Wirtschaftliche Lage der Kliniken in Deutschland
Berlin () – 74 Prozent der Kliniken beurteilen ihre derzeitige wirtschaftliche Lage als eher unbefriedigend, in größeren Häusern ab 600 Betten sind es sogar 95 Prozent. Das geht aus dem ersten Konjunkturbarometer für die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hervor, über das die „Rheinische Post“ (Samstagausgabe) berichtet.
Auch die Erwartungen sind trüb: In den nächsten sechs Monaten erwarten 59 Prozent der Häuser, dass sich ihre wirtschaftliche Lage eher verschlechtern wird. In ländlichen Regionen sind es bis zu 79 Prozent.
Nur neun Prozent der Krankenhäuser erklärten, sie könnten ihre durchschnittlichen Betriebsausgaben unbegrenzt aus vorhandenen liquiden Mitteln decken. In den übrigen Häusern reiche die Liquidität im Mittel für sechs Wochen aus, um die laufenden Betriebsausgaben zu finanzieren, hieß es.
DKG-Chef Gerald Gaß sagte der Zeitung, die Liquidität vieler Häuser reiche heute kaum noch für wenige Wochen. Er stellte ernsthaft die Frage, wie manche Kliniken Ende des Jahres beispielsweise Weihnachtsgeld bezahlen sollten. Eine solche Liquiditätsreserve von wenigen Wochen ermögliche kein normales Wirtschaften mehr.
Besonders alarmierend sei, dass diese Befragung entstanden sei, noch bevor das volle Ausmaß der Sparpläne der Bundesregierung wirklich voll bewusst wurde, sagte er. Die Befragung wurde vom 17.04. bis zum 22.04.2026 durchgeführt. „Es geht um die nackte wirtschaftliche Existenz vieler Kliniken“, mahnte Gaß die Bundesregierung. Wer jetzt nicht handele, riskiere eine strukturelle Gefährdung der Krankenhausversorgung in Deutschland.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Krankenhaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind: Gerald Gaß.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), Rheinische Post, Bundesregierung
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand im Zeitraum vom 17.04. bis zum 22.04.2026 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
74 Prozent der Kliniken bewerten ihre wirtschaftliche Lage als unbefriedigend, 59 Prozent erwarten eine Verschlechterung in den nächsten sechs Monaten, was die Notwendigkeit eines Handlungsbedarfs der Bundesregierung zur Sicherung der Krankenhausversorgung in Deutschland unterstreicht.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- 74 Prozent der Kliniken beurteilen wirtschaftliche Lage als unbefriedigend
- In großen Häusern (ab 600 Betten) sind es 95 Prozent
- 59 Prozent der Häuser erwarten Verschlechterung in den nächsten sechs Monaten
- In ländlichen Regionen bis zu 79 Prozent mit pessimistischen Erwartungen
- Nur 9 Prozent der Krankenhäuser können Betriebsausgaben unbegrenzt decken
- Liquidität reicht bei den meisten Häusern im Durchschnitt nur für sechs Wochen
- DKG-Chef nennt Liquiditätssituation alarmierend
- Sparpläne der Bundesregierung noch nicht vollständig absehbar
- Befragung zeigt existentielle wirtschaftliche Bedrohung vieler Kliniken
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- 74 Prozent der Kliniken beurteilen wirtschaftliche Lage als unbefriedigend
- 95 Prozent der größeren Häuser (über 600 Betten) ebenfalls unzufrieden
- 59 Prozent der Kliniken erwarten Verschlechterung in den nächsten sechs Monaten
- In ländlichen Regionen bis zu 79 Prozent mit negativer Erwartung
- Nur 9 Prozent der Krankenhäuser können Betriebsausgaben unbegrenzt decken
- Liquidität reicht im Durchschnitt nur für sechs Wochen
- DKG-Chef Gerald Gaß äußert ernsthafte Bedenken zur Liquidität
- Frage nach der Zahlung von Weihnachtsgeld für viele Kliniken
- Warnung vor struktureller Gefährdung der Krankenhausversorgung
- Befragung fiel in Zeit vor Bewusstsein über Sparpläne der Bundesregierung
Welche Konsequenzen werden genannt?
- 74 Prozent der Kliniken beurteilen wirtschaftliche Lage als unbefriedigend
- In größeren Krankenhäusern ab 600 Betten sogar 95 Prozent
- 59 Prozent der Häuser erwarten Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den nächsten sechs Monaten
- In ländlichen Regionen bis zu 79 Prozent mit ähnlichen Erwartungen
- Nur 9 Prozent der Krankenhäuser können Betriebsausgaben aus liquiden Mitteln unbegrenzt decken
- Liquidität reicht im Durchschnitt nur für sechs Wochen
- Mangelnde Liquidität stellt normales Wirtschaften in Frage
- Unsicherheiten über die Bezahlung von Weihnachtsgeld
- Risiko einer strukturellen Gefährdung der Krankenhausversorgung in Deutschland
- Notwendigkeit dringender staatlicher Maßnahmen zur Unterstützung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von DKG-Chef Gerald Gaß zitiert. Er äußert sich besorgt über die Liquidität vieler Kliniken und mahnt die Bundesregierung, da die wirtschaftliche Existenz vieler Einrichtungen gefährdet ist.
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