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Gesellschaft: Jüdische Perspektiven zur Wehrpflicht in Deutschland
Berlin () – Im Gegensatz zur Jüdischen Studierendenunion spricht sich der Regierungsbeauftragte für jüdisches Leben und Antisemitismus-Bekämpfung, Felix Klein, klar für eine Beteiligung von Juden an dem neuen Wehrdienst der Bundeswehr aus.
Er halte es für „selbstverständlich, dass der neue Wehrdienst für Angehörige der jüdischen Gemeinschaft ebenso gilt wie für alle Teile der Bevölkerung“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Juden dienten heute gleichberechtigt in der Truppe. Auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sagte, die jüdische Gemeinschaft unterstütze den Kurs der Bundesregierung und die Modernisierung des Wehrdienstes.
Der Vorsitzende der Jüdischen Studierendenunion (JSUD), Ron Dekel, sprach hingegen von einer „teilweise realitätsfernen“ Wehrpflicht-Debatte. „Es fehlt die Lebensrealität jener jungen Menschen im wehrpflichtigen Alter, die Migrationshintergrund besitzen oder deren familiäre Geschichte und Identität besondere Erfahrungen mit deutscher Staatsgewalt einschließt“, sagte er dem RND. Besonders vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und angesichts eines wachsenden Rassismus sei das „ein eklatantes Versäumnis“.
Selbst „Blutopfer für das Vaterland“ von Juden im Ersten Weltkrieg hätten nichts an der tief verankerten antisemitischen Haltung weiter Teile der Gesellschaft geändert. Wären sie nicht im Krieg getötet worden, wären viele von ihnen später „mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Gaskammern durch ihre einstigen Kameraden ermordet worden“, sagte Dekel.
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:
Regierungsbeauftragter für jüdisches Leben und Antisemitismus-Bekämpfung, Bundeswehr, Jüdische Studierendenunion, Zentralrat der Juden in Deutschland, Ron Dekel, Redaktionnetzwerk Deutschland (RND)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Felix Klein, der Regierungsbeauftragte für jüdisches Leben, befürwortet die Teilnahme von Juden am neuen Wehrdienst der Bundeswehr, während die Jüdische Studierendenunion Bedenken äußert und auf die besondere historische und gesellschaftliche Realität von Juden in Deutschland hinweist.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Diskussion um neuen Wehrdienst und dessen Inklusion
Position des Regierungsbeauftragten Felix Klein
Unterstützung durch Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster
Kritische Sichtweise der Jüdischen Studierendenunion (JSUD)
Berücksichtigung der Lebensrealität junger Menschen mit Migrationshintergrund
Historische Erfahrungen und deutsche Geschichte im Kontext
Thema Antisemitismus und Rassismus in der Gesellschaft
Erinnerung an jüdische Soldaten im Ersten Weltkrieg
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Felix Klein zitiert, der sich klar für eine Beteiligung von Juden am neuen Wehrdienst der Bundeswehr ausspricht und sagt, es sei "selbstverständlich, dass der neue Wehrdienst für Angehörige der jüdischen Gemeinschaft ebenso gilt wie für alle Teile der Bevölkerung".