Gesundheitssystemreformen in Deutschland 2023
Berlin () – Die gesetzlichen Krankenversicherungen steuern auf ein Milliardenloch zu. Um die Ausgaben zu bremsen, plant die Bundesregierung Einschnitte im Gesundheitssystem. Neben Einsparungen bei Kliniken, Ärztehonoraren und Preisen für Arzneimittel sind auch höhere Zuzahlungen bei Medikamenten für Kassenpatienten oder die komplette Streichung von Leistungen wie etwa der Homöopathie vorgesehen.
Doch laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“ und RTL finden es nur 23 Prozent der Deutschen richtig, wenn künftig Kassenpatienten mehr zahlen müssen. 75 Prozent lehnen dies ab. Zwei Prozent antworteten mit: „weiß nicht“.
Die Mehrheit der Patienten findet es offenbar unfair, dass sie in Zukunft für verschreibungspflichtige Medikamente in der Apotheke deutlich mehr zuzahlen sollen: Die Beiträge steigen auf 7,50 Euro und bis maximal 15 Euro pro Packung, bislang waren es 5 Euro bis 10 Euro.
Unter den Anhängern der beiden Regierungsparteien spricht sich jeweils eine deutliche Mehrheit gegen eine stärkere finanzielle Beteiligung von Kassenpatienten aus: So lehnen 71 Prozent der Anhänger der SPD und 61 Prozent der CDU/CSU diese Pläne ab. Am deutlichsten sprechen sich Anhänger der Linken dagegen aus, dass gesetzlich Versicherte tiefer in die Tasche für Medikamente greifen sollen – hier sagen 91 Prozent dazu nein.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte vergangene Woche ihre Vorschläge für eine Reform des Gesundheitswesens vorgestellt und für viel Widerspruch gesorgt, auch innerhalb der Regierung. Laut Warkens Plänen sollen rund 20 Milliarden Euro durch Einsparungen und Mehreinnahmen zusammenkommen. Vor allem drei Punkte aus dem Programm stoßen auf Kritik: Kürzungen bei der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern, die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze um zusätzlich 300 Euro sowie die Tatsache, dass die kostenfreie Versicherung für Bürgergeldempfänger von den Beiträgen der gesetzlich Versicherten mitfinanziert werden und nicht aus dem Bundeshaushalt kommen soll.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Nina Warken
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
gesetzliche Krankenversicherungen, Bundesregierung, Kassen, Forsa, Stern, RTL, SPD, CDU/CSU, Linke, Nina Warken, Bundesgesundheitsministerium, Bürgergeldempfänger
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Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Bundesregierung plant Einschnitte im Gesundheitssystem, um ein drohendes Milliardenloch bei den gesetzlichen Krankenversicherungen zu schließen, stößt dabei jedoch auf starke Ablehnung in der Bevölkerung, insbesondere gegen höhere Zuzahlungen für Medikamente.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Milliardenloch bei gesetzlichen Krankenversicherungen
- Anstieg der Gesundheitsausgaben
- Pläne der Bundesregierung zur Kostenbremsung
- Sparmaßnahmen bei Kliniken, Ärzten und Arzneimitteln
- Erhöhung der Zuzahlungen für Medikamente
- Streichung bestimmter Leistungen wie Homöopathie
- Umfrageergebnisse zeigen Ablehnung von höheren Zuzahlungen durch die Bevölkerung
- Widerstand innerhalb der Regierungsparteien gegen die Reformvorschläge
- Vorschläge von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken
- Geplante Einsparungen und Mehreinnahmen von rund 20 Milliarden Euro
- Besondere Kritik an drei Punkten der Reformpläne
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundesregierung plant Einschnitte im Gesundheitssystem
- Einsparungen bei Kliniken, Ärztehonoraren und Arzneimittelpreisen angedacht
- Höhere Zuzahlungen für Medikamente und Streichung von Leistungen wie Homöopathie vorgesehen
- 75 Prozent der Deutschen lehnen höhere Zuzahlungen für Kassenpatienten ab
- Mehrheit der Patienten empfindet geplante Zuzahlungen als unfair
- 71 Prozent der SPD-Anhänger und 61 Prozent der CDU/CSU-Anhänger lehnen finanzielle Beteiligung ab
- 91 Prozent der Linken-Anhänger sprechen sich gegen höhere Zuzahlungen aus
- Bundesgesundheitsministerin Nina Warken stößt mit Reformvorschlägen auf Widerstand, auch innerhalb der Regierung
- Kritik an Kürzungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern und Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze
- Finanzierung der kostenfreien Versicherung für Bürgergeldempfänger aus Beiträgen der gesetzlich Versicherten statt aus Bundeshaushalt vorgesehen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Milliardenloch bei gesetzlichen Krankenversicherungen
- Einsparungen im Gesundheitssystem
- Höhere Zuzahlungen bei Medikamenten
- Streichung von Leistungen (z.B. Homöopathie)
- Unfairnessgefühl bei Patienten
- Anstieg der Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente
- Widerspruch innerhalb der Regierung
- Geplante Einsparungen und Mehreinnahmen von 20 Milliarden Euro
- Kritik an Kürzungen bei beitragsfreier Mitversicherung von Ehepartnern
- Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze
- Mitfinanzierung kostenfreier Versicherung für Bürgergeldempfänger durch gesetzlich Versicherte
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zitiert, die ihre Vorschläge für eine Reform des Gesundheitswesens vorgestellt hat.
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