Dobrindt weist Kritik im Umgang mit Rassismus-Studie von sich
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Gesellschaft: Rassismus in Bundesbehörden untersucht
Berlin () – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CDU) hat Kritik am Umgang mit der Veröffentlichung einer Studie zu Rassismus in Bundesbehörden zurückgewiesen.
Die Ergebnisse seien den betroffenen Behörden bekannt gemacht worden, sagte der CDU-Politiker den Sendern RTL und ntv am Mittwoch. „Sowohl die Bundespolizei als auch das Bamf haben schon Stellungnahmen dazu abgegeben, die auch veröffentlicht worden sind und einsehbar sind, sodass es einen ganz öffentlichen Umgang mit dieser Studie – die keine Studie der Bundesregierung ist – auch gibt“, so Dobrindt.
Die Untersuchung sei bereits in der vorletzten Wahlperiode beauftragt worden und inzwischen veröffentlicht. „Diese Studie ist in der vorletzten Wahlperiode, glaube ich, beauftragt worden.“ Das Innenministerium habe sie veröffentlicht; von einem Zurückhalten könne daher keine Rede sein. Genau so müsse man „mit Studien umgehen, die man nicht selber in Auftrag gegeben hat“. Dobrindt behauptete, dass die Studie zeige, dass die „überwiegende Mehrheit“ der Mitarbeiter in den Behörden „hochprofessionell, engagiert und korrekt auch arbeiten“.
Für die Studie „Institutionen und Rassismus“ (InRa) hatten die Wissenschaftler erstmals in großem Umfang Zugang zu staatlichen Institutionen erhalten und über drei Jahre Rassismus etwa in Jobcentern, Jugendämtern und Ausländerbehörden untersucht. Laut Abschlussbericht ist rassistische Diskriminierung in allen untersuchten Institutionstypen nachweisbar und zeigt sich etwa in individuellen Einstellungen einzelner Mitarbeitender, in behördlichen Praktiken und Ermessensspielräumen oder im Umgang mit Beschwerden. Rassismus in deutschen Behörden finde selten in offenen Anfeindungen statt – er stecke in Routinen, Entscheidungsspielräumen und in der Organisationskultur.
Auf struktureller Ebene zeigt die Studie, dass zentrale Schutzlücken im Rechtsrahmen Diskriminierung begünstigen: So gilt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz bislang nicht für das Verhältnis zwischen Behörden und Bürgern. Wer von einer staatlichen Institution diskriminiert wird, kann sich nicht auf das zentrale Antidiskriminierungsgesetz berufen.
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesministerium, Alexander Dobrindt, CDU, Bundespolizei, Bamf, RTL, ntv, Institutionen und Rassismus (InRa), Jobcenter, Jugendämter, Ausländerbehörden.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der 25. Februar 2026.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat die Kritik am Umgang mit einer Studie zu Rassismus in Bundesbehörden zurückgewiesen und betont, dass die Ergebnisse den betroffenen Behörden bekannt sind und es einen transparenten Umgang mit der Studie gibt, die Rassismus in verschiedenen Institutionen dokumentiert.
Rassistische Diskriminierung in allen untersuchten Institutionstypen nachweisbar
Rassismus zeigt sich in individuellen Einstellungen, behördlichen Praktiken und Umgang mit Beschwerden
Rassismus in deutschen Behörden selten in offenen Anfeindungen
Vorhandensein von strukturellen Schutzlücken im Rechtsrahmen
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz gilt nicht für das Verhältnis zwischen Behörden und Bürgern
Diskriminierte Personen haben keinen Zugang zum Antidiskriminierungsgesetz
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zitiert, der den Umgang mit der Veröffentlichung der Studie zu Rassismus in Bundesbehörden verteidigt.