Destatis: Rund 129.300 Ehescheidungen im Jahr 2024

Destatis: Rund 129.300 Ehescheidungen im Jahr 2024

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Destatis: Rund 129.300 Ehescheidungen im Jahr 2024

Wiesbaden () – Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 129 300 Ehen geschieden. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Damit lag die Zahl damit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres (+0,3 Prozent oder 329 Scheidungen), als der niedrigste Stand seit der deutschen Vereinigung erreicht wurde.

Im langjährigen Trend ging die Zahl der Scheidungen laut Destatis mit Ausnahme weniger Jahre seit dem Jahr 2003 zurück (2024: -39,6 Prozent). Die Zahl der Eheschließungen ist langfristig ebenfalls rückläufig. 2024 wurden 349.200 Ehen geschlossen, das waren 3,3 Prozent oder 11.800 weniger als 2023. Zwischen Mann und Frau wurden 2024 in Deutschland 340.400 Ehen geschlossen (2023: 351.800), zwischen Personen gleichen Geschlechts waren es 8.800 Ehen (2023: 9.200).

Etwas mehr als die Hälfte (50,8 Prozent beziehungsweise rund 65.700) der im Jahr 2024 geschiedenen Ehepaare hatte nach Angaben der Statistiker minderjährige Kinder. Von diesen hatten 48,0 Prozent ein Kind, 40,0 Prozent zwei und 12,0 Prozent drei und mehr Kinder. Damit setzt sich der langjährige Trend eines Rückgangs des Anteils der Ehescheidungen mit einem Kind und der Zunahme des Anteils mit zwei oder mehr Kindern fort. Insgesamt waren im Jahr 2024 etwa 111.000 Minderjährige von der Scheidung ihrer Eltern betroffen.

Die meisten der geschiedenen Ehen (80,5 Prozent) wurden nach einer vorherigen Trennungszeit von einem Jahr geschieden, wie aus den Daten des Bundesamts hervorgeht. Scheidungen nach dreijähriger Trennung machten demnach einen Anteil von 18,5 Prozent aus. In diesen Fällen wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist. In 1,0 Prozent der Fälle waren die Regelungen zur Scheidung vor einjähriger Trennung oder Scheidungen nach ausländischem Recht maßgebend. Im Durchschnitt waren die im Jahr 2024 geschiedenen Ehepaare 14 Jahre und 8 Monate verheiratet. Bei etwa 21.200 oder 16,4 Prozent der Paare erfolge die Scheidung im Jahr der Silberhochzeit oder später. In den 1990er Jahren lag dieser Anteil noch zwischen 10 und 11 Prozent. Danach ist er bis Mitte der 2010er Jahre gestiegen und liegt seitdem in etwa auf dem heutigen Niveau.

Bei 90,0 Prozent der Ehescheidungen wurde 2024 der Scheidungsantrag mit Zustimmung des Ehegatten oder der Ehegattin gestellt. Bei 6,0 Prozent wurde der Antrag von beiden zusammen eingereicht. Bei den anderen 4,0 Prozent stimmte der Ehegatte oder die Ehegattin dem gestellten Antrag nicht zu.

Im Jahr 2024 ließen sich laut Destatis rund 1.500 gleichgeschlechtliche Paare scheiden. Dies waren etwa 200 oder 18,1 Prozent gleichgeschlechtliche Paare mehr als im Jahr 2023. Ehescheidungen gleichgeschlechtlicher Paare umfassten 1,2 Prozent aller Ehescheidungen des Jahres 2024.

Gleichgeschlechtliche Paare, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, können diese nicht durch Scheidung, sondern durch Aufhebung beenden. 2024 wurden mit rund 500 Aufhebungen von Lebenspartnerschaften etwa 100 oder 19,6 Prozent weniger erfasst als im Vorjahr. Damit ist die Zahl das fünfte Jahr in Folge gesunken. Seit der Einführung der „Ehe für alle“ im Oktober 2017 können in Deutschland keine Lebenspartnerschaften mehr begründet werden und es findet zunehmend eine Verschiebung von den Aufhebungen zu den Scheidungen statt.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Standesamt (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Im Artikel werden keine vollständigen Namen von Personen genannt. Es sind lediglich allgemeine Begriffe wie "Mann", "Frau", "Ehegatte" und "Ehegattin" erwähnt.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Statistisches Bundesamt (Destatis)

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand im Jahr 2024 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Deutschland.

Worum geht es in einem Satz?

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 129.300 Ehen geschieden, was einen marginalen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt, während die Zahl der Eheschließungen auf etwa 349.200 sank und der Trend eines Rückgangs der Scheidungen, insbesondere bei Paaren mit minderjährigen Kindern, sowie der gleichgeschlechtlichen Ehen anhält.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Hintergrund für die in der Nachricht beschriebene Anzahl an Ehescheidungen in Deutschland ist ein langjähriger Rückgang der Scheidungszahlen, der seit 2003 beobachtet wird, sowie ein Anstieg des Anteils an Ehescheidungen mit mehreren minderjährigen Kindern. Zudem ist die Anzahl der Eheschließungen ebenfalls rückläufig, was auf veränderte gesellschaftliche Trends und Einstellungen hinweist.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel wird berichtet, dass die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland 2024 leicht gestiegen ist, während gleichzeitig die Eheschließungen weiter rückläufig sind. Die Öffentlichkeit und die Medien haben diese Entwicklungen aufgegriffen, indem sie auf den langfristigen Trend hinweisen, der eine Verringerung der Scheidungen seit 2003 zeigt, insbesondere bei Paaren mit minderjährigen Kindern.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:

Rückgang der Scheidungszahlen, Rückgang der Eheschließungen, rund 111.000 minderjährige Kinder betroffen von Scheidungen, langjähriger Trend eines Rückgangs des Anteils an Ehescheidungen mit einem Kind, Zunahme des Anteils an Ehescheidungen mit zwei oder mehr Kindern, 80,5 Prozent der Scheidungen nach einer Trennungszeit von einem Jahr, 16,4 Prozent der Paare lassen sich im Jahr der Silberhochzeit oder später scheiden, 90,0 Prozent der Scheidungsanträge mit Zustimmung des Ehegatten gestellt, Anstieg der Scheidungen gleichgeschlechtlicher Paare, Rückgang der Aufhebungen von Lebenspartnerschaften.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Im Artikel wird keine direkte Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert. Stattdessen werden statistische Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) präsentiert, die die Entwicklung der Scheidungs- und Eheschließungszahlen in Deutschland angeben.

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