Ataman wirft Regierung Versäumnisse bei Frauenrechten vor
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Gesellschaft: Ungleichheit der Geschlechter in Deutschland
Berlin () – Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, wirft der Bundesregierung mit Blick auf die Gehaltsunterschiede bei Männern und Frauen Versäumnisse vor.
„Wir können auf jeden Fall festhalten, dass die Regierung beim Thema Frauenrechte noch nicht geliefert hat“, sagte Ataman der „Rheinischen Post“ (Dienstag).
Sie verwies darauf, dass die Frist zur Umsetzung einer EU-Richtlinie zur Entgeltgleichheit im Juni abläuft, und fügte hinzu: „Wenn die Regierung europäische Richtlinien nicht rechtzeitig umsetzt, kann das den Steuerzahler Monat für Monat Millionen Euro kosten. Im Sinne der Steuerzahler kann sich die Regierung nicht leisten, die Arbeit zu verweigern.“
Zugleich kritisierte sie: „Wir haben ein Antidiskriminierungsrecht, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das 20 Jahre alt und europaweit eines der schwächsten ist. Wenn wir in diesem Tempo weitermachen, wird eher der Mensch den Mars besiedeln, als dass Frauen Gleichberechtigung erreichen.“
Ataman fügte hinzu: „In Deutschland finden wir es zum Beispiel immer noch normal, dass diejenigen besser bezahlt werden, die beim Einstellungsgespräch besser geblufft oder verhandelt haben.“ Nötig sei ein Kulturwandel, der klarstelle: „Frauen für gleiche Arbeit schlechter zu bezahlen, ist falsch.“ Frauen leisteten täglich 45 Prozent mehr unbezahlte Arbeit. „Diese `Care-Arbeit` ist das unsichtbare Fundament, auf dem unsere Gesellschaft und Wirtschaft steht. Wir brauchen eine Regierung, die statt Debatten über Krankheitstage zu führen, lieber erst einmal hinschaut, wie viele Mütter wegen fehlender Kinderbetreuung zu Hause bleiben müssen.“
In diesem Jahr ist der sogenannte Equal Pay Day am 27. Februar, der auf die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen aufmerksam macht.
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Das Datum, auf das Bezug genommen wird, ist der 27. Februar (dies ist der Equal Pay Day in diesem Jahr). Ein spezifisches Datum für die Äußerungen von Ferda Ataman wird nicht erwähnt, jedoch wird angegeben, dass sie in der Dienstagsausgabe der "Rheinischen Post" zitiert wird. Ein genaues Datum für diese Ausgabe wird in dem Text nicht genannt, daher kann ich das genaue Datum dafür nicht angeben. Der Zeitraum zur Umsetzung der EU-Richtlinie, der im Juni abläuft, wird ebenfalls genannt.
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Deutschland.
Worum geht es in einem Satz?
Ferda Ataman, die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, kritisiert die Bundesregierung scharf für ihre Versäumnisse in der Umsetzung von Gleichberechtigungsrichtlinien und mahnt an, dass die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen dringend angegangen werden müssen, um wirtschaftliche Nachteile für den Steuerzahler zu vermeiden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen
Versäumnisse der Bundesregierung in Bezug auf Frauenrechte
Frist zur Umsetzung einer EU-Richtlinie zur Entgeltgleichheit
Kritisches Antidiskriminierungsrecht (AGG) in Deutschland
Kulturelle Normen zum Thema Bezahlung und Verhandlung
Hoher Anteil unbezahlter Arbeit von Frauen (Care-Arbeit)
Mangelnde Kinderbetreuung als Hindernis für berufstätige Mütter
Ferda Ataman kritisiert die Bundesregierung für Versäumnisse bei Frauenrechten und Gehaltsgleichheit
Regierung hat noch nicht auf das Thema Frauenrechte reagiert
Die Frist zur Umsetzung einer EU-Richtlinie zur Entgeltgleichheit läuft im Juni ab
Versäumnisse könnten Steuerzahler Millionen Euro kosten
Antidiskriminierungsrecht (AGG) ist 20 Jahre alt und als schwach eingestuft
Anmahnung eines notwendigen Kulturwandels bezüglich der Bezahlung von Frauen
Betont, dass Frauen 45 Prozent mehr unbezahlte Arbeit leisten
Equal Pay Day am 27. Februar thematisiert die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen
Welche Konsequenzen werden genannt?
Versäumnisse der Regierung im Bereich Frauenrechte
Mögliche finanzielle Belastung für Steuerzahler
Gefahr einer nicht rechtzeitigen Umsetzung der EU-Richtlinie zur Entgeltgleichheit
Schwaches Antidiskriminierungsrecht in Deutschland
Mangelnde Gleichberechtigung von Frauen
Notwendigkeit eines Kulturwandels in der Bezahlung
Unbezahlte Care-Arbeit als fundamentales gesellschaftliches Problem
Notwendigkeit einer besseren Kinderbetreuung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, der Artikel zitiert die Stellungnahme von Ferda Ataman, der Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung. Sie äußert sich kritisch über die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen und sieht Versäumnisse der Bundesregierung.