Studie: Stillgelegtes X-Chromosom wird im Alter wieder aktiv

Studie: Stillgelegtes X-Chromosom wird im Alter wieder aktiv

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Studie: Stillgelegtes X-Chromosom wird im Alter wieder aktiv

() – Forscher der Technischen Universität München haben einen neuen Mechanismus entdeckt, der Geschlechtsunterschiede bei altersbedingten Krankheiten erklären könnte. Wie die TUM am Dienstag mitteilte, werden bei weiblichen Mäusen im Alter Gene auf dem eigentlich stillgelegten zweiten X-Chromosom wieder aktiv. Dieser Prozess könnte auch bei eine Rolle spielen. Frauen besitzen zwei X-Chromosomen, von denen normalerweise eines inaktiv ist.

Die zeigt, dass bei älteren Tieren bis zu neun Prozent der Gene auf diesem Chromosom wieder abgelesen werden. Besonders betroffen sind Gene, die mit Krankheiten wie Lungenfibrose oder Autoimmunerkrankungen in Verbindung stehen.

Die Entdeckung könnte helfen, zu verstehen, warum Frauen im Alter anders erkranken als – zum Beispiel bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz und Parkinson. Bisher wurden solche Unterschiede vor allem mit Hormonen oder Lebensstil erklärt. Die neue Studie eröffnet nun alternative Erklärungsansätze, so die Forscher.

Schon seit einiger Zeit ist bekannt, dass einige Gene der Stilllegung des Barr-Körperchen entkommen können, was zu einer höheren Genaktivität bei Frauen führt. Diese stehen im Verdacht, Krankheiten zu beeinflussen. „Wir haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass mit zunehmendem Alter immer mehr Gene der Inaktivierung des Barr-Körperchens entkommen“, sagte Daniel Andergassen, Gruppenleiter am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der TUM. Die Studie ist im Fachmagazin „Nature Aging“ erschienen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Technische Universität München, TUM, Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Nature Aging.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

München

Worum geht es in einem Satz?

Forscher der Technischen Universität München haben einen Mechanismus entdeckt, der zeigt, dass bei älteren weiblichen Mäusen Gene auf dem normalerweise inaktiven zweiten X-Chromosom wieder aktiv werden, was helfen könnte zu erklären, warum Frauen im Alter anders an Krankheiten erkranken als Männer.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Hintergrund für die Entdeckung der Technischen Universität München ist die Untersuchung von Geschlechtsunterschieden in der Alterungsforschung. Die Forscher fanden heraus, dass bei älteren weiblichen Mäusen Gene auf dem inaktiven X-Chromosom reaktiviert werden, was möglicherweise erklärt, warum Frauen im Alter häufiger bestimmte Krankheiten entwickeln als Männer. Diese Erkenntnisse bieten neue Perspektiven abseits hormoneller und lebensstilbezogener Erklärungen.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Der Artikel beschreibt, dass die Technische Universität München einen Mechanismus entdeckt hat, der Geschlechtsunterschiede bei altersbedingten Krankheiten erklärt, und erwähnt nicht konkret, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien darauf reagiert haben. Die Entdeckung könnte alternative Ansätze zur Erklärung von Krankheitsunterschieden zwischen Frauen und Männern eröffnen.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Erklärung von Geschlechtsunterschieden bei altersbedingten Krankheiten, Aktivierung von Genen auf dem stillgelegten X-Chromosom bei Frauen, Einfluss auf anerkannte Krankheiten wie Lungenfibrose und Autoimmunerkrankungen, Verständnis, warum Frauen im Alter anders erkranken als Männer, Eröffnung alternativer Erklärungsansätze zu Erkrankungen, Nachweis, dass mehr Gene der Inaktivierung des Barr-Körperchens entkommen.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Daniel Andergassen, Gruppenleiter am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der TUM, sagt: "Wir haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass mit zunehmendem Alter immer mehr Gene der Inaktivierung des Barr-Körperchens entkommen," was die Erkenntnisse über Geschlechtsunterschiede bei altersbedingten Krankheiten unterstreicht.

München: Eine Stadt mit Geschichte und Innovation

München ist die bayerische Landeshauptstadt und bekannt für ihre reiche Geschichte sowie lebendige Kultur. Die Stadt zieht jedes Jahr Millionen von Touristen an, die die berühmte Frauenkirche und das Oktoberfest erleben möchten. Hier befindet sich die Technische Universität München, eine der führenden Forschungsuniversitäten in . In München wird Tradition gelebt, gepaart mit modernster Technologie und Wissenschaft. Die Stadt ist ein bedeutendes Zentrum für Forschung und Entwicklung, was sich in zahlreichen innovativen Projekten, wie der aktuellen Studie zur Geschlechtsunterschiede in Alterskrankheiten, widerspiegelt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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