Prien will "Männerministerin" werden

Gesellschaft: Gleichstellungspolitik in Deutschland

Berlin () – Frauenministerin Karin (CDU) will in den Namen ihres Ministeriums aufnehmen. „Ich hätte jedenfalls nichts dagegen, auch Männerministerin zu sein“, sagte die Bundesministerin für , Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben).

Vor 40 Jahren sei es ein Meilenstein gewesen, Frauen in den Namen des Ministeriums aufzunehmen. „Heute geht es auch um die Sichtbarkeit von Männern in ihren besonderen Bedarfslagen. Vielleicht gehören sie daher in den Namen dieses Ministeriums – in jedem Fall will ich mich ihren Belangen auch widmen, da gelingende Gleichstellungspolitik Frauen und Männer adressiert.“

Zurückhaltender äußerte sich Prien auf die Frage, ob der am 8. März stattfindende internationale Frauentag in Gleichstellungstag umbenannt werden sollte. „Das ist ein historisch gewachsener Begriff. Um den zu ändern, müsste ich Mitstreiterinnen und Mitstreiter finden“, sagte sie. „Für mich ist klar, dass wir mehr den Blick auf Männer legen müssen.“

Die Ministerin sagte: „Wir sehen seit einigen Jahren sehr deutlich, dass bestimmte Gruppen von Jungen uns entgleiten – im Analogen wie im Digitalen. Jungs brechen häufiger die ab, erzielen im Schnitt schlechtere Abschlüsse, sind öfter von Förderbedarfen betroffen. In vielen Bildungsetappen liegen junge Frauen inzwischen vorn. Ein Teil der Jungen wächst in Online-Räumen auf, die problematische Botschaften verstärken, alte Rollenmuster neu verpacken.“ Diese Narrative wirkten gerade auf verunsicherte Jungen attraktiv.

Aus verständlichen Gründen habe man sich in den letzten Jahren vor allem mit den Bedürfnissen von Mädchen beschäftigt, sagte Prien. „Jetzt gilt es, den Blick zu weiten. Wir müssen, ohne die Mädchen aus dem Blick zu verlieren, mehr auf die Jungs gucken. Sonst bekommen wir Zustände wie in Großbritannien oder den USA, wo manche bereits von einer verlorenen Männergeneration sprechen – jungen Männern mit geringerer Bildung, schlechteren Aufstiegschancen und wachsender Entfremdung.“

Prien warnte davor, den Frauentag nach dem Vorbild Berlins zum gesetzlichen zu machen. „Wir müssen uns Sorgen um die deutsche Wettbewerbsfähigkeit machen. Da brauchen wir keine weiteren Feiertage“, sagte sie. „Den Frauentag können Frauen wie Männer ja dennoch feierlich oder kämpferisch begehen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Karin Prien am 05.03.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

CDU, Funke-Mediengruppe, Großbritannien, USA

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Datum oder der Zeitraum, in dem das beschriebene Ereignis stattfand, ist der 05.03.2026.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Frauenministerin Karin Prien (CDU) plädiert für die Berücksichtigung von Männern im Namen ihres Ministeriums und will deren spezifische Bedürfnisse stärker in der Gleichstellungspolitik adressieren, während sie gleichzeitig Bedenken gegenüber der Umbenennung des internationalen Frauentags äußert.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Wunsch nach Sichtbarkeit von Männern in Ministeriumsnamen
  • Historische Entwicklung der Gleichstellungspolitik
  • Steigende Probleme bei Jungen in Bildungseinrichtungen
  • Junge Männer schlechtere Abschlüsse und Eintritt in die Gesellschaft
  • Bedarf an breiterer Betrachtung der Geschlechterrollen
  • Einfluss von Online-Plattformen auf junge Männer
  • Vorangegangene Fokussierung auf die Bedürfnisse von Mädchen
  • Warnung vor möglichen negativen Entwicklungen in anderen Ländern
  • Argument gegen zusätzliche Feiertage aus einem wirtschaftlichen Kontext

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Karin Prien möchte Männer im Namen ihres Ministeriums aufnehmen
  • Betont Bedeutung der Sichtbarkeit von Männern in besonderen Bedarfslagen
  • Äußert sich zurückhaltend zur Umbenennung des internationalen Frauentags
  • Betont Notwendigkeit, auch Jungen in der Gleichstellungspolitik zu berücksichtigen
  • Warnung vor Probleme wie in Großbritannien/USA bezüglich junger Männer
  • Kritik an der Einführung des Frauentags als gesetzlichen Feiertag aufgrund von Wettbewerbsfähigkeit

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Aufnahme von Männern in den Ministeriumsname
  • Stärkere Berücksichtigung der Belange von Jungen
  • Erhöhung der Sichtbarkeit von Männern in besonderen Bedarfslagen
  • Notwendigkeit, Gleichstellungspolitik für beide Geschlechter zu adressieren
  • Gefahr von Bildungsbenachteiligung bei Jungen
  • Mögliche Auswirkungen auf die Männergeneration in Deutschland
  • Warnung vor gesetzlichen Feiertagen für den Frauentag zur Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Frauenministerin Karin Prien zitiert, die sich für die Aufnahme von Männern in den Namen ihres Ministeriums auspricht und die Notwendigkeit betont, auch die Belange von Jungen in die Gleichstellungspolitik einzubeziehen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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