Forscher stoppen Wachstum von Tumorzellen durch Energiekrise
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Forscher stoppen Wachstum von Tumorzellen durch Energiekrise
Gießen () – Forscher aus Gießen, Marburg und Frankfurt haben einen neuen Ansatz zur Hemmung des Tumorwachstums entdeckt. Durch die kombinierte Blockade zweier Stoffwechselwege konnten sie das Wachstum von etwa einem Drittel der untersuchten Krebszellen stoppen, teilte die Justus-Liebig-Universität am Dienstag mit.
Besonders überraschend war die Entdeckung eines bisher unbekannten Wirkmechanismus der Substanz Linrodostat, die normalerweise als metabolischer Inhibitor eingesetzt wird.
Die Studie zeigt, dass Linrodostat neben seiner bekannten Funktion auch die Zellatmung in den Mitochondrien stören kann. In Kombination mit einem Hemmstoff des Zuckerabbaus führt dies zu einer Energiekrise in den Tumorzellen. „Dieser Aspekt sollte bei künftigen klinischen Studien berücksichtigt werden“, sagte Jan Dreute, Erstautor der Studie.
Die Forschungsergebnisse wurden im Fachjournal „Cell Death and Differentiation“ veröffentlicht.
Die Arbeiten wurden in Kooperation mit mehr als zehn Instituten durchgeführt.
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Justus-Liebig-Universität, Cell Death and Differentiation
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Gießen, Marburg, Frankfurt
Worum geht es in einem Satz?
Forscher aus Gießen, Marburg und Frankfurt haben entdeckt, dass die kombinierte Blockade zweier Stoffwechselwege, insbesondere durch die Substanz Linrodostat, das Wachstum von etwa einem Drittel der Krebszellen stoppen kann, indem sie die Zellatmung stört und eine Energiekrise in Tumorzellen verursacht.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Hintergrund des beschriebenen Ereignisses ist die Forschung zur Hemmung des Tumorwachstums durch die Kombination zweier Stoffwechselwegblockaden. Forscher aus Gießen, Marburg und Frankfurt entdeckten einen neuen Wirkmechanismus der Substanz Linrodostat, der die Zellatmung in Mitochondrien stört und in Kombination mit einem Hemmstoff des Zuckerabbaus zu einer Energiekrise in Tumorzellen führen kann.
Im Artikel wird nicht direkt beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien auf die Entdeckung reagiert haben. Es wird lediglich berichtet, dass Forscher einen neuen Ansatz zur Hemmung des Tumorwachstums gefunden haben und dieser Ansatz in einem Fachjournal veröffentlicht wurde.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Tumorwachstumshemmung, Stopp des Wachstums von etwa einem Drittel der Krebszellen, Entdeckung eines unbekannten Wirkmechanismus von Linrodostat, Störung der Zellatmung in den Mitochondrien, Energiekrise in den Tumorzellen, Berücksichtigung dieses Aspekts in künftigen klinischen Studien.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Jan Dreute, der Erstautor der Studie, sagte: „Dieser Aspekt sollte bei künftigen klinischen Studien berücksichtigt werden.“ Dies deutet auf die Bedeutung der neu entdeckten Wirkmechanismen für zukünftige Forschungsansätze hin.
Gießen ist bekannt für seine leistungsfähige Justus-Liebig-Universität, die eine wichtige Rolle in der Forschung spielt. Die Stadt beherbergt zahlreiche Institute, die sich mit biomedizinischen Themen und innovativen Ansätzen zur Krebsbekämpfung beschäftigen. In jüngster Zeit haben Forscher aus Gießen zusammen mit Kollegen aus Marburg und Frankfurt beeindruckende Fortschritte im Kampf gegen Tumorzellen erzielt. Die Ergebnisse ihrer aktuellen Studie zeigen das Potenzial neuer therapeutischer Ansätze zur Behandlung von Krebs. Gießen ist somit nicht nur ein akademisches Zentrum, sondern auch ein bedeutender Standort für medizinische Forschung und Innovation.