Grüne fordern staatlichen Zuschuss für Haushaltshilfen
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Gesellschaft: Staatliche Zuschüsse für Haushaltshilfen in Berlin
Berlin () – Die Grünen fordern staatliche Zuschüsse in Form von Gutscheinen für Haushaltshilfen, die putzen, kochen, Angehörige pflegen oder die Kinder betreuen.
So solle diese Dienstleistung bezahlbarer werden, schreibt Grünen-Chefin Franziska Brantner in einem Positionspapier anlässlich der Bundesfrauenkonferenz ihrer Partei in Halle, über das das Nachrichtenportal „T-Online“ berichtet. Außerdem werde Schwarzarbeit zurückdrängt, Arbeitsbedingungen würden verbessert und Familien entlastet.
Brantner merkt an, dass die sogenannte Sorgearbeit in privaten Haushalten fast ausschließlich von Frauen, häufig mit Migrationsgeschichte, und unter prekärsten Bedingungen geleistet werde. „Es ist höchste Zeit, den immensen gesellschaftlichen Wert ihrer Arbeit anzuerkennen und ihnen gute, faire Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.“ Um die sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen konkurrenzfähig zu machen, fordert Brantner ein Gutscheinmodell.
Dieses Modell basiert auf einem Vorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Dieser schlägt vor, den Sektor mithilfe einer in Belgien bewährten Idee zu professionalisieren. Haushalte sollen staatlich bezuschusste Gutscheine bekommen, die bei zertifizierten Agenturen eingelöst werden können.
Brantner argumentiert, dass ein Gutscheinsystem dazu beitrage, die Steuereinnahmen für den Staat und die in die Sozialversicherung eingezahlten Beiträge zu erhöhen, weil Schwarzarbeit zurückgedrängt werde. Gleichzeitig sinke der Druck auf Pflegeeinrichtungen, weil Unterstützung zu Hause länger möglich sei. Ältere Menschen könnten länger zu Hause bleiben. Dadurch könnten mehr Menschen erwerbstätig sein, weil sie nicht mehr alles allein stemmen müssten.
Familien und Alleinerziehenden würde außerdem geholfen, Beruf und Alltag besser miteinander zu vereinbaren, so die Co-Chefin der Grünen. Auch für die Reinigungskräfte oder Betreuer habe ein solches System Vorteile, so Brantner in ihrem Positionspapier. „Mit klaren Regeln werden aus prekären Jobs echte Berufe mit Tariflöhnen, Weiterbildung und Zukunftsperspektiven.“
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Die Grünen, Franziska Brantner, Bundesfrauenkonferenz, T-Online, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Halle
Worum geht es in einem Satz?
Die Grünen fordern staatliche Gutscheine für Haushaltshilfen, um deren Dienstleistungen bezahlbarer zu machen, Schwarzarbeit zu reduzieren und die Arbeitsbedingungen zu verbessern, während sie den gesellschaftlichen Wert dieser Arbeit anerkennen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Forderung nach staatlichen Zuschüssen für Haushaltshilfen
Anstieg der Sorgearbeit, hauptsächlich von Frauen und Migrantinnen
Prekäre Arbeitsbedingungen in der Sorgearbeit
Anerkennung des gesellschaftlichen Werts der Sorgearbeit
Gutscheinmodell basierend auf DGB-Vorschlag
Ziel der Professionalisierung haushaltsnaher Dienstleistungen
Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch staatliche Unterstützung
Entlastung von Familien und Alleinerziehenden
Rückdrängung von Schwarzarbeit
Stärkung der Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträge
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Franziska Brantner, der Grünen-Chefin, zitiert. Sie betont die Bedeutung der Anerkennung der Sorgearbeit und die Notwendigkeit fairer Arbeitsbedingungen.