"Zukunftsquote" des Bundeshaushalts erreicht neuen Höchststand

Wirtschaft und Finanzpolitik in Berlin

() – Die vom ZEW berechnete „Zukunftsquote“ für den Bundeshaushalt hat im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht.

„Die gute Nachricht ist, dass im Gesamthaushalt die Zukunftsausgaben im 2025 so hoch sind wie seit der ersten Messung nie, bei 22,3 Prozent oder 125 Milliarden“, sagte ZEW-Forscher Friedrich Heinemann am Donnerstag in Berlin. Die weniger gute Nachricht sei, dass die ganze Ausweitung der Zukunftsausgaben sich in den Sondervermögen abspiele. Diese seien stark zukunftsorientiert, während im Kernhaushalt die Linie schon wieder steil nach unten zeige. „Wir waren da vor zwei Jahren noch bei 20,5 Prozent, sind jetzt runter auf 17,3 Prozent.“

Auf Nachfrage der ergänzte Heinemann, dass die Zukunftsquote beim Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) 90 Prozent betrage und beim - und Transformationsfonds (KTF) zuletzt knapp 60 Prozent erreicht habe.

Mit Blick auf die zusätzlichen Schulden verwies der ZEW-Forscher auf das politische Narrativ, dass diese zusätzlichen Ausgaben sich selber tragen. „Und da reihen wir uns jetzt ein Stück weit in den Chor derjenigen ein, die zeigen: Ja, das scheint zwar im Hinblick auf die Sondervermögen schon zu stimmen, weil die doch relativ zukunftsorientiert sind. Aber wir zeigen eben, dass diese Verschiebegeschichte nicht nur für die eng definierte Investitionsquote gilt, sondern auch für die umfassend definierte Zukunftsquote.“ In der Gesamtbilanz stünden diese neuen Schulden längst nicht in diesem Maße Zukunftsausgaben gegenüber. „Und damit falsifizieren wir dieses Narrativ.“

Die „Zukunftsquote“ wird im Auftrag des WWF berechnet. Auf die Frage nach Sparempfehlungen an die sagte WWF-Klimachefin Viviane Raddatz der , dass sie immer zuerst „an einem Umbau und Abbau der klimaschädlichen und umweltschädlichen Subventionen ansetzen“ würde. „Da haben wir einen Posten von 65 Milliarden im Bundeshaushalt, der auch gerade wieder diskutiert wird, an einigen Stellen – Stichwort Pendlerpauschale -erhöht zu werden, um jetzt gerade gegenwärtig intensive Belastungen abzufedern, ohne aber strukturell das so umzubauen, dass man langfristig in eine andere Logik kommt.“

Aber auch das sei nicht alles „abbauwürdig“, so Raddatz weiter. „Sondern da kann man viel umbauen, um damit richtige Investitionen auch anzureizen von diesen Subventionen.“ Aber natürlich gelte es vor allen Dingen, die Investitionen gezielt so auszusteuern, dass tatsächlich Wachstum und private Investitionen folgten, die dann auch die Haushalte wieder besser ausstatten würden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Vorstellung Zukunftsquote 2025 am 12.03.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

ZEW, WWF Deutschland, SVIK, KTF

Wann ist das Ereignis passiert?

12.03.2026

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die "Zukunftsquote" für den Bundeshaushalt 2025 erreicht mit 22,3 Prozent einen Rekordwert, jedoch zeigen die Kernhaushaltsausgaben einen Rückgang, während die höheren Ausgaben überwiegend in Sondervermögen fließen, was die Diskussion über die Tragfähigkeit dieser Schulden neu entfacht.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Erhöhung der Zukunftsauskünfte auf 22,3 Prozent
  • Höchststand der Zukunftsquote seit erster Messung
  • Ausweitung der Zukunftsausgaben in Sondervermögen
  • Rückgang der Zukunftsquote im Kernhaushalt
  • Politisches Narrativ zu zusätzlichen Ausgaben
  • Bildung von Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK)
  • Bildung des Klima- und Transformationsfonds (KTF)
  • Diskussion über klimaschädliche und umweltschädliche Subventionen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Höchststand der Zukunftsquote im Bundeshaushalt 2025 bei 22,3 Prozent (125 Milliarden Euro)
  • Ausweitung der Zukunftsausgaben findet hauptsächlich in Sondervermögen statt
  • Kernhaushalt zeigt Rückgang von 20,5 Prozent auf 17,3 Prozent
  • Zukunftsquote beim Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) bei 90 Prozent
  • Klima- und Transformationsfonds (KTF) knapp 60 Prozent
  • ZEW-Forscher kritisiert Narrativ, dass zusätzliche Ausgaben sich selber tragen
  • WWF-Klimachefin empfiehlt Abbau klimaschädlicher Subventionen (65 Milliarden Euro)
  • Forderung nach strukturellem Umbau der Subventionen für langfristige Lösungen
  • Ziel: gezielte Investitionen anreizen, die privates Wachstum fördern

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Höchststand der Zukunftsausgaben im Bundeshaushalt für 2025
  • Hoher Anteil der Zukunftsquote im Sondervermögen
  • Abnahme der Zukunftsausgaben im Kernhaushalt
  • Politisches Narrativ über selbsttragende zusätzliche Ausgaben wird in Frage gestellt
  • Verschiebung von Investitionen kann langfristige Auswirkungen haben
  • Bedarf an Reformen bei klimaschädlichen Subventionen
  • Möglichkeit zur Anreizung von Investitionen durch Umstrukturierung von Subventionen
  • Zielgerichtete Investitionen sollen Wachstum und private Investitionen fördern

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von ZEW-Forscher Friedrich Heinemann sowie von WWF-Klimachefin Viviane Raddatz zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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