Politik in Israel
Tel Aviv () – Zwei Tage nach der Parlamentswahl in Israel kommt die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu laut dem vorläufigen Endergebnis auf 27 Sitze. Das teilte das Zentrale Wahlkomitee am Donnerstag mit. Die Likud-Partei ist damit stärkste Einzelpartei.
Netanjahus Block kommt derweil auf insgesamt 53 Sitze, während das Oppositionsbündnis aus Sozialdemokraten, Liberalen, Zentristen um Ex-General Gadi Eizenkot 48 Sitze erreicht. Die Knesset hat insgesamt 120 Sitze. Beide Blöcke benötigen demnach eine Mehrheit von 61 Sitzen, um eine Regierung bilden zu können.
Die arabischen Parteien, die laut dem vorläufigen Endergebnis auf 19 Sitze kommen, könnten eine entscheidende Rolle bei den Koalitionsverhandlungen spielen. Allerdings haben die meisten Oppositionsführer eine Zusammenarbeit mit den arabischen Parteien bereits ausgeschlossen.
Die Wahlbeteiligung erreichte laut Zentralem Wahlkomitee den höchsten Stand seit 1973. Kleinere rechte Parteien wie Ofer Winters People of Israel und Yoaz Hendels Reservisten-Wirtschaftspartei scheiterten an der 3,25-Prozent-Hürde, was die Bemühungen von Netanjahus Block, eine Mehrheit zu sichern, weiter erschweren könnte.
Die Möglichkeit einer Einheitsregierung zwischen Netanjahu und Eizenkot scheint ebenfalls unwahrscheinlich, da Eizenkot eine Zusammenarbeit mit Netanjahu ablehnt. Auch andere Oppositionsführer haben eine Koalition unter der Führung des bisherigen Premierministers ausgeschlossen.
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Israelische Fahne an der Knesset (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Benjamin Netanjahu, Gadi Eizenkot, Ofer Winter, Yoaz Hendel
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
dts Nachrichtenagentur, Likud-Partei, Zentrales Wahlkomitee, Knesset, People of Israel, Reservisten-Wirtschaftspartei
Wann ist das Ereignis passiert?
Am Donnerstag, zwei Tage nach der Parlamentswahl in Israel.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Tel Aviv, Israel
Worum geht es in einem Satz?
Laut vorläufigem Endergebnis der israelischen Parlamentswahl wird Netanjahus Likud mit 27 Sitzen stärkste Einzelpartei, doch weder sein Block noch das Oppositionsbündnis erreicht eine Mehrheit, sodass den arabischen Parteien eine entscheidende Rolle bei der schwierigen Regierungsbildung zukommen könnte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Parlamentswahl in Israel zwei Tage vor der Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses
- Konkurrenz zwischen Netanjahus Likud-geführtem Block und dem Oppositionsbündnis um Gadi Eizenkot
- Zersplitterte Parteienlandschaft mit arabischen Parteien und kleineren rechten Parteien
- Sperrklausel von 3,25 Prozent für den Einzug in die Knesset
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die meisten Oppositionsführer haben eine Zusammenarbeit mit den arabischen Parteien ausgeschlossen.
- Gadi Eizenkot lehnt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu ab.
- Auch andere Oppositionsführer haben eine Koalition unter Netanjahus Führung ausgeschlossen.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Keiner der beiden Blöcke erreicht die für eine Regierungsbildung erforderliche Mehrheit von 61 Sitzen
- Die arabischen Parteien könnten eine entscheidende Rolle bei den Koalitionsverhandlungen spielen
- Das Scheitern kleinerer rechter Parteien an der Sperrklausel könnte Netanjahus Block die Mehrheitssicherung zusätzlich erschweren
- Eine Einheitsregierung zwischen Netanjahu und Eizenkot erscheint wegen dessen Ablehnung einer Zusammenarbeit unwahrscheinlich
- Der Ausschluss einer Zusammenarbeit durch Oppositionsführer schränkt die Koalitionsmöglichkeiten weiter ein
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, das Zentrale Wahlkomitee teilte mit, dass die Likud-Partei laut vorläufigem Endergebnis auf 27 Sitze kommt und damit stärkste Einzelpartei ist.
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