Kostenpflichtige DIN-Normen
  • Notwendigkeit eines neuen Bau-Standards
  • Mangel an Sozialwohnungen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Spitzenverband der deutschen Wohnungswirtschaft schlägt Alarm wegen Wohnraumkrise
  • GdW-Präsident Axel Gedaschko warnt vor historischem Minusrekord am Bau
  • Forderung nach Senkung der Kosten und bürokratischer Hürden
  • Regierung trägt Mitverantwortung für die derzeitige Situation
  • Vorschlag für neuen, bezahlbaren Basistandard beim Bauen
  • Prognose: Weitere Reduzierung der neu gebauten Wohnungen
  • Mieter werden mittelfristig keine Entlastung erfahren
  • Marktsituation wird von Mangelverwaltung geprägt, steigende Baukosten erwartet

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Historischer Minusrekord am Bau
  • Verschärfung der Wohnraumkrise
  • Erwartung von weniger als 200.000 neuen Wohnungen
  • Steuerzahler belastet
  • Erhöhte Kosten für Bauherren
  • Mangel an Sozialwohnungen
  • Akute Notlagen für Mieter bleiben bestehen
  • Dominanz von Mangelverwaltung auf dem Markt
  • Steigende Baukosten prognostiziert

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von GdW-Präsident Axel Gedaschko zitiert, der die aktuelle Wohnraumkrise in Deutschland beschreibt und die Verantwortung der Regierung kritisiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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