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Politische Kontroversen in Mecklenburg-Vorpommern
Schwerin () – Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern hat das Lenin-Denkmal im Schweriner Stadtteil Großer Dreesch unter Denkmalschutz gestellt. Das Monument sei „nationales Alleinstellungsmerkmal“ und „historisches Zeugnis der DDR-Zeit“, hieß es zur Begründung.
Protest kommt jetzt von der CDU im Landtag.
Die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion, Katy Hoffmeister, sagte am Sonntag: „Diese Entscheidung ist ein Affront“. Lenin sei „kein Symbol des Friedens, sondern der Beginn einer Diktatur, die Millionen Menschen Leid gebracht hat“.
Wer sein Denkmal unter Denkmalschutz stelle, sendet das „völlig falsche Signal“.
Die Linkskoalition im Landtag habe für die Opfer der SED-Diktatur nicht viel mehr übrig hat als bloße Worte. „Die Unterschutzstellung des Lenin-Denkmals ist eine Verhöhnung derjenigen, die unter kommunistischer Gewalt gelitten haben. Solche Gesten zeigen auch, dass an ehrlicher Aufarbeitung kein Interesse besteht.“
Allenfalls der Sozialismus gehört ins Museum, nicht Lenin unter Denkmalschutz.
Mecklenburg-Vorpommern brauche keine Denkmäler für die Diktatoren des 20. Jahrhunderts, so Hoffmeister.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
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Katy Hoffmeister
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Das Lenin-Denkmal in Schwerin wurde unter Denkmalschutz gestellt, was bei der CDU auf scharfe Kritik stößt, da es als Symbol der Diktatur und nicht des Friedens angesehen wird.
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- Begründung: nationales Alleinstellungsmerkmal und historisches Zeugnis der DDR-Zeit
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- Protest von der CDU im Landtag
- Katy Hoffmeister bezeichnet Entscheidung als Affront
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