Veggie-Branche erwartet 250 Millionen Euro Kosten bei Namensverbot

Wirtschaft: Auswirkungen eines möglichen Namensverbots in Deutschland

() – Der Lobby- und Branchenverband Balpro beziffert die finanziellen Auswirkungen eines drohenden Namensverbots für Fleischalternativen auf einen dreistelligen Millionenbetrag.

„Allein für die Hersteller von Fleisch- und Wurstalternativen sprechen wir über rund 250 Millionen Euro Schaden“, sagte Claudia Hauschild, stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Balpro, dem „Spiegel“. Das Bundeslandwirtschaftsministerium schließt nicht aus, dass es tatsächlich zum Verbot kommt.

Für viele Unternehmen machten die betroffenen Produkte mehr als 50 bis teilweise 100 Prozent des Gesamtumsatzes aus. „Ein Bezeichnungsverbot würde damit also nicht nur einzelne Produkte, sondern ganze Geschäftsmodelle gefährden“, sagte Hauschild. Umstellungsphasen von mehreren Monaten würden zusätzlich zu erheblicher Unsicherheit führen und Investitionen sowie Wachstum bremsen, warnt sie.

Kosten entstünden laut Verband unter anderem durch die Umstellung auf neue Produktnamen, neue Verpackungen müssten produziert und alte entsorgt werden. Noch schwerer dürften laut dem Verband entgangene Umsätze wiegen – etwa weil Verbraucher die Produkte nicht mehr sofort erkennen und seltener kaufen. Insbesondere werde es schwerer, neue Kunden zu gewinnen.

„Langfristig bedeutet ein Bezeichnungsverbot daher eine strukturelle Wachstumsbremse bis hin zur Gefährdung der gesamten Kategorie“, sagte Hauschild.

Die Zahlen hat Balpro auch dem Bundeslandwirtschaftsministerium übermittelt. „Die darf einem EU-Bezeichnungsverbot nicht zustimmen, ohne die realen wirtschaftlichen Folgen zu berücksichtigen“, sagte Hauschild. „Wir erwarten, dass in Brüssel rote Linien zieht und sich für Rechtssicherheit, Verbraucherorientierung und eine faktenbasierte Regulierung einsetzt.“

Ein Sprecher des Bundeslandwirtschaftsministeriums teilte mit, Deutschland sehe die EU- zu Namensverboten kritisch. „Anlass unserer Kritik sind zum einen die mit einem Fleischbezeichnungsschutz verbundenen bürokratischen Lasten sowie die hierzulande bereits gut etablierten Leitsätze.“ Bei vielen Mitgliedstaaten der EU stießen die Vorschläge zum Fleischbezeichnungsschutz jedoch grundsätzlich auf Unterstützung. „Inwiefern sich Deutschland mit seiner bürokratiearmen Position durchsetzen kann, bleibt daher abzuwarten“, so der Ministeriumssprecher.

Die Trilogverhandlungen, in denen sich EU-, Rat und Kommission endgültig einigen müssen, ob das Verbot kommt, sollen in den kommenden Wochen stattfinden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Claudia Hauschild, Bundeslandwirtschaftsministerium, Balpro, Bundesregierung, Deutschland, EU, Ministeriumssprecher

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Balpro, Bundeslandwirtschaftsministerium, Bundesregierung, EU, EU-Parlament, Rat, Kommission

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Brüssel

Worum geht es in einem Satz?

Der Lobbyverband Balpro warnt vor einem drohenden Namensverbot für Fleischalternativen, das potenziell einen finanziellen Schaden von über 250 Millionen Euro verursachen könnte, da es viele Geschäftsmodelle gefährden und das Wachstum in der Branche bremsen würde.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Drohendes Bezeichnungsverbot für Fleischalternativen
  • Kritik des Bundeslandwirtschaftsministeriums an EU-Plänen
  • Bürokratische Lasten des Fleischbezeichnungsschutzes
  • Hoher wirtschaftlicher Schaden für Hersteller
  • Signifikanter Umsatzanteil betroffener Produkte
  • Gefahr für Geschäftsmodelle und Marktstellung
  • Umstellungskosten durch neue Produktnamen und Verpackungen
  • Entgangene Umsätze und Kundenbindung
  • Unterstützung der Vorschläge in anderen EU-Mitgliedstaaten
  • Trilogverhandlungen zwischen EU-Parlament, Rat und Kommission

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Balpro schätzt finanzielle Auswirkungen eines Namensverbots für Fleischalternativen auf dreistelligen Millionenbetrag
  • 250 Millionen Euro Schaden für Hersteller von Fleisch- und Wurstalternativen
  • Bezeichnungsverbot gefährdet nicht nur Produkte, sondern auch Geschäftsmodelle
  • Umstellung führt zu Unsicherheit, bremsen Investitionen und Wachstum
  • Kosten durch neue Produktnamen, Verpackungen und entgangene Umsätze
  • Balpro warnt vor struktureller Wachstumsbremse
  • Balpro fordert, dass Bundesregierung die wirtschaftlichen Folgen berücksichtigt
  • Bundeslandwirtschaftsministerium sieht EU-Pläne kritisch
  • Kritik an bürokratischen Lasten und bereits etablierten Leitsätzen
  • Vorschläge zum Fleischbezeichnungsschutz stoßen in vielen EU-Mitgliedstaaten auf Unterstützung
  • Trilogverhandlungen zur endgültigen Klärung des Verbots in den kommenden Wochen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Dreistelliger Millionenbetrag finanzieller Auswirkungen
  • Rund 250 Millionen Euro Schaden für Hersteller von Fleischalternativen
  • Gefährdung ganzer Geschäftsmodelle
  • Unklarheit durch Umstellungsphasen
  • Bremsung von Investitionen und Wachstum
  • Kosten für neue Produktnamen und Verpackungen
  • Entgangene Umsätze durch geringere Erkennbarkeit
  • Schwierigkeiten, neue Kunden zu gewinnen
  • Strukturelle Wachstumsbremse
  • Gefährdung der gesamten Kategorie
  • Forderung nach Berücksichtigung der wirtschaftlichen Folgen in Brüssel

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Claudia Hauschild, stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Balpro, äußert sich dazu, dass ein drohendes Bezeichnungsverbot für Fleischalternativen einen Schaden von rund 250 Millionen Euro für die Hersteller bedeuten könnte.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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