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Ramelow kritisiert Israel-Gegner in der Linken
Berlin () – Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow kritisiert Israel-Gegner in seiner Partei.
„Wenn Parteimitglieder keine Distanz zu Hamas oder Huthi-Rebellen haben, bin ich raus“, sagte Ramelow der „Welt“. Das sei mit ihm nicht zu machen. Hintergrund ist der Beschluss gegen die Antisemitismus-Definition der „International Holocaust Remembrance Alliance“ (IHRA) auf dem vergangenen Linke-Parteitag in Chemnitz, der zu Kritik des Zentralrats der Juden führte.
Ramelow sprach von einem „Shitstorm“, den er für seine Kritik am Beschluss erlebt habe. „Für die Wassermelonen-Fraktion gilt: Wer nur über die Zerstörung Israels reden will, der soll mit mir nicht über Antisemitismus reden. Der soll mit mir nicht über Auschwitz oder Buchenwald reden. Das hat mit Antifaschismus nichts zu tun“, sagte Ramelow.
Der 7. Oktober 2023 sei der größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust gewesen. Wer das ignoriere, könne für ihn kein politischer Partner sein. „Gleichzeitig ist meine Kritik an der militärischen Eskalation in Gaza genauso scharf wie am Siedlungsbau. Die Zweistaatlichkeit darf nicht infrage gestellt werden.“
Zuletzt äußerte der Linke-Politiker ein Gefühl der Entfremdung mit seiner Partei. Den neuen Kurs der Parteivorsitzenden, Ines Schwerdtner und Jan van Aken, wieder mehr auf klassische linke Konzepte zu setzen, unterstütze er allerdings. „Es geht um Klassenkampf der Vermögenden und derer, die völlig aus dem Blick sind. Und das teile ich“, so Ramelow. Die steigenden Mietpreise etwa seien zu lange ignoriert worden und zu einem „Sprengsatz für unsere Gesellschaft“ geworden, sagte Ramelow. „Wenn ich aber den ganzen Tag nur `Alerta` und `Klassenkampf` rufen würde, wäre mir das zu wenig, das brauche ich nicht. Aber wenn wir über den Mietendeckel reden, bin ich dabei.“
Die Linksfraktion rief zu ihrem Einstand im Bundestag „Alerta, alerta, antifascista“, die Partei beschloss in Chemnitz, sich als „organisierende Klassenpartei“ zu verstehen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bodo Ramelow (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Bodo Ramelow, Ines Schwerdtner, Jan van Aken
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
- Hamas
- Huthi-Rebellen
- International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA)
- Zentralrat der Juden
- Linke
- Ines Schwerdtner
- Jan van Aken
- Linksfraktion
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum oder der Zeitraum, in dem das beschriebene Ereignis stattfand, ist der 7. Oktober 2023.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden an den folgenden Orten statt oder fanden statt:
Berlin, Chemnitz.
Worum geht es in einem Satz?
Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow kritisiert Mitglieder seiner Partei, die keine Distanz zu Hamas oder Huthi-Rebellen zeigen, und betont, dass er in politischen Debatten über Antisemitismus nur mit Partnern reden will, die die gravierenden antisemitischen Gewaltakte anerkennen, während er dennoch den neuen Kurs seiner Partei in sozialpolitischen Fragen unterstützt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Auslöser für Bodo Ramelows Kritik sind die Äußerungen und der Beschluss auf dem Linken-Parteitag in Chemnitz, der sich gegen die Antisemitismus-Definition der IHRA richtete. Dies führte zu einer Debatte über die Haltung der Partei zu Israel und Antisemitismus, was Ramelows Entfremdung von seiner Partei verstärkte.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Bodo Ramelow kritisierte die Israel-Gegner in seiner Partei und äußerte, dass er mit Mitgliedern, die keine Distanz zu Hamas oder Huthi-Rebellen haben, nicht zusammenarbeiten könne. Seine Äußerungen führten zu einem "Shitstorm" und sorgten für eine Debatte über die Antisemitismus-Definition der IHRA, was sowohl in seiner Partei als auch beim Zentralrat der Juden auf Kritik stieß.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Distanzierung von Parteimitgliedern zu Hamas oder Huthi-Rebellen, Kritik des Zentralrats der Juden, "Shitstorm" für Ramelow, politische Entfremdung innerhalb der Partei, Unterstützung für den neuen Kurs der Parteivorsitzenden, Ignorieren der steigenden Mietpreise, steigende Mietpreise als "Sprengsatz für unsere Gesellschaft", Aufruf der Linksfraktion zu "Alerta, alerta, antifascista", Parteibeschluss in Chemnitz, sich als "organisierende Klassenpartei" zu verstehen.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow zitiert. Er kritisiert Parteimitglieder, die keine Distanz zu Hamas oder Huthi-Rebellen haben, und betont: "Wenn Parteimitglieder keine Distanz zu Hamas oder Huthi-Rebellen haben, bin ich raus." Ramelow äußert zudem, dass der 7. Oktober 2023 der größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust war und wer das ignoriere, könne für ihn kein politischer Partner sein.
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