Meyer fürchtet russischen Einfluss auf europäische Atomindustrie
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Umweltpolitik in Niedersachsen: Sorgen um Kooperation
Berlin () – Der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer (Grüne) hat seine Befürchtungen vor einer Kooperation eines in Lingen im Emsland ansässigen Brennelementeherstellers mit der russischen Staatsbehörde Rosatom geäußert.
Der Antrag auf die Umstellung der Produktion „auf hexagonale Brennelemente in der Fabrik mit russischer Beteiligung ist kein alltäglicher Vorgang“, sagte Meyer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Er bereite ihm und vielen Bürgern „ernsthafte Sorgen“ in Bezug auf die innere und äußere Sicherheit, so Meyer.
„Abhängigkeiten von Putins Atomkonzern sollten vermindert und nicht ausgeweitet werden. Die Sorge um Sabotage, Spionage und Einfluss des Aggressors Russland ist groß.“
Meyers Ministerium prüft derzeit einen Antrag des französischen Atomkonzerns Framatome, ob in einem Werk seiner Tochterfirma ANF in Lingen sechseckige Brennelemente für Atomkraftwerke russischer Bauart in osteuropäischen Ländern hergestellt werden dürfen.
Gerade im sensiblen Atomsektor sollten „keine Geschäfte mit dem Kriegstreiber Putin gemacht werden“, sagte der Minister. „Wir stehen klar auf der Seite der Ukraine, die vor Rosatom warnt, und sollten nichts tun, was Russlands Einfluss auf den Energiesektor in Europa erhöht.“
Meyer erklärte, dass eine Produktion der sechseckigen Brennelemente „ohne russische Beteiligung und ohne russische Maschinen, Personal und Know-How deutlich besser wäre“.
So stelle der US-Konzern Westinghouse bereits ohne russische Beteiligung solche Brennelemente in Schweden etwa für die ukrainischen und osteuropäische AKWs her. „Das müsste auch Framatome möglich sein.“
Ein Framatome-Sprecher sagte den Zeitungen, dass die Produktion des „bewährten, zuverlässigen und effizienten russischen Brennstoffdesigns mit bewährten Komponenten aus Lingen“ nur kurzfristiger Natur sei, um die Kontinuität des Betriebes zu gewährleisten.
Parallel werde ein neues „zu 100 Prozent europäisches souveränes Brennstoffprodukt“ entwickelt, was die europäische Energiesouveränität erhöhen werde. Im Übrigen sei es nicht notwendig, dass russische Mitarbeiter das ANF-Werksgelände in Lingen betreten.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Christian Meyer, Framatome, Putin, Rosatom, Westinghouse
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Lingen.
Worum geht es in einem Satz?
Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer äußert Bedenken gegen die Kooperation eines Brennelementeherstellers in Lingen mit dem russischen Staatskonzern Rosatom, da diese die Sicherheitslage gefährden und Russlands Einfluss im Energiesektor Europas stärken könnte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Befürchtungen vor Kooperation mit russischer Staatsbehörde Rosatom
Antrag auf Umstellung der Produktion auf hexagonale Brennelemente
Innere und äußere Sicherheitsbedenken
Sorge um Abhängigkeiten von Russlands Atomkonzern
Probleme bezüglich Sabotage, Spionage und Einfluss Russlands
Prüfung eines Antrags des Unternehmens Framatome
Herstellung von Brennelementen für Atomkraftwerke russischer Bauart
Hinweis auf den sensiblen Atomsektor und Geschäftsbeziehungen zu Russland
Forderung nach europäischer Energiesouveränität
Entwicklung eines neuen, europäischen Brennstoffprodukts durch Framatome
Ernsthafte Sorgen bezüglich der inneren und äußeren Sicherheit
Notwendigkeit, Abhängigkeiten von Russland zu vermindern
Sorge um Sabotage und Spionage
Warnungen vor erhöhtem Einfluss Russlands auf den Energiesektor in Europa
Empfehlung für Produktion ohne russische Beteiligung
Förderung der europäischen Energiesouveränität
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Christian Meyer zitiert. Er äußert Bedenken bezüglich einer Kooperation mit Rosatom und betont, dass "Abhängigkeiten von Putins Atomkonzern vermindert und nicht ausgeweitet werden" sollten.