SPD fordert Aussetzung des EU-US-Zollabkommens

Politik: Europäische Reaktionen auf US-Zollankündigungen

() – Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, hat angesichts neuer Zollankündigungen von US-Präsident Donald eine Aussetzung des Ratifizierungsprozesses für das geplante Zollabkommen gefordert. „Aufgrund der aktuellen Lage und des Urteils“ müsse man den Ratifizierungsprozess „jetzt aussetzen“, sagte Wiese dem Magazin Politico. Es herrsche „Unsicherheit“ und „Unklarheiten“, deshalb sei es „gut, eine Pause einzulegen“.

Zugleich kritisierte Wiese die jüngsten Schritte Trumps scharf. Zwar funktioniere der Rechtsstaat in den USA, räumte er ein. Doch Trump habe „umgehend neue Zölle angekündigt, in Höhe von 15 Prozent aufgrund einer anderen Rechtslage, nur für 150 Tage“. Das zeige, „welchen Unberechenbarkeiten wir tatsächlich auch ausgesetzt sind“. müsse nun „Brust raus“ auftreten und „auch die Zähne zeigen“.

Als mögliche Reaktion brachte Wiese auch den Einsatz des europäischen Anti-Coercion-Act gegen die USA ins Spiel. „Wir haben einen sogenannten Anti-Coercion-Act, den haben wir damals in Richtung China verabschiedet.“ Den könne man jetzt möglicherweise auch in Betracht ziehen für die USA. Das hätte er „vor ein paar Monaten nicht gedacht“, doch jetzt müsse „jedes “ auf den Tisch gelegt werden.

Mit Blick auf die von Bundeskanzler Friedrich Merz nach Washington sagte Wiese, dieser werde „sehr klar äußern“, dass diese Art und Weise der Politik nicht gehe. Europa müsse als Binnenmarkt mit 450 Millionen Bürgern selbstbewusst auftreten.

Ein generelles „Derisking“ gegenüber den USA sieht Wiese jedoch differenziert. Es gebe weiterhin „eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit mit vielen Bundesstaaten“. Man solle „nicht nur mit Washington sprechen“. Zugleich sieht er Reformbedarf in Europa. Der Draghi-Report liefere „eine sehr, sehr gute Anleitung“, etwa zur Vollendung der Kapitalmarktunion.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, US-Präsident Donald Trump, Politico, Europa, europäischen Anti-Coercion-Act, China, Bundeskanzler Friedrich Merz, Draghi-Report

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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Washington.

Worum geht es in einem Satz?

Dirk Wiese, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, fordert eine Aussetzung des Ratifizierungsprozesses für das Zollabkommen mit den USA aufgrund von Unsicherheiten durch die neuen Zollankündigungen von Donald Trump und plädiert für ein selbstbewusstes europäisches Auftreten sowie die Berücksichtigung von EU-Instrumenten wie dem Anti-Coercion-Act.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ankündigung neuer Zölle von US-Präsident Donald Trump
  • Unsicherheit und Unklarheiten in Handelsfragen
  • Änderung der Rechtslage in den USA
  • Unerwartete und kurzfristige Zollmaßnahmen
  • Vorhandensein des europäischen Anti-Coercion-Acts
  • Notwendigkeit eines klaren europäischen Auftretens
  • Einfluss des Bundeskanzlers auf die diplomatischen Beziehungen
  • Reformbedarf in Europa bezüglich der Handelsstruktur

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Dirk Wiese fordert Aussetzung des Ratifizierungsprozesses für das Zollabkommen
  • Kritisiert die neuen Zollankündigungen von Trump scharf
  • Betont die Unsicherheit und Unklarheiten der aktuellen Lage
  • Vorschlag, europäischen Anti-Coercion-Act gegen die USA zu nutzen
  • Bundeskanzler Merz soll klare Position in Washington einnehmen
  • Differenzierte Sicht auf "Derisking" gegenüber den USA
  • Notwendigkeit von Reformen in Europa hervorgehoben
  • Draghi-Report als Anleitung zur Vollendung der Kapitalmarktunion erwähnt

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Aussetzung des Ratifizierungsprozesses für das Zollabkommen
  • Unsicherheit und Unklarheiten im Verhältnis zu den USA
  • Notwendigkeit, eine Pause einzulegen
  • Scharfe Kritik an Trumps Zollankündigungen
  • Hinweis auf Unberechenbarkeit in der US-Politik
  • Aufforderung an Europa, selbstbewusst aufzutreten
  • Möglichkeit, den europäischen Anti-Coercion-Act gegen die USA einzusetzen
  • Notwendigkeit, jedes Instrument zur Hand zu haben
  • Klarstellung der Position gegenüber der US-Politik durch Kanzler Merz
  • Differenzierte Sicht auf das generelle "Derisking" gegenüber den USA
  • Reformbedarf in Europa
  • Empfehlungen aus dem Draghi-Report zur Vollendung der Kapitalmarktunion

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Dirk Wiese fordert die Aussetzung des Ratifizierungsprozesses für das Zollabkommen und äußert Bedenken über die Unsicherheiten durch die zollpolitischen Entscheidungen von Donald Trump.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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