Mehrheit der Deutschen will weniger Waffenexporte nach Israel

Mehrheit der Deutschen will weniger Waffenexporte nach Israel

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Mehrheit der Deutschen will weniger Waffenexporte nach Israel

Berlin () – 43 Prozent der Deutschen sprechen sich dafür aus, deutsche Waffenexporte nach Israel zu begrenzen. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut „Infratest“ unter 1.292 Wahlberechtigten für den „Deutschlandtrend“ der ARD am Montag und Dienstag dieser Woche ergeben. Weitere 30 Prozent würden es demnach befürworten, die Waffenexporte nach Israel vollständig zu stoppen. Jeder Sechste (17 Prozent) ist der Meinung, die Bundesregierung sollte sie unverändert genehmigen.

Dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Israel für sein derzeitiges militärisches Vorgehen in Gaza kritisiert, finden drei von vier Befragten (77 Prozent) richtig; 11 Prozent stimmen dem nicht zu. Grundsätzlich sagt gut jeder Dritte (36 Prozent), Deutschland habe aufgrund seiner Geschichte eine größere Verantwortung für den Schutz Israels als andere Länder; 55 Prozent stimmen dem nicht zu. Dass Deutschland im Nahost-Konflikt bedingungslos an der Seite Israels stehen sollte, sagen 13 Prozent der Deutschen; drei Viertel (74 Prozent) verneinen dies.

Fast 20 Monate nach dem Überfall der islamistischen Terror-Organisation Hamas wächst in Deutschland die Kritik an der militärischen Reaktion Israels. Aktuell sagen 63 Prozent, die militärische Reaktion gehe zu weit (+6 im Vergleich zu August 2024). 18 Prozent halten sie für angemessen (-3), 5 Prozent für nicht weitgehend genug (+1).

14 Prozent der Deutschen halten der Umfrage zufolge militärische Aktionen Israels auch dann für gerechtfertigt, wenn davon die palästinensische Zivilbevölkerung mitbetroffen ist (-4). Inzwischen halten 73 Prozent das für nicht gerechtfertigt (+5). Hilfsorganisationen berichten von katastrophalen Zuständen für die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen. Im August 2024 sahen 74 Prozent der Deutschen Verantwortung dafür bei der Hamas, 61 Prozent bei Israel. Diese Werte haben sich inzwischen angeglichen: Aktuell halten 71 Prozent die Hamas für voll und ganz bzw. eher verantwortlich für die Lage der palästinensischen Bevölkerung (-3) und 69 Prozent Israel (+8).

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Israelische Fahne an der Knesset (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Friedrich Merz

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

In dem Text werden folgende Organisationen, Parteien und Institutionen genannt:

Infratest, Deutschlandtrend, ARD, CDU, Hamas.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Israel, Gaza

Worum geht es in einem Satz?

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 43 Prozent der Deutschen eine Begrenzung von Waffenexporten nach Israel befürworten und 63 Prozent die militärische Reaktion Israels im Gaza-Konflikt als übertrieben empfinden, während die Verantwortung für die katastrophalen Zustände der palästinensischen Zivilbevölkerung zwischen Hamas und Israel fast gleichmäßig verteilt wird.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Hintergrund für das Ereignis ist die anhaltende militärische Reaktion Israels auf den Überfall der Hamas im Gazastreifen. Dies hat in Deutschland zu steigender Kritik an den Waffenexporten nach Israel geführt und eine gesellschaftliche Debatte über die Verantwortung Deutschlands im Konflikt ausgelöst, insbesondere im Kontext der humanitären Lage der palästinensischen Zivilbevölkerung.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Der Artikel beschreibt, dass eine Mehrheit der Deutschen, laut einer Umfrage, kritisch gegenüber deutschen Waffenexporten nach Israel ist, wobei 43 Prozent diese begrenzen und 30 Prozent komplett stoppen möchten. Zudem finden drei Viertel der Befragten die Kritik des Bundeskanzlers an Israels militärischem Vorgehen in Gaza richtig, während die Auffassung, dass Deutschland bedingungslos an der Seite Israels stehen sollte, nur von 13 Prozent unterstützt wird.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Die Folgenden Konsequenzen werden im Artikel erwähnt:

- 43 Prozent der Deutschen sprechen sich für eine Begrenzung der Waffenexporte nach Israel aus,
- 30 Prozent befürworten einen vollständigen Stopp der Waffenexporte,
- 77 Prozent finden die Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an Israels militärischem Vorgehen richtig,
- 36 Prozent sehen eine größere Verantwortung Deutschlands für den Schutz Israels,
- 63 Prozent sagen, die militärische Reaktion Israels gehe zu weit,
- 73 Prozent halten militärische Aktionen Israels, die die palästinensische Zivilbevölkerung betreffen, für nicht gerechtfertigt,
- 71 Prozent sehen die Hamas als verantwortlich für die Lage der palästinensischen Bevölkerung,
- 69 Prozent sehen Israel als verantwortlich.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Drei von vier Befragten (77 Prozent) finden es richtig, dass Bundeskanzler Friedrich Merz Israel für sein militärisches Vorgehen in Gaza kritisiert. Zudem sagt gut jeder Dritte (36 Prozent), Deutschland habe aufgrund seiner Geschichte eine größere Verantwortung für den Schutz Israels als andere Länder.

Berlin und die Diskussion über Waffenexporte nach Israel

Die Debatte über deutsche Waffenexporte nach Israel ist in vollem Gange. In einer aktuellen Umfrage zeigen 43 Prozent der Befragten eine klare Tendenz, diese Exporte zu begrenzen. Die Mehrheit der Deutschen, 63 Prozent, sieht die militärische Reaktion Israels als überzogen an. Die komplexe Geschichte Deutschlands und seine Verantwortung gegenüber Israel spielen eine erhebliche Rolle in der öffentlichen Meinung. Diese Themen spiegeln die tiefen gesellschaftlichen und politischen Spannungen wider, die mit dem Nahost-Konflikt verbunden sind.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH